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Australian Open in Melbourne: Federer setzt Siegesserie fort

zuletzt aktualisiert: 21.01.2008 - 13:23

Melbourne (RPO). Roger Federer steht im Viertelfinale der Australian Open in Melbourne. Der Titelverteidiger aus der Schweiz setzte sich gegen Tomas Berdych aus der Tschechischen Republik mit 6:4, 7:6 (9:7), 6:3 durch und steht damit zum 15. Mal in Folge unter den letzten Acht bei einem Grand-Slam-Turnier.

Roger Federer.  Foto: AFP, AFP
Roger Federer. Foto: AFP, AFP

Auch in seinem zwölften Anlauf ist derweil Lleyton Hewitt gescheitert. Der 26-Jährige aus Sydney unterlag im Achtelfinale Novak Djokovic aus Serbien mit 5:7, 3:6, 3:6 und bekam dabei beinahe brutal die Überlegenheit des 20 Jahre alten Weltranglisten-Dritten vorgeführt. "Er war heute einfach zu gut für mich", sagte der Australier, "er hat sich unglaublich verbessert."

Wie der Engländer Tim Henman in Wimbledon scheint sich Hewitt den großen Lebenstraum vom Triumph beim eigenen Grand-Slam-Turnier nicht mehr erfüllen zu können. Seit Mark Edmondson 1976 hat es in Australien keinen einheimischen Sieger mehr gegeben. "Ich bin jetzt natürlich sehr enttäuscht", sagte Hewitt, "für dieses Jahr ist der Traum wieder gestorben, keine Ahnung, was in Zukunft ist."

Djokovic hat mit seiner Leistung am Montag in der Rod Laver Arena seine Rolle als großer Herausforderer von Titelverteidiger Roger Federer untermauert. Der junge Belgrader blieb auch nach dem vierten Match ohne Satzverlust und macht aktuell von allen noch im Viertelfinale verbliebenen Spielern den stärksten Eindruck.

"Am Anfang war ich sehr nervös und habe etwas Glück gehabt", sagte Djokovic, "aber dann habe ich die Kontrolle übernommen. Dieses Turnier bedeutet mir sehr viel, ich bin hier sehr motiviert. " Nur ein Spiel ist das mögliche Halbfinale mit Federer noch entfernt, und der Kronprinz präsentiert sich in einer Form, die einen Sturz des Schweizers möglich scheinen lässt. Schon im Finale der US Open im September stand er dicht vor dem Sieg.

Djokovic trifft zuvor aber noch auf den Spanier David Ferrer, der sich gegen seinen Landsmann Juan Carlos Ferrero 7:5, 3:6, 6:4, 6:1 durchsetzte.

Blake stieß durch den 6:3, 6:4, 6:4-Erfolg über den Kroaten Marin Cilic erstmals außerhalb der US Open ins Viertelfinale eines Major-Turniers vor.

Hewitt hatte in der Nacht zum Sonntag bis 4:34 Uhr morgens auf dem Platz gestanden, ehe er in dem "spätesten" Match der Grand-Slam-Geschichte Marcos Baghdatis bezwingen konnte. "Lleyton war sicher sehr, sehr müde nach diesem Spiel", meinte Djokovic, "er hat viele Fehler gemacht, die ich nutzen konnte."

Der 20-Jährige war schneller, schlug härter, machte weniger Fehler und spielte einfach besser als der ehemalige Weltranglisten-Erste. Hewitt kämpfte zwar wie immer, angefeuert von den meisten der 15.000 Zuschauer, eine echte Chance aber hatte er nicht.

Bei den Frauen kommt es im Viertelfinale zur Begegnung zwischen der Weltranglisten-Dritten Ana Ivanovic (Serbien) und Venus Williams (USA). Ivanovic setzte sich mit 6:1, 7:6 (7:2) gegen die 17 Jahre alte Caroline Wozniacki durch. Williams bezwang die polnische Qulifikantin Marta Domachowska 6:4, 6:4. Das zweite Viertelfinale in der unteren Hälfte des Tableaus bestreiten Daniela Hantuchova (Slowakei) und die 18 Jahre alte Anna Radwanska (Polen).

Quelle: sid

 
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