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French Open in Paris: Kas als letzter Deutscher raus

zuletzt aktualisiert: 31.05.2008 - 20:11

Paris (RPO). Unglücklicher geht es kaum noch: Beim Punkt zum Matchball für den Einzug ins Achtelfinale hat sich Christopher Kas verletzt. Ein ziehender Schmerz im linken Oberschenkel, das war's. Beim Stand von 7:6 (7:5), 5:7, 0:3 gaben Kas und sein Partner Rogier Wassen (Niederlande) die Doppelpartie bei den French Open in Paris gegen die US-Amerikaner John Isner/Sam Querry endgültig auf.

Damit war am Samstag auch der letzte deutsche Tennisprofi in Roland Garros ausgeschieden.

Im Einzel ist die topgesetzte Maria Scharapowa weiter auf dem Weg zum "Karriere-Grand-Slam". Die French Open sind schließlich das einzige Major-Turnier, das die 21-Jährige noch nicht gewinnen konnte. Samstag erreichte sie bereits das Achtelfinale. Die Russin setzte sich mit 7:6 (7:4), 6:0 gegen die Italienerin Karin Knapp durch.

Nach den Problemen der ersten Runden war sie schließlich mit ihrem Spiel zufrieden: "Ich habe mich die letzten paar Tage wie eine andere Person gefühlt. Es war, als ob meine Zwillingsschwester hier war", meinte die Australian-Open-Siegerin: "Schließlich hat die wahre Maria ihren Flug bekommen und kam zum zweiten Satz an."

Gerade noch rechtzeitig jedenfalls für die nächste, schwerere Aufgabe. Scharapowa trifft nun auf ihre russische Teamkollegin Dinara Safina, die mit 6:2, 7:5 gegen die Chinesin Zheng Jie gewann.

Info

Sonntag

Tennis, French Open in Paris, die Spiele am Sonntag, Spielbeginn 11.00 Uhr, Court Philippe Chatrier: Petra Cetkovska (Tschechien) - Ana Ivanovic (Serbien/Nr. 2), Agnieszka Radwanska (Polen/Nr. 14) - Jelena Jankovic (Serbien/Nr. 3), Paul-Henri Matthieu (Frankreich/Nr. 18) - Novak Djokovic (Serbien/Nr. 3), Fernando Verdasco (Spanien/Nr. 22) - Rafael Nadal (Spanien/Nr. 2)

Court Suzanne Lenglen: Flavia Pennetta (Italien/Nr. 26) - Carla Suarez Navarro (Spanien), Ernests Gulbis (Lettland) - Michael Llodra (Frankreich), Katarina Srebotnik (Slowenien) - Patty Schnyder (Schweiz/Nr. 10), Jeremy Chardy (Frankreich) - Nicolas Almagro (Spnien/Nr. 19).

Keine Probleme hatte Scharapowas männlicher Gegenpart als Nummer eins, Roger Federer, um das Achtelfinale zu erreichen. Der Schweizer bezwang Mario Ancic aus Kroatien mit 6:3, 6:4, 6:2 und durfte sich außerdem darüber freuen, dass ihm ein mögliches Halbfinale mit dem Weltranglisten-Vierten Nikolay Dawydenko erspart bleibt. Der Russe unterlag dem Kroaten Ivan Ljubicic trotz einer 2:0-Satzführung mit 6:4, 6:2, 3:6, 2:6, 4:6.

Der Spanier David Ferrer stand in einem hochdramatischen Marathonmatch gegen den Australier Lleyton Hewitt kurz vor dem Ausscheiden, bis er nach 3:35 Stunden mit 6:2, 3:6, 3:6, 6:3, 6:4 gewann. Ferrer spielt nun gegen den Tschechen Radek Stepanek. Der 29-Jährige unterstrich seine ansteigende Form mit einem überraschenden 6:2, 6:2, 6:1-Erfolg gegen den Spanier Tommy Robredo.

Genauso dramatisch wie der Sieg von Ferrer war der Erfolg von München-Sieger Fernando Gonzalez (Chile) gegen den Schweizer Stanislas Wawrinka. Der Chilene setzte sich schließlich 5:7, 2:6, 6:4, 6:4, 6:4 gegen den Weltranglisten-Zehnten durch. Gonzalez' nächster Gegner im Achtelfinale ist Robby Ginepri, der letzte verbliebene Einzelspieler aus den USA im Feld.

Kas musste sich am späten Nachmittag einer genauen Untersuchung unterziehen, um exakt herauszufinden, was die Probleme im Adduktorenbereich hervorruft. Der 27-Jährige vermutet eine Zerrung und hofft, bis zum Turnier in Halle in zehn Tagen wieder fit zu sein: "Da spiele ich mit Philipp Petzschner, da habe ich sehr viel Lust drauf." Ob das auch in Wimbledon geht, ist allerdings noch unsicher. Petzschner ist als 110. der Weltrangliste für das Doppel in London nicht automatisch qualifiziert.

Solange er noch gesund war, war Kas eindeutig der beste Spieler auf Nebenplatz acht. Beim Stand von 5:4 und 30:30 spielte er einen Volley zum Matchball. Danach ging nichts mehr. "Ich bin schon sehr sauer, es lief so gut zuletzt, aber ich konnte nicht mehr aufschlagen", sagte der Trostberger. Eine Freude blieb ihm aber doch, trotz des sportlichen Unglücks: "Ich freue mich jetzt auf meine Frau und mein Kind.

Quelle: sid

 
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