München: Kohlschreiber im Halbfinale - Waske scheitert
zuletzt aktualisiert: 04.05.2007 - 18:50München (RPO). Philipp Kohlschreiber hat beim ATP-Turnier in München für eine Überraschung gesorgt. Dank einer überragenden Vorstellung gegen den Franzosen Sebastien Grosjean steht der Augsburger im Halbfinale. Kohlschreiber setzte sich in der Runde der letzten Acht 6:4, 7:6 (7:5) gegen Grosjean durch, der in Runde eins Tommy Haas ausgeschaltet hatte.
Für den Daviscuspieler war es im vierten Versuch der erste Sieg in einem Viertelfinale. Nach 90 Minuten saß der erste Matchball. Zuvor hatte der Rechtshänder allerdings im zweiten Satz schon mit zwei Breaks und 4:1 in Führung gelegen.
"Ich bin meinem Wunsch, ins Finale zu kommen, wieder einen Schritt näher gekommen, und ich wünsche mir mal einen Turniersieg", sagte er kess nach dem bislang größten Erfolg seinen Karriere.
Auf dem vollbesetzten Center Court der Anlage des MTTC Iphitos zeigte Kohlschreiber über weite Strecken erneut eine beeindruckende Leistung und bezwang den Franzosen Sebastien Grosjean, der in der ersten Runde Tommy Haas ausgeschaltet hatte, mit 6:4, 7:6 (7:5). Für den Daviscuspieler war es im vierten Versuch der erste Sieg in einem Viertelfinale. Nach 90 Minuten saß der erste Matchball. Zuvor hatte der Rechtshänder allerdings im zweiten Satz schon mit zwei Breaks und 4:1 in Führung gelegen.
Waske liefert harten Kampf
In der Vorschlussrunde am Samstag trifft Kohlschreiber nun auf den Zyprer Marcos Baghdatis: Der Finalist der Australian Open von 2006 hatte gegen den unbekümmerten Alexander Waske (Frankfurt/Main) seine liebe Müh und Not und setzte sich erst nach hartem Kampf und mit einigen unsportlichen Mätzchen mit 2:6, 7:6 (7:5), 6:4 gegen den deutschen Daviscup-Spieler durch.
Wie nach seinem souveränen Zweisatzerfolg gegen den an Nummer fünf gesetzten Jarkko Nieminen (Finnland) versicherte Kohlschreiber allerdings: "Ich bin gut drauf, ich brauche mich vor niemandem verstecken. Und auf Sand fühle ich mich pudelwohl."
Gegen Grosjean, der in der Weltrangliste neun Ränge hinter ihm steht, trat der auf Position 49 geführte Kohlschreiber wie schon in den Partien zuvor mit großem Selbstbewusstsein an. "Ich versuche ihn wegzuhauen", hatte er angekündigt, und ließ den kessen Worten entsprechende Taten folgen: Nach einem Break zum 4:2 gewann der Rechtshänder den ersten Satz nach 32 Minuten, im zweiten machte er es dann aber ohne Not noch einmal spannend.
Wie schon gegen Nieminen geriet Kohlschreiber auch diesmal ins Wackeln. Nach seinem zweiten Break zum 4:1 im zweiten Satz drehte Grosjean plötzlich auf. "Ich wurde unzufrieden, weil er auf einmal so unglaubliches Tennis gezeigt hat, ich habe auch ein, zwei dumme Fehler gemacht und war frustriert", sagte der Deutsche: "Aber zum Glück habe ich wieder ins Spiel gefunden." Im Tiebreak zeigte er sich dann nervenstark.
Möglicher Finalgegner von Kohlschreiber wäre Michael Juschni: Der an Nummer drei gesetzte Russe besiegte den Österreicher Jürgen Melzer 6:2, 7:6 (7:5). Juschni, Nummer 17 der Weltrangliste, trifft in der Runde der letzten Vier auf den an Nummer zwei gesetzten Tschechen Tomas Berdych, der Nicolas Devilder (Frankreich) 6:4, 6:0 besiegte.
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