Äußerst wechselhaft verlief bisher die Tennis-Karriere von Rainer Schüttler. Immer, wenn kaum einer damit rechnete, setzte der Korbacher Glanzlichter, um kurz darauf wieder im Mittelmaß zu landen.
Wir haben die Karriere des Wimbledon-Halbfinalisten Rainer Schüttler zusammengestellt.
Rainer Schüttler wurde am 25. April 1976 in der hessischen Hansestadt Korbach geboren.
Im Alter von sechs Jahren hatte ihn sein Vater mal zum Tennis mitgenommen. "Ich habe gegen die Wand gespielt und dabei viel Spaß gehabt", erinnert sich Rainer Schüttler.
1995 startete Rainer Schüttler seine Karriere als Tennis-Profi. Seine Größe beträgt 1,80 Meter, Schüttler ist ledig.
Zu seinen ausgeprägten Stärken zählt das Grundlinienspiel und eine intensive Beinarbeit.
Den ersten seiner insgesamt vier Titel auf der ATP-Tour errang Rainer Schüttler 1999 beim Turnier in Doha.
Auf den nächsten Titel musste Rainer Schüttler bis 2002 warten. Damals gewann er das Turnier in Shanghai. Es folgten die Siege in Tokio und Lyon (jeweils 2003).
Für Aufsehen sorgte Rainer Schüttler im Januar 2003, als er das Finale der Australian Open erreichte, dort aber den Sieg verpasste.
Als herausragend gilt zudem die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen, die Rainer Schüttler im Doppel mit Nicolas Kiefer gewann.
2004 erlitt Rainer Schüttler einen Einbruch und suchte nach langwierigen Verletzungen lange vergeblich den Anschluss. 2006 erkrankte er am Pfeifferschen Drüsenfieber.
2008 meldete sich Rainer Schüttler aber zurück. Binnen zwei Wochen gewann er im April und Mai 2008 zwei Doppeltitel auf der ATP-Tour: in Houston an der Seite des Letten Ernests Gulbis am 20. April 2008, und bei den BMW Open in München gemeinsam mit Michael Berrer am 4. Mai 2008.
Den Höhenflug krönte Rainer Schüttler im Alter von 32 Jahren, als er in Wimbledon 2008 das Halbfinale erreichte. Im Viertelfinale gelang ihm ein spektakulärer Fünf-Satz-Sieg gegen den Franzosen Clement.
Bereits seit 1999 ist Rainer Schüttler mit Unterbrechungen im Davis-Cup-Team aktiv. Nennenswerte Erfolge blieben aber aus.
Seine höchste Weltcup-Platzzierung war der fünfte Rang, den er am 26. April 2004 erreichte ( Entry-System).
Im Doppel schaffte er den 40. Platz in der Weltrangliste (11. Juli 2005).
Bis zu seinem sensationallen Halbfinaleinzug in Wimbledon konnte Schüttler bereits knapp sechs Millionen US-Dollar Preisgeld gewinnen.
Sein Trainer ist Dirk Hordorff, seine Spielhand ist die rechte.
In der Tennis-Bundesliga spielt Schüttler für TK Kurhaus Aachen.
Schüttler gibt zu, ein eingefleischter Fan von Borussia Dortmund zu sein.
Seine ebenso beeindruckende wie wechselhafte Karriere ist noch lange nicht beendet.