Roger Federer hat der Tennis-Welt einmal mehr gezeigt, wer der beste Spieler der Welt ist.
Der Schweizer triumphierte zum dritten Mal nach 2004 und 2006 bei den Australian Open in Melbourne.
Im Finale bezwang der Weltranglistenerste den tapferen Chilenen Fernando Gonzalez klar in drei Sätzen. Am Ende hieß es 7:6, 6:4, 6:4.
Für Federer war es der insgesamt zehnte Grand-Slam-Titel. Damit hat Federer Bill Taden in der ewigen Rangliste eingeholt. Vor dem Schweizer liegen nur noch Pete Sampras (14 Titel), Roy Emerson (12), Björn Borg und Rod Lavor (je 11).
Erstmals seit dem Triumph von Björn Borg bei den French Open in Paris schaffte es Federer, ein Grand-Slam-Turnier ohne einen Satzverlust zu gewinnen.
Der Moment nach dem Matchball: Federer sinkt zu Boden, ein ganzer Lastwagen Druck ist von ihm abgefallen.
EIn wahrer Champion: Auch in der Stunde des Sieges zollte Federer seinem Kontrahenten den größten Respekt.
Gonzalez spielte ein überragendes Turnier, fegte den Weltranglistenzweiten Rafael Nadal im Viertelfinale vom Platz und setzte sich auch gegen Tommy Haas in der Vorschlussrunde durch.
Nur im ersten Satz hatte Federer Probleme mit seinem Gegner.
Gonzalez lag mit einem Break vorne und hatte bei eigenem Aufschlag sogar zwei Satzbälle.
Doch Federer blieb wie immer ruhig und spielte seine Stärken aus. Im Tie-Break siegte der Schweizer dann ohne große Mühe.
Danach war die Gegenwehr des Chilenen nahezu gebrochen.
Die spektakulären Ballwechsel gingen nahezu alle an Federer, der mit seinem Gegner phasenweise Katz und Maus spielte.
Eine überragende Leistung im Finale, ein überragendes Turnier, ein überragender Sportler: Federer ist der König der Tenniswelt.
Dem unterlegenen Chilenen steht aber eine große Zukunft bevor.
Power-Tennis, Schnelligkeit und eine peitschende Vorhand begeisterten die zahlreichen Zuschauer "down under".
Gonzalez war trotz der Niederlage gegen den fast unschlagbaren Federer zufrieden. Und das Preisgeld für den zweiten Rang stimmt ja auch...
Das nächste große Ziel des Schweizers: Die French Open in Paris.
Federer will seinen ewigen Kontrahenten Rafael Nadal in der französischen Hauptstadt endlich entthronen und die Chance auf alle vier Grand-Slam -Titel in diesem Jahr bewahren.
Zuvor aber fährt Federer in den Skiurlaub. Na dann, Hals- und Beinbruch!