"Meinungsverschiedenheiten": Ullrich trennt sich von Anwalt Diestel
zuletzt aktualisiert: 24.05.2007 - 17:01Hamburg (RPO). Jan Ullrich und Anwalt Peter-Michael Diestel gegen künftig getrennte Wege. "Wir haben Diestel das Mandat entzogen. Er darf nicht mehr für uns sprechen", sagte Manager Wolfgang Strohband der "Bild"-Zeitung. Der Rechtsanwalt widerspricht dieser Darstellung. Er habe sich von Ullrich getrennt.
Diestel erklärte: "Es gab Meinungsverschiedenheiten. Ich habe mein Mandat niedergelegt. Wer was anderes behauptet, den verklage ich."
Dies sagte er am Donnerstag dem Radiosender hr1. Einzelheiten oder Gründe, die zur Niederlegung des Mandats geführt haben, nannte Diestel demnach zunächst nicht.
Noch am Donnerstagmorgen hatte Diestel in seiner Funktion als Ullrich-Anwalt im ZDF ein Interview gegeben und erklärt, er sehe seinen Mandanten nach den jüngsten Geständnissen anderer Radprofis entlastet.
"Wo ist da eine Basis für Betrug, wenn das dort - so wie das die Herren Dietz und Henn zugegeben haben - bei Telekom gang und gäbe war?", sagte Diestel als Reaktion auf die Doping-Geständnisse von Ullrichs Ex-Kollegen.
Es habe ihn verwundert, dass "eine derartig große Struktur wie die Telekom mit solchen Gebaren aufwartet", sagte Diestel: "Dass ein Sportler nach dem anderen diesen Zustand zugibt, macht mich nachdenklich."
So habe sich Ullrich als Hochleistungssportler "im größten Vertrauen an seine Teamleitung gewandt, wie das jeder andere Leistungssportler auch macht".
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