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21.897.501 US-Dollar: Davenport ist Preisgeld-Königin

zuletzt aktualisiert: 14.01.2008 - 12:55

Melbourne (RPO). 21.897.501 US-Dollar an Preisgeldern - das ist eine Marke. Keine Tennisspielerin hat mehr Prämien eingefahren als Lindsay Davenport. Durch den 6:2, 3:6, 7:5 Erfolg in der ersten Runde der Australian Open über die Italienerin Sara Errani hat die US-Amerikanerin am Montag den Rekord von Steffi Graf übertroffen.

Lindsay Davenport ist die Preisgeld-Königin.  Foto: KEYSTONE, AP
Lindsay Davenport ist die Preisgeld-Königin. Foto: KEYSTONE, AP

Die offizielle Ankündigung nahm die 31-Jährige unbewegt zur Kenntnis. Ihr wirklich wichtiger neuer Reichtum ist sieben Monate alt und heißt Jagger - ihr Sohn, der am 10. Juni 2007 zur Welt kam.

"Mein Leben ist jetzt so viel besser, schöner und so viel erfüllter", erklärte die dreimalige Grand-Slam-Siegerin. Da stört es auch nicht, dass der Kleine in der Nacht vor dem Match gegen Errani um 5.00 Uhr weinend aufwachte und die Mutter um den wichtigen Schlaf brachte. "Das gehört nun einmal dazu", sagt sie: "Ich musste ja nicht so früh spielen."

Den Kinderwagen schiebt sie in Melbourne in den Spielerbereich, die Tennistasche auf dem Rücken, bereit zum Training. Während der Matches passt Ehemann Jon Leach, ein Investmentbanker, auf Jagger auf. Ein Kindermädchen reist als Vollzeit-Angestellte mit um die Welt. Alles ist gut organisiert, Mutti Lindsay kann ihren sportlichen Träumen folgen. Bis zu den US Open im September will sie auf jeden Fall spielen und am liebsten bei Olympia in Peking ihrer Goldmedaille von 1996 weiteres Edelmetall zufügen.

Schon am Mittwoch wird man sehen, wie gut Lindsay Davenport wirklich wieder ist, dann trifft sie im attraktivsten Match der zweiten Runde auf Vorjahresfinalistin Maria Scharapowa: "Es wird interessant, ich muss aber sicherlich riskanter spielen und den Ball besser treffen."

Im Match gegen Errani, die Nummer 65 der Weltrangliste, hatte sie noch einige Schwierigkeiten. Es sei ihr schlechtestes Spiel seit dem Comeback gewesen. "Der Wind war eklig, sie hat sehr gut gespielt, und ich war viel nervöser als ich es selbst erwartet hätte", erzählte Davenport: "Das war hier alles schon etwas ganz Besonderes für mich, das erste Grand-Slam-Turnier nach dem Comeback. Ein Stadion, von dem ich geglaubt hatte, dass ich es nie wieder sehe."

Sechs Wochen nach der Geburt spielte sie erstmals wieder Doppel, bereits im September stand sie bei einem Turnier der vierten Kategorie in Bali als Einzelspielerin wieder auf dem Platz - und gewann. Vier Turniere hat sie vor den Australian Open bestritten, drei gewonnen und dabei einen Matchrekord von 18:1 Siegen erreicht.

"Den Ball gut zu treffen und gutes Timing waren immer meine Stärken, das verliert man nicht", erklärt Davenport ihren schnellen Erfolg: "Am schwierigsten war es, wieder in einen regelmäßigen Trainingsrythmus zu kommen und wieder das ideale Gewicht zu erreichen." Zwei Kilo fehlen ihr nach eigenem Eingeständnis noch daran.

Die Geschwindigkeit aber, in der sie sich wieder in Form gebracht hat, nötigt der Konkurrenz großen Respekt ab. "Sie ist mein absolutes Vorbild", sagte Titelverteidigerin Serena Williams: "Ich würde sieben Monate nach der Geburt wahrscheinlich immer noch im Krankenhaus liegen und versuchen, über die Schmerzen hinwegzukommen."

Quelle: sid

 
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