Fed-Cup: Lisicki ist Deutschlands große Hoffnung
zuletzt aktualisiert: 24.04.2009 - 15:14Frankfurt/Main (RPO). Durch ihren ersten Sieg auf der WTA-Tour in Charleston hat Sabine Lisicki auf sich aufmerksam gemacht. Die neue deutsche Tennishoffnung soll das Fed-Cup Team nun in die Weltgruppe I zurückführen. Sechs Tage nach ihrem sensationellen Turniersieg bestreitet Lisicki das Eröffungseinzel im Play-off-Duell mit China in Frankfurt gegen Zheng Jie - und will Teamchefin Barbara Rittner zu deren 36. Geburtstag unbedingt mit einem Sieg beschenken.
"Ich fühle mich gut und freue mich, für Deutschland zu spielen. Allerdings merke ich die Zeitverschiebung von sechs Stunden noch, nachdem ich erst am Mittwoch aus Amerika angekommen bin", erklärte die Weltranglisten-43. vor der Partie gegen die letztjährige Wimbledon-Halbfinalistin Zheng Jie am Samstag (12 Uhr). Beide haben noch nie gegeneinander gespielt. "Sabine ist eine junge Spielerin, die sehr aggressiv spielt. Sie ist sehr gefährlich", warnte Zheng (Weltranglisten-16.).
Im Anschluss an den ersten Heimauftritt von Lisicki im Fed Cup stehen sich in der zweiten Partie dann die Weltranglisten-57. Anna-Lena Grönefeld (Nordhorn) und Peng Shuai (Position 33) gegenüber. Im direkten Vergleich führt Grönefeld gegen die vorhandstarke Chinesin mit 2:0 und ist auch deshalb optimistisch.
"Ich habe gut Chancen und ein gutes Gefühl. Sand liegt mir eben", meinte Grönefeld, die als deutsche Nummer eins ins Rennen geht, obwohl sie in der aktuellen Weltrangliste hinter Lisicki steht. Der Grund: Am Tag der offiziellen Nominierung war die 22-jährige Grönefeld noch vor der Charleston-Siegerin platziert.
Barrois und Malek im Doppel
Am Sonntag spielen zunächst Grönefeld und Zheng Jie gegeneinander, ehe Lisicki und Peng Shuai das vierte Einzel bestreiten. Für das Doppel nominierte Rittner Kristina Barrois (Stuttgart) und Tatjana Malek (Bad Saulgau). Die Gäste stellten Lu Jing Jing und Sun Tian Tian auf.
Rittner ("Am schönsten wäre eine 2:0-Führung nach dem ersten Tag") beschwor indes noch einmal den Teamgeist von Zürich. Im Februar hatte sich die DTB-Equipe, die sich am Freitagabend mit italienischem Essen auf die Asiatinnen einstimmte, durch einen 3:2-Erfolg in der Schweiz die Chancen auf die Rückkehr in die Eliteliga der besten acht Mannschaften erspielt.
"Es ist unsere große Stärke, dass wir als Team dastehen", betonte die Leverkusenerin, die Lisicki keine Ausnahmestellung einräumt. Rittner: "Natürlich gibt der Erfolg von Sabine den anderen Mädels einen Schub, aber wir sind eine Mannschaft. Jeder ist wichtig."
Zuletzt hatten sich beide Teams in den Play-offs 2006 gegenübergestanden. In Peking gewannen damals die Gastgeberinnen klar mit 4:1. Der Gewinner des Vergleichs in Frankfurt wird 2010 in der Weltgruppe I antreten, der Verlierer muss im nächsten Jahr in der Weltgruppe II spielen.
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