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French Open: Grönefeld und Becker stolpern in Runde eins

zuletzt aktualisiert: 29.05.2007 - 15:39

Paris (RPO). Anna-Lena Grönefeld kommt im Jahr 2007 einfach nicht in Form. Die Nordhornerin unterlag bei den French Open in Paris gleich zum Auftakt der Französin Mathilde Johansson mit 5:7, 4:6. In ihrem 13. Match auf der Tour 2007 war es die neunte Erstrundenniederlage für Grönefeld.

Anna-Lena Grönefeld sucht weiterhin ihre Form.  Foto: AP, AP
Anna-Lena Grönefeld sucht weiterhin ihre Form. Foto: AP, AP

Ebenfalls ausgeschieden ist die Kielerin Angelique Kerber, die bei ihrer Paris-Premiere mit 3:6, 2:6 an Jelena Dementjewa aus Russland scheiterte. Allerdings war die 19-Jährige auch als krasse Außenseiterin in ihr Match gegangen.

Auch bei den Herrren gab es keinen Grund zum Jubeln: Benjamin Becker unterlag in der ersten Runde dem Franzosen Mathieu Montcourt glatt mit 3:6, 1:6, 3:6. Nach Plan verlief der Auftakt für den Weltranglistenersten Roger Federer. Der Schweizer setzte sich mit 6:4, 6:2, 6:4 gegen Michael Russell aus den USA durch.

Die Partie war nach den Regenfällen der ersten beiden Turniertage über zwei Tage gespielt worden. Überhaupt waren Sonntag und Montag nur 14 Spiele zu Ende gegangen, so dass die Organisatoren die Mammutzahl von 82 Matches für Dienstag angesetzt hatten.

Von den insgesamt neun gestarteten deutschen Profis sind damit bereits vier ausgeschieden. Am Montag hatte sich Sandra Klösel (München) gegen die Chinesin Li Na verabschiedet.

"Der Berg spitzt sich zu. Viel schlimmer kann es nicht mehr werden", sagte die 21-Jährige. Es war derselbe Ort und dasselbe Turnier, doch für Anna-Lena Grönefeld war bei der Rückkehr nach Paris alles anders: Im vergangenen Jahr war sie beim bedeutendsten Sandplatzturnier der Welt unter dem Drill ihres umstrittenen Trainers Rafael Font de Mora noch erstmals ins Viertelfinale eines Grand Slams gestürmt, der Sprung in die Top Ten schien nur eine Frage der Zeit.

Doch nur wenige Monate später folgte bei den US Open die Trennung und es entwickelte sich eine Auseinandersetzung, die bis heute anhält - und Grönfeld sichtlich belastet.

"Ich habe wenig Selbstvertrauen derzeit. Momentan ist alles nicht so einfach. Ich muss einfach versuchen, auf dem Platz nur an Tennis zu denken", sagt Grönefeld.

14 Doppelfehler bei Grönefeld

Gegen Johansson gelang ihr das nicht wirklich: Gleich 14 Doppelfehler produzierte die Blondine und brachte ihre Gegnerin mit leichten Fehlern immer wieder zurück ins Spiel. "Ich habe das Match selber entschieden. Immer wenn ich vorne war, habe ich ihr wieder eine Chance gegeben", so Grönefeld.

Als dann auch noch Font de Mora in Johanssons Lager auf der Tribüne Platz nahm, sei es mit der Konzentration ohnehin vorbei gewesen. Grönefeld: "Wenn er sich demonstrativ in die zweite Reihe zur Gegnerin setzt, dann hilft das nicht gerade." An eine neuerliche Turnierpause hat Grönefeld, die in diesem Jahr erst zwei Matches auf der WTA-Tour gewonnen hat, aber noch nicht gedacht.

Immerhin habe sie in Saarbrücken mit ihrem neuen Trainer Dirk Dier ein gutes Umfeld gefunden. "Ich bin jetzt glücklich da, wo ich bin. Ich habe mehrere Leute um mich und bin nicht mehr so isoliert", sagt Grönefeld, die die vergangenen Jahre an Font de Moras Akademie in Arizona verbracht hatte. Dort zählte nur der Sport, jetzt "habe ich gelernt, wie es ist, anders glücklich zu sein", sagt Grönefeld.

Stolz macht sie der starke Auftritt aus dem vergangenen Jahr trotz aller Differenzen mit dem früheren Coach, mit dem es vor allem noch um vertragliche Streitigkeiten geht, aber immer noch. "Ich war es ja, die auf dem Platz stand. Ich habe gespielt", sagt Grönefeld.


77. French Open in Paris (15,3 Millionen Euro), 3. Tag:

Herren, 1. Runde:
Mathieu Montcourt (Frankreich) - Benjamin Becker (Orscholz) 6:3, 6:1, 6:3, Roger Federer (Schweiz/Nr. 1) - Michael Russell (USA) 6:4, 6:2, 6:4, Igor Andrejew (Russland) - Andy Roddick (USA/Nr. 3) 3:6, 6:4, 6:3, 6:4, Ivan Ljubicic (Kroatien/Nr. 7) - Arnaud Clement (Frankreich) 6:1, 7:5, 7:6 (7:2), Tommy Robredo (Spanien/Nr. 9) - Sergio Roitman (Argentinien) 6:3, 6:4, 6:2, Richard Gasquet (Frankreich/Nr. 11) - Nicolas Mahut (Frankreich) 6:3, 6:2, 6:2, Michail Juschni (Russland/Nr. 13) - Jan Hernych (Tschechien) kampflos Juschni, Lleyton Hewitt (Australien/Nr. 14) - Max Mirnji (Weißrussland) 6:3, 6:1, 6:3, David Nalbandian (Argentinien/Nr. 15) - Lee Hyung-Taik (Südkorea) 6:2, 6:1, 3:6, 6:3, Marcos Baghdatis (Zypern/Nr. 16) - Sebastien Grosjean (Frankreich) 6:3, 6:2, 6:4, Juan Carlos Ferrero (Spanien/Nr. 17) - Amer Delic (USA) 6:7 (2:7), 6:3, 6:3, 6:4, Juan Ignacio Chela (Argentinien/Nr. 18) - Fabrice Santoro (Frankreich) 6:0, 6:3, 6:3, Guillermo Canas (Argentinien/Nr. 19) - Victor Hanescu (Rumänien) 6:3, 6:1, 6:4, Dmitri Tursunow (Russland/Nr. 21) - Alessio Di Mauro (Italien) 6:3, 6:4, 3:6, 6:3, Albert Montanes (Spanien) - Robin Söderling (Schweden/Nr. 25) 7:6 (7:4), 4: 1-Aufgabe Söderling, Filippo Volandri (Italien/Nr. 29) - Paul Capdeville (Chile) 6:3, 7:5, 6:3, Nicolas Almagro (Spanien/Nr. 32) - Justin Gimelstob (USA) 6:4, 6:4, 6:4, Thierry Ascione (Frankreich) - Marin Cilic (Tschechien) 6:2, 6:2, 6:1, Simon Bolelli (Italien) - Martin Verkerk (Niederlande) 6:1, 6:4, 6:4, Nicolas Lapentti (Ecuador) - Alexander Peya (Österreich) 6:1, 6:4, 2:1-Aufgabe Peya, Konstantinos Economidis (Griechenland) - Chris Guccione (Australien) 6:7 (6:8), 6:4, 6:4, 6:1, Jürgen Melzer (Österreich) - Jose Acasuso (Argentinien) 6:4, 7:5, 6:4, Juan Monaco (Argentinien) - Fabio Fognini (Italien) 3:6, 2:6, 6:1, 6:2, 6:4, Stanislas Wawrinka (Schweiz) - Ruben Ramirez Hidalgo (Spanien) 0:6, 5:7, 6:2, 7:5, 6:4, Stefan Koubek (Österreich) - Christophe Rochus (Belgien) 6:7 (7:9), 7:6 (7:1), 6:4, 1:2-Aufgabe Rochus, Martin Vassallo Arguello (Argentinien) - Alejandro Falla (Kolumbien) 6:3, 6:3, 6:7 (3:7), 7:6 (7:4), Werner Eschauer (Österreich) - Alexandre Sidorenko (Frankeich) 6:3, 3:6, 6:3, 5:4-Aufgabe Sidorenko, Kristof Vliegen (Belgien) - Danai Udomchoke (Thailand) 6:2, 6:4, 6:3, Edouard Roger-Vasselin (Frankreich) - Marcos Daniel (Brasilien) 6:1, 4:1-Aufgabe Daniel, Michael Llodra (Frankreich) - Nicolas Devilder (Frankreich) 6:4, 6:3, 6:3, Olivier Patience (Frankreich) - Jonathan Eysseric (Frankreich) 6:1, 3:6, 6:2, 6:4, Gael Monfils (Frankreich) - Olivier Rochus (Belgien) 4:6, 6:4, 6:2, 3:6, 6:1, Fernando Verdasco (Spanien) - Jerome Haehnel (Frankreich) 4:6, 6:2, 6:2, 6:0

Damen, 1. Runde:
Andrea Petkovic (Darmstadt) - Jarmila Gajdosova (Slowakei) 4:6, 6:3, 6:3, Jelena Dementjewa (Russland/Nr. 13) - Angelique Kerber (Kiel) 6:3, 6:2, Mathilde Johansson (Frankreich) - Anna-Lena Grönefeld (Nordhorn) 7:5, 6:4, Jelena Jankovic (Serbien/Nr. 4) - Stephanie Foretz (Frankreich) 6:2, 6:2, Nicole Vaidisova (Tschechien/Nr. 6) - Emmanuelle Gagliardi (Schweiz) 6:4, 6:3, Kveta Peschke (Tschechien) - Nadia Petrowa (Russland/Nr. 11) 7:5, 5:7, 6:0, Marion Bastoli (Frankreich/Nr. 18) - Aravane Rezai (Frankreich) 6:2, 6:4, Sybille Bammer (Österreich/Nr. 20) - Roberta Vinci (Italien) 6:4, 6:4, Francesca Schiavone (Italien/Nr. 23) - Yvonne Meusburger (Österreich) 6:2, 6:4, Mara Santangelo (Italien/Nr. 28) - Agnieszka Radwanska (Polen) 6:1, 6:4, Nuria Llagostera Vives (Spanien) - Anna Smashnova (Israel) 6:2, 7:5, Maria Kirilenko (Russland) - Elena Camerin (Italien) 6:3, 6:0, Akgul Amanmuradowa (Usbekistan) - Vania King (USA) 7:6 (7:5), 4:6, 6:3, Stephanie Cohen-Aloro (Frankreich) - Anastassia Jakimowa (Weißrussland) 7:6 (7:3), 6:1, Pauline Parmentier (Frankreich) - Marija Korytzewa (Ukraine) 6:4, 3:6, 7:5, Shenay Perry (USA) - Olivia Sanchez (Frankreich) 6:3, 4:6, 6:3, Timean Bacsinszky (Schweiz) - Zheng Jie (China) 7:6 (7:3), 6:0, Tamarine Tanasugarn (Thailand) - Casey Dell'Acqua (Australien) 6:3, 4:6, 6:4, Milagros Sequera (Venezuela) - Virginie Razzano (Frankreich) 5:7, 6:3, 9:7, Olga Sawtschuk (Ukraine) - Jaroslawa Schwedowa (Russland) 7:5, 7:5, Tzipora Oblizer (Israel) - Melinda Czink (Ungarn) 6:3, 6:4, Catalina Castano (Kolumbien) - Emma Laine (Finnland) 1:6, 7:5, 6:4

Quelle: sid

 
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