Tennis in Stuttgart: Julia Görges verpasst Coup gegen Henin
zuletzt aktualisiert: 28.04.2010 - 20:20Stuttgart (RPO). Julia Görges hat beim WTA-Turnier in Stuttgart einen Coup verpasst und ist als letzte deutsche Starterin ausgeschieden. Die mit einer Wildcard ins Hauptfeld gerutschte Fed-Cup-Spielerin aus Bad Oldesloe unterlag in ihrem Auftaktmatch der früheren Weltranglistenersten Justine Henin (Belgien) mit 6:7 (3:7), 1:6 und verfehlte das Achtelfinale.
Die 21-jährige Görges vergab im ersten Durchgang beim Stand von 6:5 gleich drei Satzbälle hintereinander. Im Anschluss machte Australian-Open-Finalistin Henin trotz eines gebrochenen kleinen Fingers an der linken Hand kurzen Prozess und verwandelte nach 83 Minuten ihren ersten Matchball.
Drei Tage nach ihrer Einzelniederlage im Fed-Cup-Relegationsspiel gegen Frankreich (2:3) bestach Görges im ersten Satz durch einen starken Aufschlag und sichere Grundlinienschläge. Ein Break zum 6:5 konnte die Weltranglisten-73. aber nicht zu ihren Gunsten nutzen.
Die Darmstädterin Andrea Petkovic hatte am Abend zuvor knapp in drei Sätzen gegen die Ungarin Agnes Szavay (3:6, 6:2, 5:7) verloren. Damit steht beim mit 700.000 Dollar dotierten Sandplatz-Hallenturnier keine deutsche Spielerin im Achtelfinale.
Als erste und bislang einzige Spielerin hatte am Mittwoch die Israelin Shahar Peer durch ein 6:3, 6:7 (4:7), 6:2 gegen Agnieszka Radwanska (Polen) das Viertelfinale erreicht. Keine Mühe hatte die an Nummer vier gesetzte Jelena Jankovic (Serbien) beim 6:2, 6:2 in ihrem Auftaktmatch gegen die Argentinierin Gisela Dulko. Auch Victoria Azarenka (Weißrussland) gab sich beim 6:1, 6:4 gegen die Italienerin Flavia Pennetta keine Blöße und erreichte sicher das Achtelfinale.
Henin hat unterdessen knapp vier Monate nach ihrem Comeback den ihr noch fehlenden Wimbledon-Titel ins Visier genommen. "Ich will wieder bei den großen Turnieren triumphieren. Vor allem in Wimbledon. Aber was mich vor allem antreibt, ist die Frage, ob ich es schaffe, wieder so gut werden zu können wie zuvor", sagte die 27-jährige Henin im Gespräch mit der Stuttgarter Zeitung.
Henin war im Mai 2008 völlig überraschend zurückgetreten. "Danach bin ich erst einmal nach Griechenland geflogen. Zwei Monate bin ich dort geblieben und habe viel über mich nachgedacht", berichtete Henin, die auch als belgische UNICEF-Botschafterin unterwegs war: "Ich war unter anderem im Kongo und in Kambodscha. Es waren Begegnungen mit Kindern und Menschen, die ich mein Leben lang nicht vergessen werde. Diese Reisen haben mir unglaublich viel gegeben."
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







