All England Championships in Wimbledon: Die Losfee ist den Deutschen hold
zuletzt aktualisiert: 19.06.2009 - 13:41London (RPO). Die deutschen Männer haben in der ersten Runde der am Montag beginnenden All England Championships in Wimbledon machbare Gegner vor der Brust. Den deutschen Damen droht bei der mit insgesamt 14,1 Millionen Euro dotierten Veranstaltung in Londons Südwesten dagegen ein frühes Aus.
Vorjahreshalbfinalist Rainer Schüttler, als 30. der Weltrangliste derzeit bestplatzierter deutscher Spieler, trifft auf den belgischen Qualifikanten Xavier Malisse. Philipp Kohlschreiber bekommt es mit dem Franzosen Florent Serra zu tun. Dem an 27 gesetzten Augsburger droht in der dritten Runde allerdings ein Match gegen den fünfmaligen Champion Roger Federer.
Halle-Sieger Tommy Haas, der durch die Absage von Gael Monfils (Frankreich) an Position 24 der Setzliste gerückt ist, spielt zunächst gegen den Österreicher Alexander Peya. Nicolas Kiefer trifft auf den rumänischen Veteranen Andrej Pavel.
Zu einem deutschen Duell könnte es in der zweiten Runde kommen, wenn Philipp Petzschner (Bayreuth) und Mischa Zverev (Hamburg) ihre Erstrundenmatches gegen Rajeev Ram (USA) beziehungsweise Dimitri Tursunow (Russland) gewinnen.
Benjamin Becker (Orscholz) spielt gegen Roko Karanusic (Kroatien), Björn Phau (Düsseldorf) gegen den Rumänen Victor Crivoi und Qualifikant Simon Greul (Stuttgart) gegen Michael Yani (USA).
Wesentlich härter hat es die deutschen Frauen erwischt. Sabine Lisicki (Berlin) muss gegen die Russin Anna Tschakwetadse antreten. Anna-Lena Grönefeld (Nordhorn) bekommt es mit der Inderin Sania Mirza zu tun.
Kristina Barrois (Stuttgart) trifft auf die an 16 gesetzte Jie Zheng aus China, Qualifikantin Tatjana Malek (Bad Saulgau) spielt gegen die wiedererstarkte Jelena Dokic (Australien). Das schwerste Los zog Julia Görges (Kiel), die gleich zum Auftakt gegen die an sechs gesetzte Mitfavoritin Jelena Jankovic (Serbien) aufschlagen muss.
Während sich die deutschen Männer in Wimbledon über ihr Glück freuten, sorgte vor allem Titelverteidiger Rafael Nadal für Gesprächsstoff. Der Weltranglistenerste laboriert weiterhin an einer Knieverletzung und will erst nach einem Härtetest am späten Freitagnachmittag gegen den Schweizer Stanislas Wawrinka über seinen Start beim bedeutendsten Tennisturnier der Welt entscheiden.
Bei der Loszeremonie im altehrwürdigen All England Club lag der Spanier jedenfalls noch als Nummer eins der Setzliste im Losbeutel und führte damit die obere Hälfte an. Sein Gegner zum traditionellen Auftaktmatch auf dem Centre Court am kommenden Montag um 15 Uhr soll der Franzose Arnaud Clement sein. Wenn Nadal sich denn fit genug fühlt.
Die britischen Hoffnungen liegen natürlich auf dem an Nummer drei gesetzten Andy Murray. Der junge Schotte meldete letzte Woche seine Mitfavoritenrolle mit dem Sieg beim Vorbereitungsturnier im Queens Club an.
Sein Erstrundengegner ist Robert Kendrick aus den USA. Auch Murray könnte von einer Absage Nadals profitieren, das mögliche Halbfinale gegen den Spanier fiele dann aus, und auf Federer kann er erst im Endspiel treffen.
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