US Open: Zwei Matchbälle vergeben! Lisicki ist raus
zuletzt aktualisiert: 04.09.2009 - 07:40New York (RPO). Deutschlands beste Tennisspielerin Sabine Lisicki hat überraschend den Sprung in die dritte Runde der US Open in New York verpasst. Die 19-Jährige aus Berlin verlor gegen die Weltranglisten-139. Anastasia Rodionowa (Australien) mit 3:6, 6:3, 5:7.
Nach einem grandiosen Jahr erlebte die 19-Jährige aus Berlin, die sogar zwei Matchbälle vergab, zum Ende der Grand-Slam-Saison eine bittere Enttäuschung. Beim letzten Ballwechsel knickte Lisicki zu allem Überfluss um und musste minutenlang behandelt werden.
Mit einem Not-Aufschlag kassierte die an 23 gesetzte Lisicki insgesamt sechs Breaks und fabrizierte zehn Doppelfehler. Haarscharf hatte zuvor die 27-jährige Barrois eine der größten Sensationen der Turniergeschichte verpasst.
Erst nach 2:13 Stunden musste sich die Stuttgarterin mit 7:6 (7:5), 2:6, 3:6 der Weltranglistenersten Dinara Safina (Russland) geschlagen geben. "Das war eine große Chance, ich war so nah dran. Das ist sehr ärgerlich und frustrierend", erklärte die Fedcup-Spielerin, die im dritten Satz bereits mit 2:0 geführt hatte.
Wenige Minuten, nachdem die Weltranglisten-67. Barrois mit einem Doppelfehler ihre unglückliche Niederlage besiegelt hatte, verwandelte Haas nebenan auf dem Grandstand seinen ersten Matchball zum 6:4, 6:4, 7:6 (7:3) gegen Robert Kendrick (USA).
Der Wimbledon-Halbfinalist steht damit als erster Deutscher in der dritten Runde. Dort trifft der an Position 20 gesetzte Haas auf den Weltranglisten-Zehnten Fernando Verdasco (Spanien). "Da muss ich mir noch einiges einfallen lassen. Fernando ist sein sehr guter Spieler, der sich zuletzt enorm verbessert hat", sagte der 31-Jährige.
Haas, der bereits zum 13. Mal in Flushing Meadows an den Start geht, untermauerte durch den klaren Erfolg seine Ambitionen bei seinem Lieblingsturnier. "Die Open haben einen besonderen Stellenwert für mich. Ich bin immer gerne in New York und genieße die Atmosphäre. Ein wenig haben mich die Zuschauer adoptiert", sagte der Wahl-Amerikaner, der beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres seit 2004 dreimal das Viertelfinale erreicht hat.
Barrois indes verpasste den größten Erfolg ihrer Karriere im Big Apple nur knapp - und haderte nachher mit einer Roger-Federer-Fankappe auf dem Kopf mit der vergebenen Chance. "Klar denkt man während des Spiels, dass man sie packen kann. Aber am Ende hat Safina gezeigt, dass sie zu Recht die Nummer eins ist", sagte Barrois über die Russin, der 15 Doppelfehler unterliefen. Safina muss sich seit Monaten sagen lassen, sie sei nicht die wahre Nummer eins, weil sie noch kein Grand-Slam-Turnier gewonnen habe.
Die Vorentscheidung fiel, als Barrois im dritten Satz ein Break zum 3:4 hinnehmen musste. Erst einmal in der Geschichte der US Open hat die topgesetzte Spielerin nicht die dritte Runde erreicht: Im vergangenen Jahr war die damalige Weltranglistenerste Ana Ivanovic (Serbien) vorzeitig gescheitert.
Für die erste Überraschung des Turniers sorgte die erst 17-jährige Melanie Oudin (USA), die die an Position vier gesetzte Jelena Dementjewa (Russland) mit 5:7, 6:4, 6:3 bezwang.
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