Wimbledon: Nadal geht auf Schiedsrichter los
zuletzt aktualisiert: 04.07.2007 - 18:07London (RPO). Die 121. All England Championships in Wimbledon leiden auch in diesem Jahr unter dem schlechten britischen Wetter. Die vielen Verzögerungen im Spielplan gehen den Akteuren an die Nerven. Am Mittwoch ist dem Weltranglistenzweiten Rafael Nadal der Kragen geplatzt.
Der Spanier und Novak Djokovic, der Fünfte im ATP-Ranking, zeigten ihr Unverständnis über die Entscheidung von Oberschiedsrichter Andrew Jarrett, am Sonntag keine Partien anzusetzen, obwohl bereits zu diesem Zeitpunkt der Spielplan diverse Spiele im Rückstand war.
"Diese Entscheidung verstehe ich nicht, zumal der Wetterbericht bereits vorhersagte, dass es auch Montag und Dienstag schlecht werden würde", sagte Djokovic, der erst am Mittwoch seine Drittrundenpartie gegen Nicolas Kiefer beenden konnte: "Ich muss, wenn ich gewinne, jetzt drei Matches an drei Tagen hintereinander spielen. Das ist bei einem Grand-Slam-Turnier sehr hart."
Noch harscher viel die Kritik von Nadal aus, der ebenfalls erst am Mittwoch seine Drittrundenpartie gegen Robin Söderling (Schweden) beenden konnte. "Sie denken hier nicht sehr an die Spieler", warf der Spanier den Turnier-Verantwortlichen vor, "ich verstehe nicht, warum sie uns nicht Sonntag spielen lassen. Ich verstehe nicht, warum man uns Dienstagabend nicht spielen ließ, als das Wetter besser wurde."
Erst seit 1982 wird in Wimbledon überhaupt das Herrenfinale regelmäßig am zweiten Sonntag ausgetragen. Seit dem ersten Turnier 1877 waren die Sonntage stets spielfrei. Insgesamt wurde bislang erst dreimal (1991, 1997 und 2004) am "Middle Sunday" gespielt, 1972 und 1973 musste auf den zweiten Sonntag ausgewichen werden.
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