Tennis: Waske im Viertelfinale - Pfiffe gegen Haas
zuletzt aktualisiert: 02.05.2007 - 19:07München (RPO). Alexander Waske hat seine Form bestätigt und als deutscher Tennis-Profi das Viertelfinale beim ATP-Turnier in München erreicht. Der 31 Jahre alte Daviscupspieler aus Frankfurt besiegte den 19 Jahre deutschen Qualifikaten Daniel Brands (Bogen) mit 7:6 (8:6), 7:6 (7: 5).
Waske trifft nun erwartungsgemäß auf Marcos Baghdatis aus Zypern: Der Finalist der Australian Open von 2006 setzte sich aber nur mit erheblicher Mühe mit 6:7 (6:8), 6:2, 6:4 gegen Qualifikant Matthias Bachinger (Dachau) durch.
Der deutsche Nobody stand dabei auf dem Center Court dicht vor einer Sensation gegen den an Nummer drei gesetzten Baghdatis: Im dritten Satz lag der Bayer, als 211. der Weltrangliste weit hinter seinem Gegner (19.) platziert, zum Stand von 4:2 mit einem Break in Führung, ehe sich der Zyprer noch einmal zusammenriss.
Becker ohne Glück gegen Juschni
Teuer verkaufte sich auch Benjamin Becker - allerdings ohne Erfolg. Der 25 Jahre alte Saarländer lieferte dem Russen Michail Juschni, der am Aumeister immerhin an Nummer drei gesetzt ist, in seiner Zweitrundenbegegnung einen großen Kampf, unterlag am Ende nach 1:55 Stunden aber mit 6:7 (4:7), 6:7 (3:7).
Damit haben nur noch zwei weitere Deutsche die Chance aufs Viertelfinale: Philipp Kohlschreiber (Augsburg), der kess den Turniersieg als Ziel ausgegeben hat, spielt am Donnerstag gegen den an Nummer fünf gesetzten Finnen Jarkko Nieminen, Tobias Summerer (Freising) tritt gegen den Franzosen Nicolas Devildere an.
Auch Waskes Einzug ins Viertelfinale war alles andere als ein Spaziergang. Qualifikant Brands verlangte dem Routinier alles ab und schlug zu dessen Erstaunen vor allem sehr konstant gut auf. "Gib dem Jungen mal noch ein paar Jahre, da kann was draus werden. Guter Typ, netter Kerl, hat den Kopf an der richtigen Stelle", sagte Waske über seinen erst 19 Jahre alten, hochaufgeschossen Gegner, der zurzeit in der Weltrangliste nur auf Rang 370 steht und in München erstmals das Hauptfeld eines ATP-Turniers erreicht hatte .
Dann spielt auch Qualifikant Tobias Summerer (Freising) gegen den Franzosen Nicolas Devildere seine Zweitrunden-Begegnung.
Das Ausscheiden von Tommy Haas, der sich nach seinem 4:6, 4:6 gegen den Franzosen Sebastien Grosjean sogar Pfiffe vom Münchner Publikum gefallen lassen muste, hinterließ derweil leichte Verunsicherung bei den Veranstaltern. Der Wahlamerikaner hatte nach seiner Pleite nicht ausgeschlossen, dass sein achter Auftritt am Aumeister sein letzter gewesen sein könnte. Haas hat freilich noch einen Vertrag, der eine Teilnahme in München auch 2008 vorsieht. Zunächst ließ er verlauten, noch ein paar Tage in München bleiben zu wollen, um sich hier auf das Turnier in Rom in der kommenden Woche vorzubereiten.
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