French Open in Paris: Maschine Nadal läuft wie geschmiert
zuletzt aktualisiert: 03.06.2008 - 17:59Paris (RPO). Rafael Nadal ist nicht zu stoppen. Die spanische Sandplatz-Maschine lief auch im Viertelfinale der French Open wie geschmiert und schaltete Landsmann Nicolas Almagro mit 6:1, 6:1, 6:1 aus. Eine weitere Demonstration des Titelverteidigers, der am seinem 22. Geburtstag auf der roten Asche von Roland Garros Tennis vom anderen Stern zeigte.
Nadal verbesserte damit seine einmalige Serie in Paris auf 26 Siege nacheinander. Der dreimalige Champion ist in seiner Karriere in Paris noch ungeschlagen und hat in diesem Jahr noch keinen Satz abgegeben.
Im Halbfinale am Freitag trifft er erwartungsgemäß auf Novak Djokovic (Serbien.) Der 20-Jährige hat den Angriff von Aufsteiger Ernests Gulbis abgewehrt und ist ebenfalls wie im Vorjahr unter die letzten Vier vorgestoßen. Er bezwang seinen ehemaligen Trainingspartner aus Lettland mit 7:5, 7:6 (7:3), 7:5 und erreichte damit zum fünften Mal in Folge die Vorschlussrunde bei einem Grand-Slam-Turnier.
"Ich bin sehr zufrieden mit meinem Spiel", sagte Nadal nach der nur 1:44 Stunden langen Gala-Vorstellung, "ich bin sehr glücklich, dass ich wieder im Halbfinale bin. Aber ich muss mich weiter steigern. Gegen Djokovic wird es sehr schwer."
Gulbis macht Sprung nach vorne
Djokovic lobte nach dem ausgeglichenen Match seinen alten Kumpel aus Letland. "Wir kennen uns sehr gut und seit vielen Jahren. Ich freue mich sehr, dass Ernests so gut spielt." Der 19 Jahre alte Gulbis wurde wie Djokovic in der Akademie von Niki Pilic bei München ausgebildet. Er wird in der neuen Weltrangliste ab Montag von Platz 80 auf einen Rang in den Top-50 vorstoßen.
Das Halbfinale wird auch zum Kampf der Kronprinzen um die Nummer zwei in der Weltrangliste hinter Roger Federer (Schweiz), der erst am Mittwoch sein Viertelfinale gegen Fernando Gonzalez (Chile) bestreitet. Bereits vor drei Wochen in Hamburg standen sich beide in gleicher Konstellation im Semifinale gegenüber. Nadal setzte sich damals in einem absolut hochklassigen Match knapp gegen den Australian-Open-Champion durch.
Zuvor hatte die Serbin Ana Ivanovic als erste Spielerin das Halbfinale erreicht, in dem sie auf ihre Landsfrau Jelena Jankovic trifft. Die Weltranglisten-Zweite bezwang Paty Schnyder aus der Schweiz in 1:17 Stunden mit 6:3, 6:2. Ihre Vorschlussrunden-Gegnerin setzte sich ebenso glatt mit 6:3, 6:2 gegen die spanische Qualifikantin Carla Suarez Navarro durch.
Schöne Ana erleichtert
"Ich bin sehr froh, dass ich mich hier von Spiel zu Spiel gesteigert habe. Das gibt viel Selbstvertrauen", sagte Ivanovic, "es war ein härteres Spiel gegen Patty, als das Ergebnis erscheinen lässt. Sie gibt einem keine leichten Punkte."
Die 20-Jährige würde mit einem Triumph in Paris auch zur neuen Nummer eins der Weltrangliste, nachdem die Russin Maria Scharapowa bereits am Montag im Achtelfinale an Dinra Safina gescheitert war. "Das interessiert mich noch nicht", meinte die Vorjahresfinalistin allerdings, "die Ranglisten-Position kommt von allein, wenn man die richtigen Ergebnisse hat."
Eine Runde zurück sind noch Swetlana Kusnezowa (Russland) und die Estin Kaia Kanepi. Sie komplettierten erst am Dienstag das Viertelfinale. Die Weltranglisten-Vierte Kusnezowa bezwang Viktoria Asarenko (Weißrussland) mit 6:2, 6:3. Kanepi setzte sich 6:3, 3:6, 6:1 gegen Petra Kvitova (Tschechien) durch. Die Partien mussten am Montagabend wegen Dunkelheit abgebrochen werden. Beide Spielerinnen treffen in der Runde der letzten Acht aufeinander.
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