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Tennis: Federer blamiert sich in Runde eins

zuletzt aktualisiert: 24.07.2008 - 10:19

Toronto (RPO). Roger Federer hat in diesem Jahr seine Probleme. Der Schweizer Weltranglistenerste ist beim ATP-Turnier in Toronto in Runde eins gescheitert. Der Titelverteidiger des mit 2,6 Millionen US-Dollar dotierten "Rogers Cup" blamierte sich beim 6:2, 5:7, 4:6 gegen den Franzosen Gilles Simon. Federer muss damit immer mehr um seinen Status als Nummer eins bangen.

Roger Federer muss um die Führung in der Weltrangliste bangen. Foto: Getty Images North America, AFP

Nicolas Kiefer steht unterdessen im Achtelfinale. Rund zwei Wochen vor den Olympischen Spielen in Peking bezwang der Davis-Cup-Spieler aus Hannover den an Nummer 15 gesetzten Russen Michail Juschni 7:6 (7:4), 7:5 und trifft in der Runde der letzten 16 auf den Weltranglisten-Vierten Nikolaj Dawydenko. "Das war ein wichtiger Sieg. Kampf pur", sagte Kiefer nach seinem Sieg, der erst um 0.30 Uhr Ortszeit perfekt war.

Juschnis Landsmann hatte sich in der zweiten Runde gegen Tommy Haas (Sarasota-USA) mit 6:3, 7:6 (8:6) durchgesetzt und damit ein deutsches Duell verhindert.

"Es war für mich ein sehr enttäuschendes Spiel. Gilles hat mich nicht ausgespielt. Es lag an mir. Ich hatte alle Trümpfe in der Hand, um ihn aus dem Turnier zu werfen", sagte Federer und war irgendwie ratlos.

Der zwölfmalige Grand-Slam-Turniersieger hatte gegen den 23-jährigen Gilles Simon, der in der Vorwoche das ATP-Turnier in Indianapolis gewonnen hatte, in 121 Minuten nahezu 50 unerzwungene Fehler produziert. "Man sollte jetzt nichts dramatisieren. Peking und die US Open sind die wichtigsten Turniere der nächsten Wochen. Mit Blick darauf gilt es nun, positiv zu bleiben", sagte der 26-Jährige.

Nach der Final-Niederlage in Wimbledon und dem frühen Aus in Toronto schmilzt Federers Vorsprung in der Weltrangliste auf Rafael Nadal. Der Spanier, der mit einem 6:4, 6:2 gegen den US-Amerikaner Jesse Levine das Achtelfinale erreichte, könnte den Schweizer allerdings frühestens übernächste Woche nach dem Turnier von Cincinnati überholen. Federer steht seit 234 Wochen (2004) ununterbrochen an der Tennis-Spitze.

Quelle: sid

 
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