Niederlagen-Serie beendet: Julia Görges meldet sich zurück
VON SÂNYA REES - zuletzt aktualisiert: 10.08.2011 - 11:55Düsseldorf (RP). Julia Görges hat die Kurve bekommen. Die 22-jährige Tennisspielerin gewann ihre erste Begegnung beim WTA-Turnier in Toronto überraschend klar in zwei Sätzen (6:1, 6:3) gegen Jelena Jankovic. Und das, obwohl die vergangenen Wochen für Görges nicht besonders rosig ausgesehen hatten.
Nachdem sie in der dritten Runde in Wimbledon ausgeschieden war, musste sie drei Erstrunden-Pleiten nacheinander verarbeiten: im österreichischen Bad Gastein, in Stanford und in Carlsberg (beide in den USA). Nun der Befreiungsschlag. "Ich bin sehr glücklich. Dafür habe ich die letzten zwei Wochen sehr hart gearbeitet", kommentierte die Weltranglisten-20. ihren Erfolg. Es war im dritten Vergleich der erste Sieg für sie gegen die frühere Nummer eins.
Im Juni war sie mit ihrem Verein Grün-Weiß Ratingen von der zweiten in die erste Liga aufgestiegen. Beim 7:2 gegen Luitpoldpark München hatte sie im Einzel und Doppel gewonnen. Sportwart Daniel Meier hat die deutsche Nummer zwei wie die Nummer eins, Andrea Petkovic, nach Ratingen geholt. Er weiß, dass man sich nach Rasenplatz-Turnieren wie in Wimbledon erst auf Hartplätze in Nordamerika einstellen muss und erklärt Görges' Niederlagen vor der Veranstaltung in Toronto so: "Man braucht ein paar Spiele, um ein Gefühl für die Bälle auf dem Hartplatz zu bekommen."
Bodenständige Teamplayerin
Im April hatte Görges überraschend das Finale des WTA-Turniers in Stuttgart gegen die Nummer eins der Welt, Caroline Wozniacki, mit 7:6, 6:3 gewonnen, doch sie sei auch nach diesem Erfolg bodenständig geblieben, versichert Meier. "Sie ist schon sehr nett und kommt immer gut mit ihren Teamkolleginnen aus."
Ihre nächste Gegnerin in Toronto wird entweder die spielstarke Amerikanerin Serena Williams oder die Ukrainerin Alona Bondarenko sein. "Wie ich das Spiel gegen Jelena gestaltet und gespielt habe, gibt mir viel Selbstvertrauen für die nächste Runde", sagt Görges. Und Meier meint: "Wenn sie gut spielt, kann sie es immer schaffen. Sie hat einen sehr schnellen Aufschlag, was auf Hartplätzen immer von Vorteil ist."
Das soll ihr auch in Runde zwei helfen, doch Görges hat sicher auch schon das nächste große Turnier im Hinterkopf: Für die US-Open, die in drei Wochen beginnen, kann der Erstrunden-Sieg in Toronto positive Auswirkungen haben. Denn dort wird auch auf Hartplätzen gespielt – und auf diesem Untergrund scheint sich Julia Görges nun eingespielt zu haben.
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