Wir stellen Ihnen die Tennis-Spielerin Justine Henin vor.
Ihren ersten großen Erfolg feierte die Belgierin bei den French Open 1997. Damals entschied sie als 15-Jährige die Junioren-Konkurrenz für sich und öffnete das Tor zu einer großen Karriere.
1998 wurde Henin erstmsals in der Weltrangliste geführt und stand am Ende des Jahres auf Platz 226.
Ihre Profi-Karriere nahm 1999 den Anfang. Bei ihrem ersten WTA-Turnier landete Henin gleich einen Triumph. In Antwerpen siegte sie im Finale gegen Sarah Pitkowski. Ein Erfolg beim ersten WTA-Turnier ist insgesamt erst fünf Spielerinnen gelungen.
Bei den French Open stand Henin im gleichen Jahr vor einer Sensation, verlor in der zweiten Runde aber dennoch gegen Lindsay Davenport.
Den Durchbruch bei Grand-Slam-Turnieren schaffte Henin French Open 2001. Erst im Halbfinale unterlag Henin ihrer Landsmännin Kim Clijsters. Nach dem Turnier in Paris stand sie erstmals unter den Top Ten der Weltrangliste.
Besser lief es zwei Jahre später. Erneut standen sich Clijsters und Henin gegenüber, diesmal aber im Finale. Durch ein klares 6:0, 6:4 holte Henin ihren ersten Grand-Slam-Titel überhaupt.
Im gleichen Jahr triumphierte sie auch noch bei den US Open - wieder war Clijsters die Finalgegnerin. Das Match des Turniers lieferte sich Henin aber im Halbfinale.
In einem Wahnsinns-Match rang Henin die US-Amerikanerin Jennifer Capriati im Tie-Break des dritten Satzes nieder und musste wegen totaler Erschöpfung mit Infusionen behandelt werden. Das Finale war in Gefahr, Henin aber kämpfte und holte sich den Pokal.
Nach 20 Siegen in Serie riss der Durchmarsch Henins im Finale von Leipzig. Anastasia Myskina besiegte die Belgierin.
Durch den Turniersieg in Zürich, es war bereits ihr achter im Jahr 2003, schaffte sie erstmals den Sprung auf Rang eins der Weltrangliste.
Den dritten Grand-Slam-Titel holte Henin in Sydney. Und wie soll es anders sein war auch bei den Australian Open wieder Clijsters die Finalgegnerin. 6:3, 4:6, 6:3 hieß es am Ende.
Wegen einer Viruserkrankung lief es im Anschluss allerdings nicht rund. Bei den French Open scheiterte Henin bereits in Runde zwei, bevor sie bei den Olympischen Spielen in Athen ein atemberaubendes Comeback feierte.
Im Halbfinale lag Henin bereits 1:5 im dritten Satz zurück, als sie eine phänomenale Aufholjagd startete und das Match umbog (8:6).
Einen Tag später gewann Henin durch einen Sieg über Amelie Mauresmo die einzige Goldmedaille für Belgien bei den Spielen in Athen und avancierte zur Volksheldin.
Bis zum Jahresende fiel Henin aber bis auf Rang acht der Weltrangliste ab, weil sie alle Turniere wegen Erschöpfung absagen musste.
Und es wurde noch schlimmer. Wegen einer Knieverletzung zu Beginn des Jahres 2005 konnte Henin erst im März wieder angreifen. Bis dahin war sie nicht mehr unter den besten 40 Spielerinnen der Welt zu finden.
Ein weiterer Siegeszug bescherte ihr bei den French Open den nächsten Titel.
In den Jahren 2006 und 2007 holte Henin ihre letzten drei Grand-Slam-Titel.
Zweimal siegte sie bei ihrem Lieblingsturnier, den French Open. Zudem gewann Henin die US Open 2007.
Am 14. Mai 2008 verabschiedet sie als bislang einzige amtierende Weltranglistenerste vom Tennissport. Viele Experten sahen in ihr die kompletteste Spielerin auf der Damentour überhaupt. Legende John McEnroe pries sie einst als "schönsten Schlag im Damentennis".