128. US Open in New York: Die Schulter - bitteres Aus für Kohlschreiber
zuletzt aktualisiert: 29.08.2008 - 10:22New York (RPO). Für Philipp Kohlschreiber sind die 128. US Open in New York früh wieder vorbei. Der deutsche Daviscupspieler musste in Runde zwei beim Stand von 6:2, 3:6, 4:6, 0:3 gegen den Serben Viktor Troicki aufgeben. Die Sehnenentzündung in der Schulter hat zu stark geschmerzt.
Kohlschreiber, der damit ein Duell mit dem Weltranglisten-Ersten Rafael Nadal (Spanien) verpasste, hatte sich zuvor mehrfach auf dem Platz behandeln lassen. Schon die Olympischen Spiele in Peking hatte der Weltranglisten-26. wegen eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel abgesagt.
Ganz bittere Stunden erlebte auch die Weltranglisten-Erste Ana Ivanovic. Die Serbin verpasste als erste topgesetzte Spielerin in der Geschichte der US Open den Einzug in die dritte Runde. Die 20-Jährige musste sich der Qualifikantin und Grand-Slam-Debütantin Julie Coin (Frankreich) nach 1:57 Stunden mit 3:6, 6:4, 3:6 geschlagen geben. Damit steht fest, dass Ivanovic ihre Position als Nummer eins nach Ende des Turniers wieder verlieren wird.
"Ich bin gefrustet"
Neben Ivanovic gehörte auch Kohlschreiber zu den großen Verlierern des vierten Turniertages. "Ich bin schon ziemlich gefrustet darüber, wie es momentan immer läuft. Die Probleme mit dem Körper sind schon bitter. Immer, wenn man nach einer Verletzung wiederkommen will, kommt der nächste Rückschlag", klagte Kohlschreiber, der erst einmal ausgiebig Urlaub machen will.
Eine erste Saisonbilanz zog er nach dem Aus in Flushing Meadows dennoch. Kohlschreiber: "Spielerisch gab es in diesem Jahr weniger Höhen und Tiefen als gesundheitliche Rückschläge." Das Erreichen des Achtelfinals bei den Australian Open, der Turniersieg in Auckland sowie die Finalteilnahme in Halle/Westfalen waren für den Rechtshänder die Highlights 2008.
Kohlschreiber war bei den US Open bereits der dritte Deutsche, der vorzeitig aufgeben musste. Zuvor hatten Nicolas Kiefer (Hannover) und Rainer Schüttler (Korbach) ihre Erstrundenpartien wegen allgemeiner Erschöpfung beziehungsweise einer Stirnhöhlenentzündung nicht zu Ende bringen können.
Keine Blöße gab sich in Runde zwei der Weltranglisten-Erste Rafael Nadal. Der Spanier spielte beim 6:1, 6:2, 6:4 mit dem Qualifikanten Ryler De Heart (USA) Katz und Maus. Olympiasieger Nadal hat damit 40 seiner letzten 41 Spiele gewonnen. Zuvor war die an vier gesetzte Lokalmatadorin Serena Williams ihrer Favoritenrolle beim 6:1, 6:1 gegen Elena Wesnina (Russland) gerecht geworden.
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