French Open in Paris: Federer darf weiter hoffen
zuletzt aktualisiert: 04.06.2008 - 19:14Paris (RPO). Roger Federer ist nur noch zwei Siege von seinem erhofften Triumph bei den French Open in Paris entfernt. Der Weltranglistenerste hat sein Viertelfinale gegen den Chilenen trotz anfänglischer Schwierigkeiten am Ende souverän mit 2:6, 6:2, 6:3, 6:4 gewonnen. Damit steht der Schweizer zum vierten Mal in der Vorschlussrunde von Roland Garros. Im Halbfinale trifft Federer auf den Franzosen Gael Monfils, der sich 6:3, 3:6, 6:3, 6:1 gegen den Spanier David Ferrer durchsetzte. Für Monfils ist es das erste Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers überhaupt.
"Es ist immer schön im Halbfinale zu stehen, wenn es interessant wird. Besonders hier in Paris, wo es immer schwer für mich ist", sagte Federer: "Ich hoffe, ich kann mich noch weiter steigern. Ich schaue in diesem Jahr ganz besonders auf den Titel hier."
Das erste Halbfinale von Roland Garros bestreiten am Freitag Titelverteidiger Rafael Nadal (Spanien) und der Weltranglisten-Dritte Novak Djokovic (Serbien). Beide waren bereits am Dienstag in die Runde der letzten Vier eingezogen. Nadal konnte Federer in den vergangenen beiden Jahren im Endspiel von Paris schlagen. Sollte es wieder zum Aufeinandertreffen der beiden Rivalen kommen, ist Nadal großer Favorit.
Der seit Dienstag 22 Jahre alte Mallorquiner marschierte bislang ohne Satzverlust durch das Turnier und musste bislang insgesamt nur 25 Spiele abgeben, die wenigsten jemals in der Profi-Ära. "Rafa spielt unglaublich", erkannte Federer an, "er ist der Spieler, der hier zu schlagen ist."
Safina schlägt Dementjewa
Bei den Frauen stehen sich Swetlana Kusnezowa und Dinara Safina am Donnerstag in einem russischen Halbfinale gegenüber. Kusnezowa setzte sich im Viertelfinale gegen Kaia Kanepi (Estland) mit 7:5, 6:2 durch. Safina bezwang Jelena Dementjewa nach Abwehr eines Matchballs noch mit 4:6, 7:6 (7:5), 6:0. Im direkten Vergleich führt Kusnezowa mit 4:3 Siegen. "Ich bin Favoritin in diesem Match", meinte Kusnezowa, "aber daran bin ich inzwischen gewohnt." Das andere Halbfinale bestreiten Ana Ivanovic und Jelena Jankovic (beide Serbien.)
Federer setzte mit dem erneuten Vordringen in das Halbfinale eines Grand-Slam-Turnier seine beeindruckende Erfolgsserie fort. Er steht 16. Mal hintereinander im Semifinale bei einem der vier Major-Turniere. Seit einer Drittrunden-Niederlage in Paris 2004 hat er bei einem Grand-Slam-Turnier kein Halbfinale mehr verpasst. Gonzalez, der Sieger des ATP-Turniers in München, musste im 17. Spiel seine erste Niederlage in dieser Saison auf einem Sandplatz hinnehmen.
Der Eidgenosse fand aber auf dem für ihn ungewohnten kleineren Platz Suzanne Lenglen zunächst überhaupt nicht in die Partie. Dreimal musste er im ersten Satz seinen Aufschlag abgeben. Freundin Mirka schaute auf der Tribüne ebenso skeptisch wie der neue Coach Jose Higueras, der in Paris bereits Michael Chang und Jim Courier zum Triumph geführt hat. "Fernando hat stark returniert, ich war nach den drei Breaks schon verunsichert", gab Federer zu.
Mit Beginn des zweiten Satzes hatte Federer aber sein Spiel stabilisiert. Unterliefen ihm im ersten Durchgang 18 unerzwungene Fehler, waren es in den folgenden drei Sätzen nur noch insgesamt zehn. Gonzalez war zwischenzeitlich derartig vom immer perfekteren Spiel des Schweizers frustriert, dass er zu Beginn des dritten Satzes seinen Schläger zerhackte. Eine Chance aber hatte er nicht mehr. Nach 2:07 Stunden beendete Federer die Partie mit seinem ersten Matchball. "Am Ende habe ich sehr gut gespielt", meinte der Schweizer selbst- das will viel heißen.
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