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ATP-Turnier: Federer erreicht Finale von Hamburg

zuletzt aktualisiert: 19.05.2007 - 18:57

Hamburg (RPO). Roger Federer ist beim ATP-Mastersturnier in Hamburg zum vierten Mal ins Endspiel eingezogen. Der Weltranglistenerste setzte sich im ersten Halbfinale am Rothenbaum mit 4:6, 6:4, 6:2 gegen den Spanier Carlos Moya durch.

Roger Federer hatte in Hamburg Grund zum Jubeln.  Foto: AP, AP
Roger Federer hatte in Hamburg Grund zum Jubeln. Foto: AP, AP

Im Endspiel trifft der Schweizer auf Rafael Nadal. Der Spanier gewann mit 2:6, 6:3, 7:5 gegen den Australier Lleyton Hewitt. Nadal baute damit seine Siegesserie auf Sandplätzen auf 81 Erfolge aus. Er hat am Sonntag die Chance, als erster Spieler die Masters-Turniere in Monte Carlo, Rom und Hamburg in einer Saison für sich zu entscheiden und damit einen weiteren Rekord aufzustellen.

Federer greift dagegen nach 2002, 2004 und 2005 nach seinem vierten Hamburg-Titel. Der 25-Jährige ist seit 36 Spielen in Deutschland ungeschlagen, hat gegen seinen Dauerrivalen Nadal aber noch nie auf einem Sandplatz gewonnen.

Zuletzt unterlag er dem Mallorquiner im Endspiel des Turniers in Monte Carlo. Insgesamt führt Nadal den Vergleich mit 7:3 Siegen an. Er zog in diesem Jahr bereits in sein fünftes Endspiel ein und gewann bereits vier Titel. Federer ist dagegen bei seinen letzten vier Turnieren ohne Trophäe geblieben.

"Man muss immer daran glauben, dass man eine Chance hat, und weiterspielen", meinte der 25-Jährige zu seinem schwachen Start im Match gegen Moya. Der Weltranglisten-Erste steigerte sich angefeuert von den meisten der rund 10.000 Zuschauer sowie Box-Weltmeister Wladimir Klitschko in seiner Box ab dem zweiten Satz.

Seine Schläge wurden präziser, die Fehlerquote sank. Den zweiten Satz entschied er mit einem Break zum 6:4 für sich, im dritten Durchgang setzte er sich mit einem Break zum 4:2 vorentscheidend ab. Nach 2:07 Stunden nutzte Federer seinen ersten Matchball.

"Ich hoffe, ich kann noch ein super Match spielen und den Preis hier wieder mitnehmen", sagte Federer, "es ist ein sehr gutes Gefühl für mich, dass ich nach einem 0:1-Satzrückstand noch zurückgekommen bin." Dem Match mit Nadal blickt er trotz seiner Misserfolgsserie auf roter Asche mit verhaltenem Optimismus entgegen: "Ich habe auch Defizite gesehen, wenn Nadal es langsam angehen lässt", meinte der Baseler, "aber er hat natürlich so eine breite spielerische Basis und Aura auf Sand, dass es für ihn meist trotzdem reicht."

Exakt so lief auch die Partie gegen Hewitt, der einer der wenigen Spieler auf der Tour ist, gegen die Nadal mit jetzt 2:4 Siegen eine negative Bilanz hat. Der Australier spielte ohne Respekt, suchte mutig seine Chance und gab von Anfang an Vollgas. Zwei Breaks kassierte Nadal im ersten Satz und gab erstmals in diesem Turnier einen Satz ab. Doch mit Beginn des zweiten Durchgangs wurde der Weltranglisten-Zweite besser und behielt trotz des gewohnten Kampfgeistes von Hewitt am Ende einer stets spannenden Partie wieder einmal die Oberhand.

"Hamburg ist ein wichtiges Turnier für mich", sagte Nadal, "ich möchte hier schon gerne gewinnen." Ein Erfolg in der Hansestadt wäre für beide Spieler im Vorfeld der French Open ein wichtiges Signal an die Konkurrenz. Insbesondere Federer, dem allein der Titel von Roland Garros noch in seiner Grand-Slam-Sammlung fehlt, würde der vierte Hamburg-Titel einen zusätzlichen Schub geben: "Sollte ich Nadal im Finale schlagen, würde mir das definitiv für Paris viel Selbstvertrauen geben."

Quelle: sid

 
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