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Wimbledon: Nadal und Federer auf Traumfinal-Kurs

zuletzt aktualisiert: 06.07.2007 - 20:21

London (RPO). Rafael Nadal und Roger Federer haben bei den 121. All England Championships in Wimbledon das Halbfinale erreicht. Somit rückt ein mögliches Traumfinale zwischen beiden Kontrahenten immer näher. Bei den Damen zog Venus Williams ins Finale ein, wo sie auf Außenseiterin Marion Bartoli trifft.

Die beiden besten Tennisspieler der Welt sind nach ihren Viertelfinal-Siegen am Freitag nur noch einen Erfolg von einer Neuauflage des Vorjahres-Endspiels entfernt. Nadal hat die Herausforderung bereits ausgesprochen: "Ich bin auf Rasen besser als im letzten Jahr, ich möchte Wimbledon gewinnen."

Der 21 Jahre alte French-Open-Sieger bezwang in der Runde der letzten Acht den Tschechen Tomas Berdych mit 7:6 (7:1), 6:4, 6:2 und bot dabei erneut eine starke und konzentrierte Leistung. Federer musste bei seinem 7:6 (7:2), 3:6, 6:1, 6:3-Erfolg gegen den Spanier Juan Carlos Ferrero zwar den ersten Satzverlust im Turnier hinnehmen, konnte sich in der entscheidende Phase aber wie gewohnt steigern und gewann am Ende souverän. "Ich habe zwar einen Satz verloren aber nicht das Match und das zählt", sagte der Schweizer, "ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung.

Federers Gegner im Halbfinale am Samstag (12.00 Uhr MESZ) wurde zwischen Andy Roddick (USA) und Richard Gasquet (Frankreich) ermittelt. Nadal muss erneut gegen Novak Djokovic antreten. Der 20-Jährige rang in 4:59 Stunden den Vorjahreshalbfinalisten Marcos Baghdatis (Zypern) nieder und erreichte damit zum zweitenmal in seiner Karriere die Vorschlussrunde bei einem Grand-Slam-Turnier. Djokovic und Nadal standen sich bereits vor vier Wochen im Halnfinale der French-Open in Paris gegenüber. Im direkten Vergleich führt der Weltranglisten-Zweite aus Mallorca mit 4:1 Siegen.

Nadal bewies auch bei seinem 50. Saisonsieg gegen Berdych seine Klasse. Der alles überragende Sandplatzspieler ist auch auf dessen Lieblingsbelag längst zu einem echten Herausforderer für den viermaligen Champion Roger Federer geworden. Schon im verlorenen Wimbledon-Endspiel im letzten Jahr konnte er mit dem Schweizer mithalten, jetzt fühlt er sich noch stärker: "Am Donnerstag habe ich im Achtelfinale gegen Michael Juschni das beste Rasentennis meines Lebens gespielt. Ich lerne mit jedem Match."

Spektakuläre Ballwechsel wie gegen den Russen waren gegen den Sieger der Wimbledon-Generalprobe in Halle/Westfalen nicht möglich, dafür waren die Verhältnisse zu schwierig. Statt der Regenfälle der letzten Tage störten diesmal heftige Winde die Spieler. Da der Centre Court wegen der Umbauarbeiten ohne schützendes Dach ist, pfiffen die Böen immer wieder über den Platz. "Es war sehr, sehr schwierig den Ball richtig zu treffen, man musste voll konzentriert bleiben", meinte der Spanier, "für Tomas war es sehr schwer beim Aufschlag."

Aber Nadals erstaunliche Reife zeigte sich eben auch bei den schwierigen Verhältnissen. "Er hat sich auf den Wind besser eingestellt, holt bei der Vorhand nicht so weit aus und wirft den ball beim Aufschlag nicht so hoch", lobte BBC-Kommentator John McEnroe. 2:07 Stunden benötigte Nadal für den ungefährdeten Erfolg. Nach den beiden Fünf-Satz-Matches in den Runden davor ein schneller Sieg. "Das war sehr wichtig für mich nach den Belastungen vorher", meinte Nadal, "sicher ist es auch ein Vorteil, dass ich viel schneller als mein Halbfinalgegner fertig war."

Bei den Damen zog Venus Williams zum sechsten Mal ins Endspiel ein. Die US-Amerikanerin bezwang im ersten Halbfinale die Serbin Ana Ivanovic mit 6:2, 6:4. Williams zog durch ihren 50. Matchgewinn an der Church Road mit ihrer legendären Landsfrau Billie Jean King gleich, die ebenfalls sechs Mal im Endspiel an der Church Road stand. Williams greift am Samstag zu ihrem dritten Titel nach 2000, 2001 und 2005.

Williams trifft auf die krasse Außenseiterin Marion Bartoli, die den Grand-Slam-Traum von Justine Henin beendet hat. Die Französin setzte sich im Halbfinale nach großem Kampf mit 1:6, 7:5, 6:1 gegen die belgische Weltranglisten-Erste durch und sorgte damit für eine der größten Überraschungen in der Turniergeschichte. Bartoli zog erstmals in ihrer Karriere in ein Grand-Slam-Finale ein. Sie wird in der aktuellen Weltrangliste nur auf Platz 17 geführt und konnte in ihrer Laufbahn erst drei Turniere gewinnen.

Quelle: sid

 
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