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Tennis: Roger Federer feiert Hattrick bei den US Open

zuletzt aktualisiert: 11.09.2006 - 15:21

New York (RPO). Roger Federer hat zum dritten Mal in Folge die US Open gewonnen. Der Schweizer besiegte Andy Roddick in New York mit 6:2, 4:6, 7:5, 6:1. Es ist Federers neunter Titel bei einem Grand Slam Turnier.

Roger Federer triumphierte zum dritten Mal in Folge in New York.  Foto: AP, AP
Roger Federer triumphierte zum dritten Mal in Folge in New York. Foto: AP, AP

"Das war ein großartiger Moment für mich. Ich dachte einfach, ich hätte es verdient, mich mal ein bisschen hinzulegen, mir eine Pause zu gönnen", meinte Federer lächelnd und fügte hinzu: "Ich habe mich großartig gefühlt."

Doch zumindest nach außen hin gönnte sich Federer im Gegensatz zur völlig losgelösten Damen-Siegerin Maria Scharapowa nach seinem neunten Grand-Slam-Titel nur diesen einen Moment direkt nach dem Match. Er weinte nicht wie bei seinem Australian-Open-Sieg im Januar oder seinen beiden ersten Wimbledonsiegen. Still lächelte Federer in sich hinein und grüßte ab und an den Anhang auf der Tribüne.

Die starke Sandplatzsaison seines großen Konkurrenten Rafael Nadal habe ihn schon sehr unter Druck gesetzt, berichtete Federer. "Auch in Wimbledon hat er mich im Finale gefordert. Aber ich habe es geschafft, und dann habe ich mir gesagt: Wer also die US Open gewinnt, ist der Bessere. Ich glaube, ich verdiene es, am Jahresende die Nummer eins zu sein", sagte Federer.

Tatsächlich hat er in einem fantastischen Jahr mal wieder Tennisgeschichte geschrieben. Als erster Spieler nach John McEnroe (1979-1981) und Ivan Lendl (1985-1987) schaffte er in der Open Era den Hattrick in New York. Nur fünf Spieler haben mehr Grand-Slam-Siege auf dem Konto, den zurückgetretenen Andre Agassi (8) hat er gerade überholt. Und mit seinen 25 Jahren hat Federer noch genügend Zeit, um auch Rekordhalter Pete Sampras (14 Titel) zu gefährden.

Einzige Niederlage in Paris

"Ich habe mich selbst völlig damit überrascht, wie gut es die vergangenen drei, vier Jahre gelaufen ist. Mit den großen früheren Stars unseres Sports verglichen zu werden, ist einfach toll", sagte Federer. Als einziger Spieler der Open Era stand er jetzt in sechs aufeinanderfolgenden Grand-Slam-Finals. Nur in Paris musste er sich Nadal geschlagen geben.

Und so wird er auch 2007 wieder auf der Jagd nach dem Grand Slam sein, dem Triumph bei allen vier großen Turnieren in einem Kalenderjahr. Irgendwie scheint auch das nur eine Frage der Zeit. Seit 136 Wochen steht er an der Spitze der Weltrangliste. In den USA vergleichen sie Federer wegen dieser Dominanz immer wieder mit Golf-Superstar Tiger Woods, der am Sonntagabend im Arthur-Ashe-Stadium in seiner Box saß - und Federer applaudierte.

Auch Andy Roddick, der sich unter seinem neuen Coach und Mentor Jimmy Connors aus der Krise gespielt hat, zollte Federer Respekt. Ob er der Aussage zustimmen könne, dass Federer noch immer eine Stufe über allen anderen stehe, wurde der 24-Jährige gefragt. "Das ist ziemlich ... das ist einfach ... das ist doch offensichtlich, oder?", antwortete Roddick.


 
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