ATP-Turnier in Memphis: Haas im Endspiel gegen Roddick
zuletzt aktualisiert: 25.02.2007 - 11:43Memphis (RPO). Beim ATP-Turnier in Memphis hat Titelverteidiger Tommy Haas erneut das Endspiel erreicht. Im Halbfinale besiegte der an Nummer zwei gesetzte Deutsche Mardy Fish souverän mit 6:3, 6:4. Im Finale kommt es nun zum Duell gegen Andy Roddick.
Dann kämpfen der Titelverteidiger und der an Nummer eins gesetzte US-Star um die Siegprämie in Höhe von 128.000 Dollar. Wenige Stunden nach Haas' 6:3, 6:4-Halbfinalsieg gegen US-Profi Mardy Fish sicherte sich Roddick das Endspiel-Ticket durch einen 6:3, 7:6 (7: 4) über den Schotten Andy Murray, gegen den er vor einer Woche im Halbfinale von San Jose gescheitert war.
Gegen Roddick trat Haas bislang insgesamt achtmal an und gewann fünfmal. "Normalerweise war es bei unseren Spielen immer so, dass der Aufschlag von Andy den Ausschlag gab. Wenn sein Service gut kommt, ist er ein harter Konkurrent", sagte Haas, der das Turnier im US-Bundesstaat Tennessee vor 2006 auch schon 1999 gewann.
Roddick zeigt angesichts der derzeit glänzenden Form seines Kontrahenten viel Respekt. "Tommy ist sehr stark. Er hat in dieser Woche definitiv besser und konstanter gespielt als ich", sagte Roddick, der erstmals seit den US Open 2006 wieder ein ATP-Finale erreichte. Der von US-Idol Jimmy Connors trainierte Memphis-Sieger von 2002 hatte im August vergangenen Jahres in Cincinnati letztmals ein ATP-Turnier gewonnen.
Für Haas steht das Gastspiel in Memphis unter einem glänzenden Stern. Im gesamten Turnier gab der gebürtige Hamburger mit Wohnsitz in Florida keinmal seinen Aufschlag ab. "So etwas passiert nicht oft. Ich weiß nicht, ob mir das vorher jemals gelungen ist", sagte Haas, der bei seinen letzten fünf Finalteilnahmen jeweils auch den ATP-Titel gewann.
Mit seinem Halbfinalerfolg in nur 70 Minuten gegen Fish schraubte der deutsche Daviscupspieler seine Matchbilanz 2007 auf neun Siege bei zwei Niederlagen. "Es ist ein tolles Gefühl, wieder in einem Finale zu stehen", sagte Haas, der den elften Turniersieg seiner Karriere anpeilt.
Dagegen verabschiedete sich Daviscup-Neuling Benjamin Becker, der im Viertelfinale an Roddick gescheitert war, endgültig. Der Saarländer verlor an der Seite des Russen Igor Kunizyn im Halbfinale des Doppels 1:6, 4:6 gegen die Österreicher Julian Knowle/Jürgen Melzer.
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