US Open: Roddick gewinnt ganz besonderes Duell
zuletzt aktualisiert: 30.08.2008 - 21:13New York (RPO). US-Boy Andy Roddick darf weiter vom Gewinn der US Open träumen. Im Duell der Geburtstagskinder setzte sich der Weltranglisten-Achte in vier Sätzen (3:6, 7:5, 6:2, 7:5) gegen den Letten Ernests Gulbis durch. Schade aus deutscher Sicht: Als letzter der insgesamt neun gestarteten deutschen Männer war am Freitag Tommy Haas ausgeschieden.
Roddick verbrachte die ersten Stunden seines 26. Geburtstags auf dem Court des 23.700 Zuschauer fassenden Arthur-Ashe-Stadiums. Die Partie hatte wegen einer einstündigen Regenpause erst anderthalb Stunden vor Mitternacht begonnen. Zum Feiern war dem Weltranglisten-Achten aber zu Beginn nicht zu Mute. French-Open-Viertelfinalist Gulbis, der am Samstag 20 Jahre alte wurde, agierte zunächst fast fehlerfrei. Für die Wende sorgte der von den Fans lautstarke gefeierte Roddick, als er nach einem 4:5 Rückstand im zweiten Satz sechs Spiele in Folge gewann.
Nadal im Achtelfinale
Der Weltranglisten-Erste Rafael Nadal hat bei den US Open in New York ohne Satzverlust das Achtelfinale erreicht. Der spanische Olympiasieger besiegte den Serben Viktor Troicki in 1: 55 Stunden mit 6:4, 6:3, 6:0 und legte im Fernduell mit Titelverteidiger Roger Federer (Schweiz) vor. In der Runde der letzten 16 trifft der 22-jährige Nadal am Montag auf Sam Querrey. Der US-Amerikaner hatte überraschend den an Position 14 gesetzten Ivo Karlovic mit 7:6 (7:5), 7:6 (7:5), 6:2 bezwungen.
Nadal ist in New York bislang noch nie über das Viertelfinale (2006) hinausgekommen. Federer, der das Turnier in Flushing Meadows in den vergangenen vier Jahren gewonnen hat, spielt am Sonntag gegen Radek Stepanek (Tschechien) um den Einzug ins Achtelfinale. Der Schweizer wartet in diesem Jahr noch auf einen Erfolg bei einem Grand-Slam-Turnier.
Novak Djokovic eine Runde weiter
Australian-Open-Sieger Novak Djokovic aus Serbien überstand indes auch die zweite Runde ohne Satzverlust. Allerdings bot Qualifikant Robert Kendrick (USA) dem olympischen Bronzemedaillen-Gewinner beim 7:6 (8:6), 6:4, 6:4 lange Zeit Paroli. Dagegen ist der Traum von Marat Safin vom zweiten US-Open-Titel nach 2000 geplatzt. Der 28-jährige Russe unterlag dem in der Weltrangliste 29 Ränge besser platzierten Tommy Robredo (Spanien) mit 6:4, 6:7 (4:7), 4:6, 0:6.
Bei den Frauen ging das Favoritensterben weiter. Einen Tag nach der Weltranglisten-Ersten Ana Ivanovic (Serbien) schied auch die an Nummer drei gesetzte Russin Swetlana Kusnezowa aus. Die US-Open-Siegerin von 2004 und Vorjahresfinalistin verpasste den Sprung ins Achtelfinale durch ein 3:6, 7:6 (7:1), 3:6 gegen Katarina Srebotnik. Die Weltranglisten-28. aus Slowenin erreichte bei ihrer zehnten Turnierteilnahme zum ersten Mal die Runde der letzten 16.
Auch Lindsay Davenport muss packen
Dagegen musste sich Lokalmatadorin Lindsay Davenport 17 Jahre nach ihrem Debüt in Flushing Meadows vorzeitig verabschieden. Die 32 Jahre alte US-Amerikanerin und frühere Wimbledonsiegerin unterlag in ihrem Drittrunden-Match der Französin Marion Bartoli mit 1:6, 6:7 (3:7). Davenport, für die es voraussichtlich der letzte Auftritt in New York war, verpasste damit das mögliche "Duell der Mütter".
Bei einem Erfolg wäre sie im Achtelfinale auf die Österreicherin Sybille Bammer (6:3, 6:0 gegen Tatiana Perebiynis/Ukraine) getroffen, die eine siebenjährige Tochter hat. Davenport ist Mutter eines knapp 15-monatigen Sohnes namens Jagger.
Williams sicher im Achtelfinale
Venus Williams hat unterdessen im Eiltempo das Achtelfinale erreicht. Die 28 Jahre alte Wimbledonsiegerin besiegte zum Auftakt des sechsten Turniertages Alona Bondarenko (Ukraine) in 56 Minuten mit 6:2, 6:1.
Gegen Bondarenko hatte die Berlinerin Sabine Lisicki in der Runde zuvor in drei Sätzen verloren. Im Achtelfinale trifft die an sieben gesetzte Williams nun am Montag auf Agnieszka Radwanska (Polen) oder Dominika Cibulkova (Slowakei). Williams hatte das diesmal mit 20,6 Millionen Dollar dotierte letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres bereits zweimal (2000, 2001) gewonnen.
Aus dem Frauen-Feld hatten sich zuvor bereits zwei Topspielerinnen verabschiedet. Die Weltranglisten-Erste Ana Ivanovic (Serbien) war sensationell in der zweiten Runde gescheitert, die an drei gesetzte Vorjahresfinalistin Swetlana Kusnezowa (Russland) eine Runde später.
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