Tennis in Berlin: Keine deutsche Viertelfinalistin seit 2001
zuletzt aktualisiert: 10.05.2007 - 17:08Berlin (RPO). Die German Open in Berlin müssen im Viertelfinale auch im sechsten Jahr in Folge ohne deutsche Tennisspielerin auskommen. Martina Müller aus Hannover verlor die wegen starker Regenfälle mehrere Stunden unterbrochene Achtelfinal-Begegnung mit der an Nummer drei gesetzten Russin Swetlana Kusnezowa 3:6, 2:6 und schied als siebte und letzte Starterin des Deutschen Tennis Bundes aus.
2001 stand in Miriam Schnitzer (Ingolstadt) letztmals eine deutsche Spielerin beim "Heimspiel" in der Runde der letzten Acht.
"Dafür, dass ich lange überlegt habe, ob ich überhaupt herkomme, war es eine gute Woche", bilanzierte Müller zufrieden: "Gegen so eine Spielerin bekommst du keine zweiten Chancen. Du musst die ersten nutzen. Das ist mir zu selten gelungen." Unbeeindruckt zeigte sich die 24-Jährige, die im vierten Aufeinandertreffen zum vierten Mal gegen Kusnezowa verlor, vom Wetter: "In Wimbledon ist es schlimmer."
Zwei Tage nach ihrer Abrechnung mit dem DTB wegen ihrer Streichung aus dem A-Kader konnte der Rechtshänderin, die in der Weltrangliste als Nummer 39 derzeit beste Deutsche ist, auch Tiefdruckgebiet Ewald mit seinen ergiebigen Regenfällen nicht helfen. Nach der mehrstündigen Pause beim Stand von 3:6, 1:2 gelang ihr zwar noch einmal ein Break gegen Kusnezowa, doch zu einer Wende reichte es nicht mehr.
In aller Öffentlichkeit hatte Müller am Dienstag kritisiert, dass sie vom DTB keine Einladung für den Fedcup bekommen hatte und Spielerinnen wie Anna-Lena Grönefeld (Nordhorn) mehr Geld vom Verband erhalten würden.
Das Regenchaos führte am Donnerstag zu erheblichen Verschiebungen im Zeitplan des Turniers. Nur mittags und am Abend konnte Spiele stattfinden. In den Regenpausen bildeten sich auf den Plätzen teilweise tiefe Pfützen.
In diesem Durcheinander kam das Aus für die frühere Berlin-Siegerin Martina Hingis, die das Schweizer Duell gegen Patty Schnyder 4:6, 0:6 verlor. Ins Viertelfinale zogen neben Schnyder und Kusnezowa Titelverteidigerin Nadia Petrowa (6:3, 6:3 gegen Jelena Dementjewa/beide Russland), die Russin Dinara Safina (3:6, 6: 3, 6:2 gegen Lucie Safarova/Tschechien) sowie die Serbinnen Ana Ivanovic und Jelena Jankovic ein. Beide profitierten von Aufgaben ihrer Kontrahentinnen - Ivanovic gegen die Ukrainerin Alona Bondarenko und Ivanovic gegen die Chinesin Peng Shuai.
WTA-Turnier in Berlin (1,34 Mio. Dollar):
Achtelfinale:
Swetlana Kusnezowa (Russland/Nr. 3) - Martina Müller (Hannover) 6:3, 6:2, Nadia Petrowa (Russland/Nr. 7) - Elena Dementjewa (Russland/Nr. 10) 6:3, 6:3, Ana Ivanovic (Serbien/Nr. 12) - Alona Bondarenko (Ukraine) 6:3, 5:0, Aufgabe Bondarenko
WTA-Turnier in Prag (145.000 Dollar):
Achtelfinale:
Victoria Azarenka (Bulgarien) - Nathalie Dechy (Frankreich/Nr. 5) 7:6 (7:3), 6:1, Akiko Morigami (Japan/Nr. 6) - Milagros Sequera (Venezuela) 6:1, 6:3, Camille Pin (Frankreich) - Yvonne Meusburger (Österreich) 6:4, 6:4, Dominika Cibulkova (Slowakei) - Andrea Hlavackova (Tschechien) 6:1, 6:3
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