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Wimbledon: Kohlschreiber locker in Runde zwei

zuletzt aktualisiert: 22.06.2009 - 22:57

London (RPO). Mühelos hat Philipp Kohlschreiber als erster Deutscher die zweite Runde bei den All England Championships in Wimbledon erreicht. Der Augsburger fegte den Franzosen Florent Serra 7:6 (7:3), 6:1, 6:4 vom Platz und hatte dabei nur im ersten Satz leichte Schwierigkeiten.

Philipp Kohlschreiber ist in Wimbledon mit einem Sieg gestartet. Foto: AFP, AFP

Stunden später folgten Qualifikant Simon Greul und Vorjahreshalbfinalist Rainer Schüttler und sorgten damit für einen ausgesprochen erfolgreichen Wimbledon-Auftakt für die deutschen Tennisprofis. Tommy Haas muss dagegen am Dienstag Überstunden machen.

Greul bezwang den US-Amerikaner Michael Yani mit 6:4, 6:2, 7:5 und gewann damit erstmals bei seiner sechsten Teilnahme an einem Grand-Slam-Turnier ein Match.

Schüttler setzte sich nach einem Marathonspiel mit zahlreichen Auf und Abs und vergebenen Chancen 6:7 (9:11), 6:4, 7:6 (7:3), 6:1 gegen den Belgier Xavier Malisse durch. Das Match von Halle-Sieger Haas gegen den österreichischen Qualifikanten Alexander Peya musste wegen Dunkelheit beim Spielstand von 6:7 (5:7), 7:6 (7:0), 6:3, 4:4 abgebrochen werden. Die Partie wird als zweites Match auf Platz 3 fortgesetzt.

Von den deutschen Herren schied am Montag lediglich Andreas Beck (Stuttgart) durch eine 2:6, 4:6, 7:6 (7:4), 2:6-Niederlage gegen Marcel Granollers (Spanien) aus. Bei den Frauen begann das Turnier der Welt aus deutscher Sicht dagegen mit einer Enttäuschung. Anna-Lena Grönefeld (Nordhorn) unterlag der in der Weltrangliste zurzeit 27 Plätze schlechter notierten Inderin Sania Mirza mit 2:6, 6:2, 2:6. Die Stuttgarterin Kristina Barrois gab sich erst nach großem Kampf mit 6:7 (2:7), 6:7 (4:7) der an 16 gesetzten Chinesin Zheng Jie geschlagen.

Nachdem Kohlschreiber in den vergangenen beiden Jahren jeweils zum Auftakt des bedeutendsten Turniers der Welt gescheitert war, hatte er diesmal allen Grund, zufrieden zu strahlen. "Im Moment läuft's gut, ich bin wirklich froh", sagte er. Dabei hatte der Augsburger am Anfang große Probleme mit dem Franzosen, gegen den er an gleicher Stelle vor zwei Jahren noch gescheitert war. Nach dem fünften Spiel aber änderte er seine Strategie, nahm das Tempo raus und beherrschte fortan die Partie. "Da habe ich eine Monster-Aufholjagd begonnen", erklärte Kohlschreiber.

Auch Schüttler musste sich durch Anfangsprobleme kämpfen. Sechs Satzbälle konnte er im ersten Satz nicht nutzen und ließ Malisse im zweiten Durchgang von 5:2 noch auf 5:4 herankommen. "Nachdem ich den zweiten Satz gewonnen hatte, habe ich mich viel besser gefühlt", erklärte der 33-Jährige, der an der Church Road durch seinen überragenden Erfolg 2008 zahlreiche Weltranglisten-Punkte zu verteidigen hat. "Das habe ich natürlich im Hinterkopf, habe mich aber nicht unter Druck gesetzt", meinte der Hesse, "ich bin vielmehr froh, dass die Sandplatzsaison vorbei ist und ich den Ball wieder gut treffe."

Federer ohne Probleme

Der fünfmalige Turniersieger Roger Federer hatte nach der Absage von Titelverteidiger Rafael Nadal die Ehre, das erste offizielle Match auf dem für 100 Millionen überdachten Centre Court zu bestreiten. Er gewann problemlos 7:5, 6:3, 6:2 gegen Lu Yen-Hsu aus Taiwan. Der Schweizer könnte am Freitag Gegner von Kohlschreiber in der dritten Runde werden. "Natürlich habe ich den dicksten Brocken im Feld", sagte der 25-Jährige, "aber das ist ein großes Match, auf das ich mich sehr freuen würde."

Zuvor muss er am Mittwoch den Tschechen Ivo Minar ausschalten. "Das ist ein gefährlicher Typ, der sagt sich, ich hau mal drauf, und er schlägt gut auf", meinte Kohlschreiber, der gegen den 78. der Weltrangliste noch nie gespielt hat. Mit der am Montag bewiesenen Reife und Form sollte er seiner Favoritenrolle allerdings gerecht werden können. "Auch mental sieht es zur Zeit ganz gut aus", sagte "Kohli".

Am Anfang seines Matches kamen nämlich böse Erinnerungen an 2007 hoch. "Er hat diesmal sensationell angefangen, stark retourniert und immer die bessere Antwort gewusst", schilderte Kohlschreiber den Matchbeginn, "in der Verfassung von vor zwei Jahren hätte ich da noch einen Einbruch gehabt und säße jetzt als Verlierer hier."


123. All England Championships in Wimbledon (14,1 Mio. Euro), 1. Spieltag:

Herreneinzel, 1. Runde: Rainer Schüttler (Korbach/Nr. 18) - Xavier Malisse (Belgien) 6:7 (9:11), 6:4, 7:6 (7:3), 6:1, Tommy Haas (Sarasota-USA/Nr. 24) - Alexander Peya (Österreich) 6:7 (5:7), 7:6 (7:0), 6:3, 4:4 -Abbruch wegen Dunkelheit, Philipp Kohlschreiber (Augsburg/Nr. 27) - Florent Serra (Frankreich) 7:6 (7: 3), 6:1, 6:4, Simon Greul (Stuttgart) - Michael Yani (USA) 6:4, 6:2, 7:5, Marcel Granollers (Spanien) - Andreas Beck (Stuttgart) 6:2, 6:4, 6:7 (4:7), 6:2, Roger Federer (Schweiz/Nr. 2) - Lu Yen-Hsun (Taiwan) 7:5, 6:3, 6:2, Novak Djokovic (Serbien/Nr. 4) - Julien Benneteau (Frankreich) 6:7 (6:8), 7:6 (7:1), 6:2, 6:4, Fernando Verdasco (Spanien/Nr. 7) - James Ward (Großbritannien) 6:1, 6:3, 6:4, Jo-Wilfried Tsonga (Frankreich/Nr. 9) - Andrej Golubew (Kasachstan) 6:3, 5:7, 7:6 (7:4), 7:6 (7:5), Marin Cilic (Kroatien/Nr. 11) - Alberto Martin (Spanien) 6:3, 6:4, 6:4, Robin Söderling (Schweden/Nr. 13) - Gilles Müller (Luxemburg) 6:7 (4:7), 7:5, 6:1, 6:2, Tommy Robredo (Spanien/Nr. 15) - Luka Gregorc (Slowenien) 7:6 (7:4), 6:4, 5:7, 7:6 (7:3), Andreas Seppi (Italien) - James Blake (USA/Nr. 17) 7:5, 6:4, 7:6 (7:5), Igor Andrejew (Russland/Nr. 20) - Jewgeni Korolew (Russland) 4:6, 7:6 (7:2), 6:4, 7:6 (7:4), Ivo Karlovic (Kroatien/Nr. 22) - Lukas Lacko (Slowakei) 6:3, 7:6 (7:4), 6:3, Karol Beck (Slowakei) - Feliciano Lopez (Spanien/Nr. 21) 1:6, 7:5, 6:3, 4:6, 10:8, Mardy Fish (USA/Nr. 28) - Sergio Roitman (Argentinien) 6:3, 6:2, 4:1-Aufgabe Roitman, Albert Montanes (Spanien/Nr. 32) - Grega Zemlja (Slowenien) 6:4, 6: 4, 6:4, Marc Giquel (Frankreich) - Adrian Mannarino (Frankreich) 6: 2, 6:2, 6:4, Ivo Minar (Tschechien) - Maximo Gonzalez (Argentinien) 6:4, 3:6, 7:5, 6:0, Guillermo Garcia-Lopez (Spanien) - Agustin Calleri (Argenitinien) 6:2, 6:3, 6:2, Dudi Sela (Israel) - Santiago Gonz lez (Mexiko) 6:4, 4:6, 7:6 (7:2), 6:3, Nicolas Almagro (Spanien) - Juan Monaco (Argentinien) 6:7 (3:7), 6:7 (7:9), 7:6 (7:5), 6:4, 8:6, Janko Tipsarevic (Serbien) - Jan Hernych (Tschechien) 6:4, 6:4, 7:6 (7:4), Simone Bolelli (Italien) - Daniel Köllerer (Österreich) 6:7 (3:7), 2:6, 7:5, 6:4, 6:4, Guillermo Canas (Argentinien) - Diego Junqueira (Argentinien) 6:1, 6:2, 6:2, Vince Spadea (USA) - Paul Capdeville (Chile) 6:0, 6:4, 7:5, Steve Darcis (Belgien) - Frank Dancevic (Kanada) 6:4, 7:6 (7:4), 6:3, Kristof Vliegen (Belgien) - Nicolas Mahut (Frankreich) 6:3, 7:6 (8:6), 5:7, 5:7, 6:4, Stefan Koubek (Österreich) - Edouard Roger-Vasselin (Frankreich) 7:5, 6:3, 4:6, 3:6, 6:3, Sam Querrey (USA) - Danai Udomchoke (Thailand) 6:3, 6:4, 6:4

Dameneinzel, 1. Runde: Zheng Jie (China/Nr. 16) - Kristina Barrois (Stuttgart) 7:6 (7:2), 7:6 (7:4), Sania Mirza (Indien) - Anna-Lena Grönefeld (Nordhorn) 6:2, 2:6, 6:2, Serena Williams (USA/Nr. 2) - Neuza Silva (Portugal) 6:1, 7:5, Jelena Dementiewa (Russland/Nr. 4) - Alla Kudrijazewa (Russland) 6:4, 6:1, Wiktoria Asarenka (Weißrussland/Nr. 8) - Severine Bremond (Frankreich) 6:2, -Aufgabe Bremond, Nadia Petrowa (Russland/Nr. 10) - Anastasija Jakimowa (Weißrussland) 6:1, 6:1, Marion Bartoli (Frankreich/Nr. 12) - Chan Yung-jan (Taiwan) 6:0, 6:0, Dominika Cibulkova (Slowakei/Nr. 14) - Julie Coin (Frankreich) 6:4, 3:6, 6:3, Ai Sugiyama (Japan) - Patty Schnyder (Schweiz/Nr. 21) 6:4, 6:4, Francesca Schiavone (Italien) - Aleksandra Wozniak (Kanada/Nr. 23) 4:6, 6:4, 6:4, Maria Scharapowa (Russland/Nr. 24) - Wiktorija Kutusowa (Ukraine) 7:5, 6:4, Virginie Razzano (Frankreich/Nr. 26) - Tamira Paszek (Österreich) 6:0, 3:1 -Aufgabe Paszek, Alisa Kleibanowa (Russland/Nr. 27) - Sesil Karatantschewa (Kasachstan) 6: 2, 7:5, Sorana Cirstea (Rumänien/Nr. 28) - Edina Gallovits (Rumänien) 7:5, 6:1, Anastasia Pawljuschenkowa (Russland/Nr. 31) - Petra Cetkovska (Tschechien) 6:2, 6:2, Gisela Dulko (Argentinien) - Stephanie Foretz (Frankreich) 6:3, 7:5, Daniele Hantuchova (Slowakei) - Laura Robson (Großbritannien) 3:6, 6:4, 6:2, Urszula Radwanska (Polen) - Masa Zec Peskiric (Slowenien) 6:3, 6:3, Regina Kulikowa (Russland) - Karolina Sprem (Kroatien) 4:6, 7:5, 6:3, Raluca Olaru (Rumänien) - Nathalie Dechy (Frankreich) 1:6, 7:6 (7:0), 6:2, Shahar Peer (Israel) - Maria Elena Camerin (Italien) 6:2, 7:6 (7:3), Roberta Vinci (Italien) - Magdalena Ryabrikova (Slowakei) 6:3, 6:2, Jarmila Groth (Australien) - Lucie Safarova (Tschechien) 6:3, 3:6, 6:3, Michelle Larcher de Brito (Portugal) - Klara Zakopalova (Tschechien) 6:2, 7:5, Timea Bacsinszky (Schweiz) - Wesna Manasiewa (Russland) 6:1, 4:6, 8:6, Aravane Rezai (Frankreich) - Ayumi Morita (Japan) 6:2, 6:2, Jill Craybas (USA) - Zvetana Pironkowa (Bulgarien) 6:4, 7:5, Jelena Wesnina (Russland) - Yanina Wickmayer (Belgien) 6:1, 6:1, Roberta Vinci (Italien) - Magdalena Rybarikova (Slowakei) 6:3, 6:2, Mathilde Johansson (Frankreich) - Melanie South (Großbritannien) 7:5, 7:6 (7:5), Arantxa Parra Santonja (Spanien) - Tamarine Tanasugarn (Thailand) 6:4, 6:4

Quelle: SID

 
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