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Qatar German Open: Deutsche Damen mit Fehlstart im Regen-Chaos

zuletzt aktualisiert: 07.05.2007 - 17:38

Berlin (RPO). Deutschlands Tennis-Spielerinnen haben im Regen-Chaos von Berlin bei den Qatar German Open einen klassischen Fehlstart verbucht. Anna Lena Grönefeld (Nordhorn) verlor ihr Auftaktmatch gegen die an Nummer 13 gesetzte Israelin Shahar Peer nach 73 Minuten mit 1:6 und 2:6.

Auch für Anna-Lena Grönefeld setzte es eine bittere Niederlage. Foto: ddp, ddp

Zuvor hatte die erst 19 Jahre alte Berlinerin Sabine Lisicki ihr erstes Match gegen die ungesetzte Französin Severine Bremond in zwei Sätzen mit 2:6 und 1:6 abgegeben.

"Das war kein einfaches Match. Shahar ist eine Spielerin, die wenig Fehler macht. Ich habe das Spiel gemacht, doch leider auch zu viele Fehler begangen", sagte Grönefeld. Im Großen und Ganzen war die Nordhornerin mit ihrer Leistung zufrieden: "Es geht weiter aufwärts. Es fehlt noch etwas die Konstanz. Jetzt konzentriere ich mich in Berlin auf mein Doppel." Dort tritt sie an der Seite der Italienerin Mara Santangelo an.

"Shahar Peer ist eine starke Gegnerin. Es wird schwer für Anna", hatte Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner noch kurz vor dem wegen Dauerregens um mehrere Stunden verlegte Spiels gesagt. Und in der Tat hatte Grönefeld, mittlerweile nur noch Nummer 46 der Weltrangliste, große Mühe gegen die starke Israelin. Lediglich im zweiten Satz konnte die Nordhornerin etwas dagegenhalten.

Bereits im vergangenen Jahr war Grönefeld in Berlin in ihrem ersten Match gescheitert. Nach einem Freilos in Runde eins unterlag sie damals der ungesetzten Kolumbianerin Catalina Castano 3:6, 6:2 und 3:6.

Trotz der Niederlage traut Fed-Cup-Teamchefin Rittner Anna Lena Grönefeld (Nordhorn) im kommenden Jahr die Rückkehr ins erweiterte Spitzenfeld des Welttennis zu: "Sie verliert in der nächsten Zeit zunächst einmal viele Punkte. Doch wenn sie Ende des Jahres auf Rang 50 oder 60 der Weltrangliste liegt und hart an sich arbeitet, kann 2008 ihr Jahr werden", sagte Rittner über die frühere Nummer 14 der Weltrangliste.

Seit dem Bruch mit ihrem Ex-Trainer Rafael Font de Mora im vergangenen Jahr habe Grönefeld in ihrer Persönlichkeit eine gute Entwicklung genommen, auch wenn ihr körperlicher Zustand noch nicht optimal sei, sagte Rittner: "Sie ist auf einem guten Weg. Sie weiß, was sie will und ruht etwas mehr in sich. Sie reagiert auch mal mit einem Schmunzeln, einfach gelassener."

"Ich hatte schwierige Monate seit der Trennung von Rafael. Es war eine große Umstellung, doch jetzt fühle ich mich in meinem neuen Umfeld in Saarbrücken wieder besser", sagte Grönefeld.

Rittner betonte, dass Grönefeld in Berlin einen guten Eindruck hinterlasse. Das deutsche Team würde viel unternehmen: "Wir haben hier eine Menge Ablenkung. Wir haben im Berliner Zoo den Eisbären Knut besucht und haben uns das Boney-M-Musical 'Daddy Cool' angeschaut. Das lenkt ab. Auch Anna war dabei. Sie wirkte glücklich und zufrieden."

In der noch jungen Fed-Cup-Mannschaft habe Grönefeld laut Rittner eine besondere Stellung: "Sie ist die einzige Spielerin, die schon auf der ganz großen Tennis-Bühne erfolgreich war. Im Viertelfinale von Paris zu stehen, ist schon etwas Besonderes", betonte Rittner.

Schruff und Klösel in Prag weiter

Unterdessen haben die beiden früheren Fedcup-Spielerinnen Julia Schruff (Augsburg) und Sandra Klösel (München) beim WTA-Turnier in Prag das Achtelfinale erreicht. Schruff besiegte die Bulgarin Zwetana Pironkowa 6:4, 7:6 und trifft in der nächsten Runde auf Karolina Pliskova (Tschechien) oder Olga Poutchkowa (Russland/Nr. 3).

Die 27-jährige Klösel setzte sich gegen Tamarine Tanasugarn aus Thailand 7:5, 6:0 durch. In der Runde der letzten 16 bekommt sie es mit der Slowakin Jarmila Gajdosova oder der an Nummer acht gesetzten Russin Anastassja Rodjonowa zu tun.


WTA-Turnier in Berlin (1,34 Mio. Dollar):

1. Runde:

Severine Bremond (Frankreich) - Sabine Lisicki (Berlin) 6:2, 6:1
Shahar Peer (Israel/Nr. 13) - Anna-Lena Grönefeld (Nordhorn) 6:1, 6:2
Li Na (China/Nr. 14) - Maria Kirilenko (Russland) 6:1, 3:6, 6:1
Lucie Safarova (Tschechien) - Olga Sawtschuk (Ukraine) 6:3, 6:7 (6:8), 6:0

WTA-Turnier in Prag (145.000 Dollar):

1. Runde:

Sandra Klösel (München) - Tamarine Tanasugarn (Thailand) 7:5, 6:0
Julia Schruff (Augsburg) - Zwetana Pironkowa (Bulgarien) 6:4, 7:6
Virginie Razzano (Frankreich/Nr. 7) - Sun Tian-Tian (China) 6:0, 7:5
Milagros Sequera (Venezuela) - Julie Ditty (USA) 6:2, 6:4

Quelle: sid

 
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