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Roger Federer Wimbledon Panorama ap 2007
  Foto: RPO
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All England Championships: Federer bleibt König von Wimbledon

zuletzt aktualisiert: 08.07.2007 - 18:53

London (RPO). Roger Federer bleibt Rasenkönig von Wimbledon. Der Weltranglistenerste aus der Schweiz feierte zum fünften Mal seit 2003 einen Endspielsieg beim bedeutendsten Tennisturnier der Welt und egalisierte mit seinem 7:6 (9:7), 4:6, 7:6 (7:3), 2:6, 6:2-Sieg gegen Rafael Nadal den Rekord des Schweden Björn Borg.

Der Herausforder brauchte drei Spiele, dann war er im Match. Federers frühes Break zum 2:0 konterte Nadal zum 3:2. Drei großartige Passierbälle gelangen dem Mallorquiner in diesem Spiel, und danach ahnten die 13.000 Zuschauer auf dem Centre Court bereits, dass sie einem zukünftigen Klassiker zusehen würden.

Nadal hatte sich in den zwei Wochen Wimbledon perfekt an das Spiel auf dem schnellen Grün angepasst und ließ seiner selbstbewussten Ankündigung Taten folgen: "Ich habe mein Rasentennis deutlich verbessert, ich spiele viel besser als vor einem Jahr." Das erkannte auch Federer und räumte ein: "Ich habe auch Glück gehabt, ich habe Rafael gesagt, dass er den Sieg auch verdient gehabt hätte".

"Er wird immer besser"

Der Champion sank nach dem Matchball zuerst auf die Knie, danach auf den Rücken und schlug die Hände vors Gesicht. Wieder übermannten ihn Tränen, die Anspannung musste sich anders wieder als im Vorjahr lösen wie bei seinen ersten drei Titelgewinnen. "Gegen einen Champion wie Rafael zu spielen und den Rekord von Borg einzustellen, ist sehr speziell für mich", sagte Federer, "ich bin froh über jeden Titel, den ich noch gewinnen kann, bevor er sie alle nimmt. Er wird immer besser."

Nadal war auch in der Niederlage so großartig wie im Match: "Ich muss Roger gratulieren, fünf Siege in Folge sind fantastisch", sagte der Mallorquiner, "ich habe hier zwei Wochen sehr gut gespielt, und ich will im nächsten Jahr wiederkommen und es erneut versuchen." Borg hatte schon vor dem Match erklärt, dass Federer ein würdiger Nachfolger für ihn ist. "Was er in den letzten vier Jahren erreicht hat, ist unglaublich. Wenn er unverletzt und motiviert bleibt, wird er der beste Spieler aller Zeiten sein."

Der Herausforder brauchte drei Spiele, dann war er im Match. Federers frühes Break zum 2:0 konterte Nadal zum 3:2. Drei großartige Passierbälle gelangen dem Mallorquiner in diesem Spiel und danach ahnten die 13.000 Zuschauer auf dem Centre Court bereits, dass sie einem zukünftigen Klassiker zusehen würden. Nadal hatte sich in den zwei Wochen Wimbledon perfekt an das Spiel auf dem schnellen Grün angepasst und ließ seiner selbstbewussten Ankündigung Taten folgen: "Ich habe mein Rasentennis deutlich verbessert, ich spiele viel besser als vor einem Jahr."

Mit seinen Powerschlägen von der Grundlinie, Vorhand wie Rückhand, antwortete Nadal auf Federers größere Finesse. Er passierte den Schweizer immer wieder und machte die Punkte von der Grundlinie.

Federers zeigt Stärke beim Aufschlag

Federer profitierte von seinem starken Aufschlag und punktete am Netz. Die Spannung auf dem Platz war mit den Händen zu greifen und fand ihren Höhepunkt im Tiebreak, als ein Schlag von Nadal bei Federers drittem Satzball bereits Aus gegeben wurde, Hawkeye aber zeigte, dass der Ball tatsächlich die Linie noch Millimeter berührte.

Erst seinen fünften Satzball konnte der Schweizer nutzen und zeigte anschließend ungewöhnliche Emotionen, als er sich die Faust geballt zu seiner Box mit Freundin Mirka drehte. "Nadal ist ein unglaublicher Wettkämpfer, sehr schwer zu bezwingen", wusste Federer bereits vor dem Match, "und er spielt immer sehr konstant." Nadal dachte gar nicht daran nachzulassen, sondern setzte Federer unter Druck. Bei 3:2 im zweiten Satz hatte er zwei Breakbälle, die Federer mit drei Assen in Folge abwehrte, im zehnten Spiel aber war es soweit: Mit einem Rückhand-Passierball nutzte er seinen ersten Satzball.

Nur Federer hatte zu Beginn des dritten Satzes einen Breakball im ersten Spiel, es musste also wieder in den Tiebreak gehen. Und da hatte wieder der Schweizer das bessere Ende für sich. Aber wieder kam Nadal zurück, breakte gleich im ersten Spiel, und Federer verlor für einen Augenblick die Nerven, als er eine Entscheidung des elektronischen "Auges" vor dem Break zum 0:3 anzweifelte: "Shit, wie kann dieser Ball drin sein. Kann man das Gerät nicht abstellen. Es tötet mich heute", meinte Federer.

Seine größte Chance hatte mit zwei Breakbällen im fünften Spiel im fünften Satz, aber Federer rettete sich mit zwei starken Aufschlägen. Und gleich anschließend, wie so oft in Tennismatches, nahm Federer mit einem Vorhand-Winner Nadal vorentscheidend den Aufschlag zum 4:2 ab und ließ sich den Vorsprung nicht mehr nehmen.


Tennis in Zahlen

Herreneinzel

Finale: Roger Federer (Schweiz/Nr. 1/TV) - Rafael Nadal (Spanien/Nr. 2) 7:6 (9:7), 4:6, 7:6 (7:3), 2:6, 6:2

Dameneinzel

Finale: Venus Willians (USA/Nr. 23) - Marion Bartoli (Frankreich/Nr. 18) 6:4, 6:1

Herrendoppel

Finale: Arnaud Clement/Michael Llodra (Frankreich/Nr. 10) - Bob Bryan/Mike Bryan (USA/Nr. 1) 6:7 (5:7), 6:3, 6:4, 6:4

Damendoppel

Finale: Cara Black/Liezel Huber (Simbabwe/Südafrika/Nr. 2) - Katarina Srebotnik/Ai Sugiyama (Slowenien/Japan/Nr. 4) 3:6, 6:3, 6:2


 
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