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French Open in Paris: Quartett um Kiefer ausgeschieden

zuletzt aktualisiert: 27.05.2009 - 20:36

Paris (RPO). Schwarzer Mittwoch für die deutschen Tennis-Profis bei den French Open in Paris: Gleich vier Spieler sind ausgeschieden. Nach einem kleinen Krimi in fünf Sätzen musste im trüben Paris am Abend Nicolas Kiefer als letzter seine Tasche packen.

Nicolas Kiefer hat sich voll konzentriert und hatte den Sieg vor Augen. Doch der Hannoveraner musste nach fünf Sätzen nach Hause fahren.  Foto: AFP, AFP
Nicolas Kiefer hat sich voll konzentriert und hatte den Sieg vor Augen. Doch der Hannoveraner musste nach fünf Sätzen nach Hause fahren. Foto: AFP, AFP

Zuvor hatten Anna-Lena Grönefeld aus Nordhorn, die Stuttgarterin Kristina Barrois und der Bayreuther Philipp Petzschner allesamt ihre Zweitrundenmatches verloren und sich dabei teils selbst im Weg gestanden.

4:05 Stunden kämpfte Kiefer trotz Rückenproblemen gegen den an Nummer 14 gesetzten Spanier David Ferrer, ehe die 3:6, 7:5, 4:6, 6: 3, 2:6-Niederlage feststand. Dabei zeigten beide phasenweise Weltklassetennis und ließen sich auch vom einsetzenden Regen nicht irritieren. Zum 1:3 im fünften Satz kassierte "Kiwi" das vorentscheidende Break im letzten Durchgang.

Eine große Enttäuschung erlebte Grönefeld. Drei Tage nach ihrem beeindruckenden Zweisatzsieg über die frühere Weltranglistenerste Amelie Mauresmo auf dem Centre Court verspielte sie auf Nebenplatz 6 die Chance auf einen zweiten Viertelfinaleinzug nach 2006 frühzeitig. Gegen die Weltranglisten-42. Gisela Dulko (Argentinien) verlor Grönefeld nach einem Wechselbad der Gefühle 6:7 (5:7), 6:0, 2:6.

Info

Tennis, French Open in Paris, Spielplan am Donnerstag, 28. Mai (Spielbeginn 11 Uhr):

Centre Court:
Marion Bartoli (Frankreich/Nr. 13) - Tathiana Garbin (Italien), Jose Acasuso (Argentinien) - Roger Federer (Schweiz/Nr. 2), Serena Williams (USA/Nr. 2) - Virginia Ruano Pascual (Spanien), Gael Monfils (Frankreich/Nr. 11) - Victor Crivoi (Rumänien)

Court 6, 2. Match:
Tommy Haas (Sarasota-USA) - Leonardo Mayer (Argentinien)

Court 7, 3. Spiel:
Andreas Beck (Ravensburg) - Marc Gicquel (Frankreich)

Court 17, 4. Spiel:
Philipp Kohlschreiber (Augsburg/Nr. 29) - Juan Carlos Ferrero (Spanien)

Auch an mangelnder Erfahrung scheiterte Kristina Barrois, die der Nummer neun gesetzten Wiktoria Asarenka aus Weißrussland beim 6: 7 (1:7), 5:7 erst nach 1:43 Stunden und einer starken Leistung gratulieren musste. Deutlich verlor Philipp Petzschner gegen Fernando Verdasco aus Spanien: Nach nur 75 Minuten stand die 1:6, 2: 6, 3:6-Niederlage des Bayreuthers fest.

Grönefeld, die am 4. Juni ihren 24. Geburtstag feiert, erlebte gegen Dulko ein Auf und Ab der Gefühle. Zwar mochte sie selbst anschließend nicht von einer verspielten Möglichkeit sprechen, musste aber zugeben: "Sicherlich war mehr drin und ich bin enttäuscht." Umso bitterer war das Aus, da in der nächsten Runde in der Tschechin Dominika Cibulkova ebenfalls eine durchaus schlagbare Gegnerin gewartet hätte.

Grönefeld führte schon im Tiebreak des ersten Satzes 4:2, vergab die wichtigen Punkte dann aber selbst und schmiss anschließend schon mal den Schläger auf die rote Asche. "Im zweiten Satz hat sie mir es dann mit vielen Fehlern leichter gemacht. Und dann hatte ich im dritten wieder einen schlechten Start", berichtete Grönefeld. Mit einem Sieg gegen Dulko hatte sie sich vor drei Jahren in Paris noch ins Viertelfinale gespielt und damit ihren bislang größten Erfolg bei einem Grand-Slam-Turnier gefeiert.

Haas und Kohlschreiber noch drin

Beim zweiten Grand Slam des Jahres spielen am Donnerstag noch Tommy Haas (Sarasota-USA), Philipp Kohlschreiber (Augsburg) und Andreas Beck (Ravensburg) um den Einzug in die dritte Runde.

Zwischen Stolz und Enttäuschung schwankte Kristina Barrois. "Ich habe gezeigt, dass ich auf diesem Level spielen kann. Vielleicht hat mir ein bisschen das Glück gefehlt", sagte die 27-Jährige die im ersten Satz sogar 5:1 geführt hatte. Beim vierten Autritt bei einem Grand-Slam-Turnier war es dennoch ihr bislang beste Ergebnis.

Einen ganz besonderen Rekord setzte unterdessen Titelverteidiger Rafael Nadal: Mit dem 6:1, 6:4, 6:2 gegen Teimuras Gabascchwili (Russland) feierte er seinen 30. Sieg nacheinander in Roland Garros produzierte damit die längste Serie in der gesamten Turniergeschichte.

In der dritten Runde stehen nach ganz lockeren Siegen am Mittwoch die Weltranglistenerste Dinara Safina (Russland) und Titelverteidigerin Ana Ivanovic (Serbien). Eine Achterbahnfahrt auf dem Court Suzanne Lenglen brachte dagegen bei ihrem Comeback die lange verletzte Maria Scharapowa hinter sich: Im russischen Duell mit Nadja Petrowa triumphierte sie erst mit 6:2, 1:6, 8:6. Allein der Entscheidungssatz dauerte 71 Minuten.


French Open in Paris (16,2 Millionen Euro), 4 Tag:

Herreneinzel, 1. Runde: Arnaud Clement (Frankreich) - Dimitrij Tursunow (Russland/Nr. 21) 6:3, 3:6, 6:4, 6:1, Christophe Rochus (Belgien) - Fabrice Santoro (Frankreich) 6:3, 6:1, 3:6, 6:4.

2. Runde: Fernando Verdasco (Spanien/Nr. 8) - Philipp Petzschner (Bayreuth) 6:1, 6:2, 6:3, David Ferrer (Spanien/Nr. 14) - Nicolas Kiefer (Hannover) 6:3, 5:7, 6:4, 3:6, 6:2, Rafael Nadal (Spanien/Nr. 1) - Teimuras Gabaschwili (Russland) 6:1, 6:4, 6:2, Andy Murray (Großbritannien/Nr. 3) - Potito Starace (Italien) 6:3, 2:6, 7:5, 6:4, Gilles Simon (Frankreich/Nr. 7) - Robert Kendrick (USA) 7:5, 6:0, 6:1, Fernando Gonzalez (Chile/Nr. 12) - Rui Machado (Portugal) 6:3, 6:2, 6:3, Marin Cilic (Kroatien/Nr. 13) - Dudi Sela (Israel) 6:0, 6:3, 6:1, Stanislas Wawrinka (Schweiz/Nr. 17) - Nicolas Massu (Chile) 6:1, 6:1, 6:2, Radek Stepanek (Tschechien/Nr. 18) - Mathieu Montcourt (Frankreich) 6:4, 4:6, 6:4, 6:4, Janko Tipsarevic (Serbien) - Feliciano Lopez (Spanien/Nr. 28) 6:7 (9:11), 6:4, 7:6 (7:4), 6:3, Victor Hanescu (Rumänien/Nr. 30) - Michail Juschni (Russland) 7:5, 7:5, 7:5, Nicolas Almagro (Spanien/Nr. 31) - Ernests Gulbis (Lettland) 6:7 (4:7), 7:6 (7:5), 6:3, 6:2,

Dameneinzel, 1. Runde: Alize Cornet (Frankreich/Nr. 21) - Maret Ani (Estland) 6:4, 7:5. - 2. Runde: Wiktoria Asarenka (Weißrussland/Nr. 9) - Kristina Barrois (Stuttgart) 7:6 (7:1), 7:5, Gisela Dulko (Argentinien) - Anna-Lena Grönefeld (Nordhorn) 7:6 (7:5), 0:6, 6:2, Dinara Safina (Russland/Nr. 1) - Witalija Dijatschenko (Russland) 6:1, 6:1, Ana Ivanovic (Serbien/Nr. 8) - Tamarine Tanasugarn (Thailand) 6:1, 6:2, Maria Scharapowa (Russland) - Nadja Petrowa (Russland/Nr. 11) 6:2, 1:6, 8:6, Michelle Larcher de Brito (Portugal) - Zheng Jie (China/Nr. 15), 6:4, 6:3, Dominika Cibulkova (Slowakei/Nr. 20) - Kirsten Flipkens (Belgien), Carla Suarez (Spanien/Nr. 22) - Lucie Hradeck (Tschechien) 6:2, 6:4, Li Na (China/Nr. 25) - Timea Bacsinszky (Schweiz) 6:1, 6:4, Anastasia Pawljuschenkowa (Russland/Nr. 27) - Julie Coin (Frankreich) 6:2, 7:6 (7:2), Agnes Szavay (Ungarn/Nr. 29) - Jelena Wesnina (Russland) 6:2, 6:0, Jaroslawa Schwedowa (Kasachstan) - Arantxa Rus (Niederlande) 6:0, 6:2, Aravane Rezai (Frankreich) - Polona Hercog (Slowenien) 3:6, 6:4, 6:2, Olga Goworzowa (Weißrussland) - Akgul Amanmuradowa (Usbekistan) 6:3, 6:7 (3:7), 7:5

Quelle: SID

 
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