French Open: Kiefer verteidigt Ehre in Paris
zuletzt aktualisiert: 25.05.2009 - 22:53Paris (RPO). Nicolas Kiefer hat am zweiten Tag der French Open die Ehre der deutschen Tennisprofis verteidigt. Während sich die neuen Hoffnungen Sabine Lisicki und Mischa Zverev ausgelaugt und erschöpft aus Paris verabschiedeten, kämpfte sich der 31-Jährige bei seinem elften Auftritt in Roland Garros in die zweite Runde.
Bei seiner Rückkehr nach zwei Jahren Pausen in Paris setzte sich Kiefer 7:6 (7:4), 3:6, 7:5, 6:4 gegen Qualifikant Ilia Bozoljac aus Serbien durch und fordert nun den an Nummer 14 gesetzten Spanier David Ferrer. Die vergangenen beiden Jahre hatte Kiefer in Paris aufgrund von Verletzungen gar nicht erst spielen können.
"Es war nicht einfach, ich bin Sonntag erst angereist. Aber unter Strich zählt der Sieg und ich bin zufrieden", sagte Kiefer. Die Tränen nicht zurückhalten konnte nach ihrem Erstrundenaus Sabine Lisicki. Als die 19-Jährige das 2:6, 6:1, 1:6 gegen Lucie Safarova aus Tschechien erklären wollte, versagte ihr die Stimme und die Berlinerin musste sich nach einer harten Woche erstmal sammeln.
"Ich bin am Dienstag aus dem Krankenhaus entlassen worden und hatte zwei Wochen nicht gespielt. Ich habe alles versucht, aber es hat nicht gereicht", sagte Lisicki und hatte nur einen Wunsch: "Ich will erstmal wieder normal essen." Fünf Tage lang hatte sie mit Verdacht auf Blinddarmentzüng und heftigen Bauchschmerzen im Krankenhaus verbracht. Am Ende stimmte die erste Diagnose dann doch nicht und Lisicki wollte sich unbedingt in Paris versuchen.
Zverev, beim World Team Cup in der vergangenen Woche nach seinen starken Doppel-Auftritten an der Seite von Kiefer als Mann für die Zukunft gefeiert, stand gegen Potito Starace (Italien) gerade mal gut zwei Stunden auf dem Platz, ehe er wegen totaler Erschöpfung beim Stand von 7:6 (7:5), 5:7, 0:1 aufgeben musste.
"Ich habe mich körperlich einfach schlecht gefühlt. Ich war völlig platt, hatte Magenschmerzen und konnte nicht mal richtig gerade gehen", sagte Zverev. Zudem musste er sich auch noch während des Spiels am Fuß tapen lassen, nachdem vor Kurzem noch eine Entzündung im linken großen Zeh geplagt hatte.
Vor Zverevs Düsseldorfer Doppelpartner Nicolas Kiefer hatten in Paris am Sonntag Philipp Petzschner (Bayreuth) sowie Anna-Lena Grönefeld (Nordhorn) nach toller Leistung gegen Frankreichs Liebling Amelie Mauresmo und Kristina Barrois (Stutggart) die zweite Runde erreicht. Am Montag hatte noch Björn Phau (Darmstadt) die Chance dazu.
Titelverteidiger Rafael Nadal meisterte auf dem Weg zu seinem möglichen fünften Titel nacheinander die erste Hürde locker. Im neuen Outfit mit einem Poloshirt in Holunder, grauer Hose sowie gelbem Stirnband und Schweizbändern setzte sich der Spanier zum Auftakt 7:5, 6:4, 6:3 gegen Marcos Daniel aus Brasilien durch und feierte in Roland Garros seinen 29 Sieg in Serie. Auch Nadals ewiger Rivale Roger Federer steht in Runde zwei, der Schweizer setzte sich 6:4, 6:3, 6:2 gegen Alberto Martin aus Spanien durch.
Nicht ein einziges Spiel auf dem Weg in die zweite Runde gab die Weltranglistenerste Dinara Safina (Russland) bei ihrem 6:0, 6: 0-Auftaktsieg gegen die Britin Anne Keothavong ab.
Ergebnisse:
French Open in Paris (16,2 Millionen Euro), 2. Tag: French Open in Paris (16,2 Millionen Euro), 2. Tag:
Herreneinzel, 1. Runde: Nicolas Kiefer (Hannover) - Ilia Bozoljac (Serbien) 7:6 (7:4), 3:6, 7:5, 6:4, Potito Starace (Italien) - Mischa Zverev (Hamburg) 6:7 (5:7), 7:5, 1:0, Aufgabe Zverev, Rafael Nadal (Spanien/Nr. 1/TV) - Marcos Daniel (Brasilien) 7:5, 6:4, 6:3, Roger Federer (Schweiz/Nr. 2) - Alberto Martin (Spanien) 6:4, 6:3, 6:2, Andy Roddick (USA/Nr. 6) - Romain Jouan (Frankreich) 6:2, 6:4, 6:2, Nikolai Dawydenko (Russland/Nr. 10) - Stefan Koubek (Österreich) 6:2, 6:1, 6:4, Fernando Gonzalez (Chile/Nr. 12) - Jiri Vanek (Tschechien) 6:3, 6:2, 6:3, Stanislas Wawrinka (Schweiz/Nr. 17) - Nicolas Devilder (Frankreich) 6:3, 5:7, 2:6, 6:4, 6:4, Simone Bolelli (Italien) - Tomas Berdych (Tschechien/Nr. 19) 6:4, 6:4, 5:7, 4:6, 6:3, Robin Söderling (Schweden/Nr. 23) - Kevin Kim (USA) 7:6 (7:4), 7:6 (7:4), 6:2, Jürgen Melzer (Österreich/Nr. 24) - Sergio Roitman (Argentinien) 6:4, 7:6 (7:4), 6:0, Igor Andrejew (Russland/Nr. 25) - Fabio Fognini (Italien) 1:6, 6:3, 6:1, 3:6, 7:5, Feliciano Lopez (Spanien/Nr. 28) - Franco Ferreiro (Brasilien) 6:7 (3:7), 4:6, 7:6 (7:4), 7:5, 6:2, Victor Hanescu (Rumänien/Nr. 30) - Steve Darcis (Belgien) 7:6 (10: 8), 7:6 (7:5), 7:6 (7:3), Paul-Henri Mathieu (Frankreich/Nr. 32) - Laurent Recouderc (Frankreich) 6:4, 6:4, 6:1, Michail Juschni (Russland) - Gilles Muller (Luxemburg) 7:6 (7:2), 6:1, 6:4, Dennis Istomin (Usbekistan) - Santiago Giraldo (Kolumbien) 6:3, 6:7 (2:7), 6:3, 7:6 (7:4), Nicolas Massu (Chile) - Daniel Köllerer (Österreich) 6:3, 6:4, 1:6, 2:6, 6:3, Rui Machado (Portugal) - Kristof Vliegen (Belgien) 6:2, 6:4, 4:6, 2:6, 6:3, Pablo Andujar (Spanien) - Robby Ginepri (USA) 6:4, 7:6 (9:7), 7:6 (7:3), Teimuras Gabaschwili (Russland) - Igor Kunizyn (Russland) 6:7 (6:8), 7:6 (7:5), 6:3, 6:1, Diego Junqueira (Argentinien) - Paul Capdeville (Chile) 3:6, 7:5, 6:1, 6:3, Jose Acasuso (Argentinien) - Santiago Ventura (Spanien) 3:6, 7:6 (7:5), 6:0, 6:3, Janko Tipsarevic (Serbien) - Albert Montanes (Spanien) 3:6, 7:6 (7:3), 7:6 (7:5), 6: 4, Jeremy Chardy (Frankreich) - Thiago Alves (Brasilien) 6:2, 7:6 (10:8), 6:3, Ivo Minar (Tschechien) - Oscar Hernandez (Spanien) 6:3, 7:6 (7:4), 6:3, Martin Vassallo Argueello (Argentinien) - Thomaz Bellucci (Brasilien) 6:4, 6:7 (4:7), 5:5-Aufgabe Bellucci
Dameneinzel, 1. Runde: Lucie Safarova (Tschechien) - Sabine Lisicki (Berlin) 6:2, 1:6, 6:1, Dinara Safina (Russland/Nr. 1) - Anne Keothavong (Großbritannien) 6:0, 6:0, Venus Williams (USA/Nr. 3) - Bethanie Mattek-Sands (USA) 6:1, 4:6, 6:2, Agnieszka Radwanska (Polen/Nr. 12) - Rossana De Los Rios (Paraguay) 6:3, 6:1, Marion Bartoli (Frankreich/Nr. 13) - Pauline Parmentier (Frankreich) 3:6, 6:1, 6:3, Alexa Glatch (USA) - Flavia Pennetta (Italien/Nr. 14) 6:1, 6:1, Jie Zheng (China/Nr. 15) - Stephanie Cohen-Aloro (Frankreich) 6:1, 6:3, Kateryna Bondarenko (Ukraine) - Patty Schnyder (Schweiz/Nr. 17) 6:4, 6:3, Dominika Cibulkova (Slowakei/Nr. 20) - Alona Bondarenko (Ukraine) 6:4, 2:6, 6:4, Carla Suarez (Spanien/Nr. 22) - Edina Gallovits (Rumänien) 6:1, 6:4, Polona Hercog (Slowenien) - Alisa Kleybanowa (Russland/Nr. 23) 6:2, 4:6, 6:1, Mariana Duque (Kolumbien) - Anna Tschakwetadse (Russland/Nr. 26) 3:6, 6:4, 6:4, Agnes Szavay (Ungarn/Nr. 29) - Corinna Dentoni (Italien) 6:3, 6:4, Aravane Rezai (Frankreich) - Ai Sugiyama (Japan) 6:3, 6:2, Kirsten Flipkens (Belgien) - Stephanie Foretz (Frankreich) 6:1, 4:6, 6:4, Tamarine Tanasugarn (Thailand) - Camille Pin (Frankreich) 6:3, 5:7, 7:5, Michelle Larcher de Brito (Portugal) - Melanie South (Großbritannien) 0:6, 7:6 (7:5), 7:5, Lucie Hradecka (Tschechien) - Yvonne Meusburger (Österreich) 6:1, 6: 2, Olga Goworzowa (Weißrussland) - Katie O'Brien (Großbritannien) 6:1, 6:1, Marija Korytzewa (Ukraine) - Patricia Mayr (Österreich) 6:1, 6:1, Lourdes Dominguez Lino (Spanien) - Barbora Zahlawowa Strycova (Tschechien) 6:1, 4:6, 9:7, Maria Scharapowa (Russland) - Anastasija Jakimowa (Weißrussland) 3:6, 6:1, 6:2, Jarmila Groth (Slowakei) - Kinnie Laisne (Frankreich) 6:4, 6:3, Olivia Rogowska (Australien) - Maria Kirilenko (Russland) 6:4, 6:4, Jill Craybas (USA) - Zwetana Pironkowa (Bulgarien) 7:5, 6:2, Akgul Amanmuradowa (Usbekistan) - Irena Pavlovic (Frankreich) 6:3, 6:4, Tathiana Garbin (Italien) - Ayumi Morita (Japan) 7:5, 7:5, Jarmila Groth (Slowakei) - Kinnie Laisne (Frankreich) 6:4, 6:3
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