Wimbledon: Regen stiehlt Haas die Show
zuletzt aktualisiert: 27.06.2007 - 20:02London (RPO). Die deutschen Tennisasse sind in Wimbledon im Wartestand: Tommy Haas wurde nach gewonnenem ersten Satz vom Regen gestoppt, Michael Berrer kam aufgrund des schlechten Wetters gar nicht zum Zug.
Als Haas gegen 16.00 Platz 18 betrat, um sein Zweitrundenmatch gegen Tomas Zib zu beginnen, strahlte noch die Sonne über der Anlage an der Church Road. Den Wettlauf mit den aufziehenden Regenwolken aber konnte der gebürtige Hamburger bei den 121. All England Championships nicht gewinnen.
Nach exakt 28 Minuten Spielzeit und dem mit 6:3 souverän gewonnen ersten Satz begannen die Niederschläge und schickten Haas wie schon in seinem Erstrundenmatch am Montag in eine Zwangspause.
Der Stuttgarter Michael Berrer kam gar nicht auf den Platz. Der 26-Jährige muss nun am Donnerstag gegen den Russen Michael Tursunow den möglichen Gegner von Haas ermitteln.
Federers Rekordjagd vertagt
Den Sieger dieser Partie erwartet dann im Achtelfinale wahrscheinlich Titelverteidiger Roger Federer, dessen Match gegen den Italiener Juan Martin Del Potro beim Stand von 6:2, 7:5, 2:2 unterbrochen werden musste. Der Schweizer war also auf dem besten Weg, seinen eigenen Rekord auf 50 Siege auf Rasen in Folge zu verbessern.
Trotz des nasskalten Wetters war bei Haas von einer Behinderung in seiner Problemschulter nichts zu merken. Eine Woche hatte er sich vor Wimbledon in Donaustauf von Physiotherapeut Klaus Eder pflegen lassen, offensichtlich mit Erfolg. Nach seinem Auftaktmatch gegen Zack Fleishman unter ähnlichen Verhältnissen und dem ersten Spiel nach siebenwöchiger Verletzungspause hatte er jedenfalls keinerlei Probleme.
Auch gegen den biederen Tschechen zeigte Haas im ersten Satz eine gute Leistung, schloss auch Netzattacken erfolgreich ab. Ein bischen Ärger hatte der emotionale Tennisprofi dennoch mit seinem Coach Thomas Hogstedt: "Es ist noch nicht die Zeit, über Taktik reden", fauchte er den Schweden beim Stand von 2:2 an, nachdem dieser ihm ein paar Zeichen gegeben hatte.
Aber wie so oft bei Haas steigerte er sich nach diesem kleinen Ausbruch, holte das entscheidende Break zum 4:2 und schloss den Satz mit einem Ass und einem erleichterten "Ja!" ab. Dann öffnete der Himmel seine Schleusen.
121. All England Championships in Wimbledon (16,7 Millionen Euro), 3. Tag:
Herreneinzel, 2. Runde:
Andy Roddick (USA/Nr. 3) - Danai Udomchoke (Thailand) 6:3, 6:4, 7:6 (7:3), Fernando Gonzalez (Chile/Nr. 5) - Alejandro Falla (Kolumbien) 4:6, 6:3, 6:4, 7:6 (7:1), Richard Gasquet (Frankreich/Nr. 12) - Nicolas Mahut (Frankreich) 6:4, 6:3, 6:4, Janko Tipsarevic (Serbien) - Florent Serra (Frankreich) 6:3, 6: 2, 6:7 (3:7), 3:6, 6:2, Fernando Verdasco (Spanien) - Andreas Seppi (Frankreich) 6:3, 6:2, 6:4
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