Masters-Turnier in Indian Wells: Federers Siegesserie gerissen
zuletzt aktualisiert: 12.03.2007 - 13:50Indian Wells (RPO). Für Roger Federer ist erstmals seit fast drei Jahren ein Turnier schon nach dem ersten Match beendet. Der Branchenprimus aus der Schweiz, seit über drei Jahren die unangefochtene Nummer eins der Welt, unterlag dem argentinischen Lucky Loser Guillermo Canas mit 5:7, 2:6.
Zuvor hatte der 25-jährige Schweizer Ende Juli 2004 in Cincinnati gegen den Slowaken Dominik Hrbaty ein Auftaktmatch verloren. Der letzte Lucky Loser, dem ein Sieg gegen die Nummer eins der Welt gelang, war im Frühjahr 1996 der Australier Sandon Stolle, der in Dubai gegen den Österreicher Thomas Muster gewann.
Federer, der erstmals seit der Drittrunden-Niederlage gegen den Briten Andy Murray am 16. August 2006 in Cincinnati wieder ein Match verlor, verpasste damit die Chance, mit einem Turniersieg den Rekord des Argentiniers Guillermo Vilas zu knacken, Der hatte 1977 46 Matches in Folge gewonnen, Federer kam mit 41 Siegen hintereinander nach Indian Wells. Ein Erfolg im Finale wäre sein 47. gewesen.
Wie immer, so blieb der Superstar aus der Schweiz auch im Moment der Niederlage ein fairer Sportsmann. Die Tatsache, dass er sich mit Blasen an beiden Füßen durch das Match gequält hatte, wollte Federer nicht als Entschuldigung gelten lassen. "Canas hat ausgezeichnet gespielt. Ich habe nicht mal schlecht gespielt, aber er hat völlig verdient gewonnen."
Der verpasste Rekord interessierte Federer weniger: "Ich habe vor dem Match nicht an den Rekord gedacht, sondern daran, wie ich gegen einen starken Lucky Loser gewinnen kann."
Dabei konnte ihm aber letztlich nicht mal die Tatsache helfen, dass er sich auf Einladung von US-Altmeister Pete Sampras auf dessen privatem Trainingsgelände in Los Angeles auf das erste Masters des Jahres vorbereitet hatte: "Wir haben viel trainiert, ich war überrascht, wie unglaublich gut er noch immer spielt."
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