French Open: Kusnezowa trotz Sturz im Halbfinale
zuletzt aktualisiert: 03.06.2009 - 17:11Paris (RPO). Die Russin Swetlana Kusnezowa und Samantha Stosur aus Australien haben das Halbfinale bei den French Open erreicht. Kusnezowa schaltete in ihrem Viertelfinale trotz eines glimpflich verlaufenden Sturzes Serena Williams (USA) nach 2:46 Stunden mit 7:6 (7:3), 5:7, 7:5 aus und hat damit weiter die Chance auf ihren zweiten Grand-Slam-Titel nach den US Open 2004.
Nervenstark und fast mit alter Leichtigkeit hat Roger Federer den Ansturm von Frankreichs letzter Hoffnung Gael Monfils abgewehrt und sich bis auf zwei Siege an den ersehnten ersten Titel bei den French Open herangespielt. Drei Tage nach dem Aus seines großen Rivalen Rafael Nadal schaffte Federer auf dem voll besetzten Court Philippe Chatrier mit einem 7:6 (8:6), 6:2, 6:4-Erfolg den Sprung ins Halbfinale.
Federer mit Leichtigkeit ins Halbfinale
Bei einem Triumph in Roland Garros wäre Federer der sechste Spieler der Tennisgeschichte, der bei allen Grand Slams mindestens einmal gewonnen hat. Zudem würde er mit seinem 14. Erfolg bei einem der vier großen Turniere mit Rekordhalter Pete Sampras aus den USA gleichziehen.
Federers Gegner am Freitag ist der Argentinier Juan Martin Del Potro. Der 20-Jährige spielte sich durch einen 6:3, 6:4, 6:2-Erfolg über den Spanier Tommy Robredo in sein erstes Halbfinale bei einem Grand Slam. Nadal-Bezwinger Robin Söderling aus Schweden und der Chilene Fernando Gonzalez waren bereits am Vortag in die Runde der letzten Vier eingezogen.
Williams verpasste bei den Damen dagegen die Chance, nach den US Open 2008 und den Australian Open 2009 ihr drittes Grand-Slam-Turnier nacheinander zu gewinnen. Stosur setzte sich 6:1, 6:3 gegen die ungesetzte Rumänin Sorana Cirstea durch und verbuchte damit das beste Ergebnis ihrer Karriere. Im zweiten Halbfinale stehen sich die Weltranglistenerste und Vorjahresfinalistitin Dinara Safina aus Russland sowie die Slowakin Dominika Cibulkova gegenüber. Sowohl bei Herren als auch Damen wird es in diesem Jahr damit Premieren-Siege geben.
"Die Stunde von Monfils" hatte die Sporttageszeitung L'Equipe für das Duell mit Federer angekündigt und die Experten setzten mehrheitlich sogar auf den 22-Jährigen. Doch Federer behielt die Nerven und am Ende wie im vergangenen Jahr im Halbfinale gegen den letzten im Turnier verbliebenen Franzosen die Oberhand. 26 Jahre nach dem Sieg von Yannick Noah in Roland Garros muss Frankreich damit weiter auf einen Heimsieg warten.
Federer war in den vergangenen vier Jahren in Paris jeweils am späteren Sieger Nadal gescheitert, 2005 im Halbfinale, seit 2006 jeweils im Endspiel. "Für mich ändert sich durch Rafaels Aus nichts", hatte der 27-Jährige in den vergangenen Tagen immer wieder betont. Dass der Druck auf dem Weltranglistenzweiten aber seit dem Ausscheiden seines großen Rivalen aber enorm gestiegen ist, merkten die fast 15.000 Zuschauer auf dem Centre Court spätestens, als sich Federer schon im ersten Satz auf eine für ihn ungewöhnliche Diskussion mit dem Schiedsrichter einließ.
Doch als der erste Satz im Tiebreak gewonnen war, hatte Federer seinen Weg gefunden. Wie schon im Fünfsatzkampf gegen Tommy Haas im Achtelfinale konnte er sich auf seinen starken Aufschlag verlassen und glänzte immer wieder mit schönen Passierbällen. Der extrovertierte Monfils wirkte dagegen zwei Tage nach seinem beeindruckenden Dreisatzsieg über Andy Roddick (USA) fast gehemmt und musste zwischendurch den Arzt kommen lassen.
Ergebnisse:
French Open in Paris (16,2 Millionen Euro), 11. Tag:
Herreneinzel, Viertelfinale: Roger Federer (Schweiz/Nr. 2) - Gael Monfils (Frankreich/Nr. 11) 7:6 (8:6), 6:2, 6:4, Juan Martin Del Potro (Argentinien/Nr. 5) - Tommy Robredo (Spanien/Nr. 16) 6:3, 6:4, 6:2
damit im Halbfinale: Roger Federer - Juan Martin Del Potro, Robin Söderling (Schweden/Nr. 23) - Fernando Gonzalez (Chile/Nr. 12)
Dameneinzel, Viertelfinale: Swetlana Kusnezowa (Russland/Nr. 7) - Serena Williams (USA/Nr. 2) 7:6 (7:3), 5:7, 7:5, Samantha Stosur (Australien/Nr. 30) - Sorana Cirstea (Rumänien) 6:1, 6:3
damit im Halbfinale: Swetlana Kusnezowa - Samantha Stosur, Dinara Safina (Russland/Nr. 1) - Dominika Cibulkova (Slowakei/Nr. 20)
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







