Olympia-Chance als Nachrücker: Schüttler muss zittern
zuletzt aktualisiert: 15.07.2008 - 13:50Kienbaum (RPO). Rainer Schüttler muss eine weitere Woche um seine Olympia-Nominierung zittern. Beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) fand der Wimbledon-Halbfinalist bisher keine Berücksichtigung. Als Nachrücker hat er aber nach wie vor die Chance auf Peking. Letzter Meldetermin beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) ist der 21. Juli.
Michael Vesper, Chef de Mission der deutschen Olympia-Mannschaft, sagte: "Schüttler konnte derzeit nicht nominiert werden, weil er zwar nationale Qualifikationskriterien erfüllt, aber noch nicht die internationalen."
Der frühere Australian-Open-Finalist fand seine letzte Chance einfach nur gut und meinte vor seinem Erstrundenspiel beim ATP-Turnier in Kitzbühel: "Ich bin sehr dankbar und froh darüber, dass mich Michael Vesper angerufen und mir mitgeteilt hat, dass von Seiten des DOSB grünes Licht für Peking erteilt wurde."
Der 32 Jahre alte Schüttler muss nun hoffen, dass andere Spieler beziehungsweise Nationen ihre Startplätze nicht wahrnehmen. Dann könnte er auf der bereinigten Weltrangliste vom 9. Juni, die als Kriterium des Weltverbandes ITF und des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) zugrunde gelegt wird, noch entsprechend weit nach vorne rücken.
Der DOSB hatte unter anderem die Viertelfinal-Teilnahme bei einem Grand Slam als Qualifikationskriterium zugrunde gelegt, auch hier galt der Stichtag 9. Juni. Nominiert wurden am Dienstag Nicolas Kiefer (Hannover) und Philipp Kohlschreiber (Augsburg). Mit Kiefer hatte Schüttler 2004 in Athen Silber im Doppel gewonnen.
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