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Tennis/US Open: Kumpel-Duell im Achtelfinale - Tommy Haas fordert Marat Safin

zuletzt aktualisiert: 05.09.2006 - 11:29

New York (rpo). In einem überaus spannenden Tennismatch hat Tommy Haas Nervenstärke bewiesen und das Achtelinale der US Open erreicht. In der dritten Runde musste der Deutsche gegen den US-Amerikaner Robby Ginepri aber über fünf Sätze gehen und entschied das Spiel im Tiebreak für sich. Jetzt geht es gegen Marat Safin.

Tommy Haas hält bei den US Open die deutsche Fahne hoch.  Foto: AP, AP
Tommy Haas hält bei den US Open die deutsche Fahne hoch. Foto: AP, AP

Tommy Haas hatte seinen Fünfsatzkrimi schnell verdaut und dachte schon an das Duell gegen seinen Kumpel Safin. Der gebürtige Hamburger setzte sich in einem Nervenspiel nach dreieinhalb Stunden mit 7:6 (7:1), 6:4, 3:6, 3:6, 7:6 (7:1) in der dritten Runde gegen Robby Ginepri (USA) durch und schaffte die erfolgreiche Revanche für die Pleite an gleicher Stelle 2005. "Wir hatten jetzt einige harte Matches. Aber ich bin glücklich, dass ich dran geblieben bin und gewonnen habe", sagte Haas. Der hoch gewettete Wahl-Amerikaner darf damit weiter vom großen Coup träumen.

Allerdings gaben sich auch die Favoriten am amerikanischen "Labor Day" keine Blöße. Neben Ex-Champion Roddick, der nun auf Lleyton Hewitt trifft, kam auch der Spanier Rafael Nadal ins Viertelfinale. Der große Konkurrent von Titelverteidiger Roger Federer bezwang Jiri Novak (Tschechien) 6:1, 7:6 (7:3), 6:4 und spielt jetzt gegen den Russen Michael Juschni. Federer musste zu seinem Achtelfinal-Match gegen den Franzosen Marc Gicquel erst Dienstag ran.

Dann sollte auch Tommy Haas auf den Court. Gegen Safin, US-Open-Sieger von 2000, hatte er seine letzte von vier Partien (2: 2) zwar schon 2002 gespielt und verloren, dennoch wusste er ziemlich genau, was auf ihn zukommt. "Wir haben im Sommer oft zusammen trainiert. Ich hatte ihn zu mir nach Florida eingeladen", berichtete Haas: "Er ist ein guter Kumpel und ich mag ihn sehr." Auf seiner wechselvollen Reise durch den Tenniszirkus ist der frühere Weltranglistenerste Safin derzeit auf zwar auf Rang 104 abgestürzt, aber in New York scheint er auf dem Weg zurück.

Zudem kann Safin auf familiäre Unterstützung bauen. Seine jüngere Schwester Dinara Safina erreichte mit einem 6:0, 7:5 über Virginie Razzano (Frankreich) zum zweiten Mal nach den French Open das Viertelfinale eines Grand Slams. Dort trifft sie auf die Weltranglistenerste Amelie Mauresmo aus Frankreich, die sich im Topmatch des Achtelfinals mit 6:4, 0:6, 6:2 gegen Ex-Champion Serena Williams (USA) durchsetzte.

Zu einem Duell der früheren New-York-Siegerinnen sollte es ebenfalls bereits am Dienstag in der Partie Justine Henin-Hardenne (Belgien) gegen Lindsay Davenport (USA) kommen. Henin-Hardenne hatte bei ihrem 6:1, 6:0-Achtelfinalerfolg über Shahar Peer (Israel) keinerlei Probleme. Davenport setzte sich mit 6:4, 6:4 gegen Patty Schnyder (Schweiz) durch. Für die letzten Spiele in der Runde der letzten Acht am Mittwoch qualifizierten sich Mitfavoritin Maria Scharapowa (Russland) gegen die Französin Tatiana Golovin sowie Jelena Jankovic (Serbien) gegen Jelena Dementiewa (Russland).

Ergebnisse:

Tennis, 126. US Open in New York (18,5 Millionen Dollar):

Herren, 3. Runde:

Tommy Haas (Sarasota-USA/Nr. 14) - Robby Ginepri (USA/Nr. 18) 7:6 (7:1), 6:4, 3:6, 3:6, 7:6 (7:1)

Marat Safin (Russland) - Olivier Rochus (Belgien/Nr. 26) 6:3, 6:2, 6:3

Achtelfinale: Rafael Nadal (Spanien/Nr. 2) - Jiri Novak (Tschechien) 6:1, 7:6 (7:3), 6:4

Michail Juschni (Weißrussland) - Tommy Robredo (Spanien/Nr. 6) 6:2, 6:0, 6:1

Damen, Achtelfinale:

Justine Henin-Hardenne (Belgien/Nr. 2) - Shahar Peer (Israel/Nr. 21) 6:1, 6:0

Jelena Dementiewa (Russland/Nr. 4) - Aravane Rezai (Frankreich) 7:5, 6:4

elena Jankovic (Serbien/Nr. 19) - Swetlana Kusnezowa (Russland/Nr. 6) 6:7 (5:7), 6:3, 6:2

Lindsay Davenport (USA/Nr. 10) - Patty Schnyder (Schweiz/Nr. 7) 6:4, 6:4


 
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