Wimbledon: Regen sorgt für Terminnot - Kiefers Match vertagt
zuletzt aktualisiert: 02.07.2007 - 21:32London (RPO). Der Regen plätschert in Wimbledon weiter fröhlich vor sich hin und treibt den Organisatoren der 121. All England Championships immer mehr Sorgenfalten auf die Stirn. Das dritte Grand-Slam-Turnier gerät durch das schlechte Wetter in Terminnot.
Die Drittrunden-Partie von Nicolas Kiefer gegen den Serben Novak Djokovic musste am Montag um 20.17 Uhr Ortszeit nach zahlreichen Regenunterbrechungen beim Stand von 6:7 (4:7), 5:6, 40:30 aus Sicht des Deutschen wegen eines heftigen Gusses abgebrochen werden und muss nun am Dienstag fortgesetzt werden.
Der Turnierplan ist noch weiter durcheinander geraten, eine Verlängerung bis zum Montag wie zuletzt 2001 scheint schon fast unausweichlich. Insbesondere die Herren aus der unteren Hälfte des Tableaus sind bereits weit hinter dem Zeitplan her.
Normalerweise werden an der Church Road am Montag die Achtelfinals ausgetragen, doch lediglich Tomas Berdych, Marcos Baghdatis, Jonas Björkman und Michail Juschni konnten am Montag überhaupt schon ins Achtelfinale vordringen.
Terror bedroht auch Wimbledon
Außer durch die katastrophalen Wetterverhältnisse wird das bedeutendste Tennisturnier der Welt auch von der Terrorangst überschattet. Angesichts der erhöhten Alarmstufe in London nach den gescheiterten Anschlägen vom Wochenende in der britischen Hauptstadt und in Glasgow wurden die Sicherheitsmaßnahmen bei dem Turnier erheblich verstärkt.
Hubschrauber kreisten, Polizisten patrouillierten und die Personenkontrollen wurden intensiviert. Die Zufahrt zum All England Club wurde mit Beton-Barrieren versperrt, um Attacken mit Autobomben unmöglich zu machen.
Kiefer konnte sein Match erst um 16.26 Uhr Ortszeit beginnen und hatte dabei einen starken Start. Er ging nach einem Break schnell mit 2:0 in Führung, verlor aber seinen Aufschlag zum 3:2 bereits wieder. Während des gesamten ersten Satzes hatte Kiefer die besseren Chancen als der Aufsteiger aus Serbien, nutzte sie aber nicht und gab den Tiebreak und damit den Satz mit 6:7 (4:7) ab.
Bereits um 17.36 Ortszeit musste das Spiel bei 2:2 im zweiten Satz wieder für 2:13 Stunden unterbrochen werden. Auch in der Fortsetzung bewies Kiefer seine exzellente Verfassung bei seinem Comeback und hielt mit dem absoluten Weltklassespieler mit.
Von der Regenpause profitierte Serena Williams. Die 25-Jährige brach im zweiten Satz ihrer Partie gegen die Slowakin Daniela Hantuchova beim Stand von 6:2, 5:5 und 15:30 aus ihrer Sicht mit einem starken Krampf in der linken Wade zusammen.
Williams kämpft sich weiter
Sie musste minutenlang auf dem Platz behandelt werden und konnte anschließend kaum laufen. Williams hatte offenbar starke Schmerzen, setzte die Partie aber in der Hoffnung auf eine Regenpause fort. Sie verlor zwar den Tiebreak des zweiten Satzes, konnte sich im dritten Durchgang unter dem Jubel der Zuschauer aber tatsächlich mit 6:2 durchsetzen.
Williams trifft im Viertelfinale auf Justine Henin. Die Belgierin bezwang am Montag im ersten Achtelfinalspiel Patty Schnyder aus der Schweiz mit 6:2, 6:2 und ist damit auch nach ihrem vierten Match an der Church Road ohne Satzverlust. Die French-Open-Siegerin strebt in Wimbledon den so genannten "Karriere-Grand-Slam" an. Wimbledon ist das einzige der vier Major-Turniere, dass die 25-Jährige noch nicht gewinnen konnte.
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