122. All England Championships: Federer erneut gnadenlos
zuletzt aktualisiert: 28.06.2008 - 08:16London (RPO). Roger Federer hat einmal mehr keine Lust auf lange Spielchen gehabt. Der Weltranglistenerste ist bei den 122. All England Championships in Wimbledon im Schnelldurchgang ins Achtelfinale eingezogen. Der Schweizer fegte Marc Gicquel (Frankreich) mit 6:3, 6:3, 6:1 vom Platz und strebt damit weiter seinem sechsten Sieg in Folge entgegen.
Sein Gegner im Achtelfinale ist Lleyton Hewitt, der Wimbledon-Champion von 2002. Gegen den Australier hat Federer eine Bilanz von 13:7, die letzte Niederlage datiert bereits aus dem Jahr 2003.
Im Frauen-Feld schied dagegen einen Tag nach Maria Scharapowa die Weltranglistenerste Ana Ivanovic als nächste Titelfavoritin überraschend aus. Die Serbin musste sich der Weltranglisten-133. Zheng Jie 1:6, 4:6 geschlagen geben. 2006 hatte die zuletzt lange verletzte Chinesin das Doppel in Wimbledon gewonnen. Ivanovic war schon in der ersten Runde erst nach Abwehr von zwei Matchbällen gegen Nathalie Dechy aus Frankreich weitergekommen.
Im Achtelfinale steht dagegen Serena Williams. Im Duell der früheren Wimbledonsiegerinnen setzte sich die US-Amerikanerin mit 7:6 (7:5), 6:1 gegen Amelie Mauresmo aus Frankreich durch.
Roger Federer ist auf Rasen nun seit 62 Spielen ungeschlagen, 37-mal hintereinander gewann er bei den All England Championships. Eine bessere Serie hat dort nur Björn Borg, der von seinen Titelgewinnen 1976 bis 1980 bis zum Finale 1981 ungeschlagen blieb.
Gegen Gicquel durfte Federer erst mit anderthalb Stunden Verspätung auf den Platz, nachdem es am fünften Spieltag erstmals in London geregnet hatte. Nach nur 81 Minuten war er dann aber schon wieder fertig. "Ich habe sehr gut gespielt und muss nun versuchen, mein Niveau zu halten", sagte Federer.
Zverev und Stadler ausgeschieden
Unterdessen haben sich Mischa Zverev und Simon Stadler vom bedeutendsten Tennisturnier der Welt in der dritten Runde verabschiedet. Erst musste der Hamburger Zverev noch vor Beginn des dritten Satzes gegen den Schweizer Weltranglistenneunten Stanislas Wawrinka aufgeben, lag beim Stand von 5:7, 1:6 aber ohnehin auf der Verliererstraße.
Dann war für Qualifikant Stadler (Heidelberg) gegen den an Nummer zehn gesetzten Marcos Baghdatis aus Zypern mit 6:7 (2:7), 4:6, 2:6 Endstation. Beide hatten mit dem Einzug in die dritte Runde ihr bislang bestes Karrierergebnis verbucht.
Niedergeschlagen musste Zverev auf Platz 11 vorzeitig den Rückzug antreten. Nachdem er in der Runde zuvor selbst noch von der Aufgabe des Spaniers Juan Carlos Ferrero profitiert hatte, ging nun bei ihm selbst nichts mehr. Bereits bei Stand von 1:4 hatte er sich am hinteren rechten Oberschenkel behandeln lassen müssen. Auch Stadler, der gegen den früheren Halbfinalisten Baghdatis ordentlich mitspielte, musste sich im dritten Satz am Oberschenkel behandeln lassen, konnte aber weitermachen.
Damit haben aus deutscher Sicht am Samstag nur noch die "Veteranen" Nicolas Kiefer (Hannover), Tommy Haas (Sarasota-USA) und Rainer Schüttler (Korbach) die Chance aufs Achtelfinale. Dabei dürfen erst Haas gegen Englands Hoffnung Andy Murray und anschließend Kiefer gegen den Weltranglistenzweiten Rafael Nadal aus Spanien nacheinander auf dem berühmten Centre Court antreten.
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