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Serena Williams panorama ap 2009
  Foto: POOL, REUTERS, AP
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Tennis: Williams-Schwestern im Wimbledon-Finale

zuletzt aktualisiert: 02.07.2009 - 18:35

London (RPO). Die Siegerin bei den All England Championships in Wimbledon heißt Williams. Das steht bereits vor dem Finale fest. Die beiden Schwestern Serena und Venus haben nach 2002, 2003 und 2008 einmal mehr das Endspiel erreicht.

Nachdem sich Serena Williams im Halbfinale mit 6:7 (4:7), 7:5, 8:6 gegen die Russin Jelena Dementjewa durchgekämpft hatte, deklassierte Titelverteidigerin Venus im zweiten Vorschlussrundenspiel die Weltranglisten-Erste Dinara Safina mit 6:1, 6:0.

Venus Williams kann damit am Samstag (15 Uhr MESZ) bereits ihren sechsten Wimbledon-Titel gewinnen. Ihre jüngere Schwester war zweimal an der Church Road erfolgreich. Die Williams-Familie setzt außerdem ihre beeindruckende Erfolgsserie an den Church Road fort. Mit Ausnahme von 2006 stand seit 2000 in jedem Jahr mindestens eine der Schwestern im Endspiel.

Info

Die Spiele am Freitag, Spielbeginn 14 Uhr MESZ:

Centre Court: Tommy Haas (Sarasota-Florida/Nr. 24) - Roger Federer (Schweiz/Nr. 2) im Live-Ticker, Andy Murray (Großbritannien/Nr. 3) - Andy Roddick (USA/Nr. 6).

"Das ist mein achtes Finale, ein Traum wird wahr", strahlte die Titelverteidigerin nach ihrem Spaziergang auf dem Centre Court. Die Zuschauerrolle im vorherigen Match ist ihr offenbar schwerer gefallen als das Match. "Es war so schwer, dieses Drama zu verfolgen. Aber Samstag wird es noch schwieriger, ein Finale gegen Serena Williams", sagte Venus Williams.

Serena schrieb gegen Dementjewa in einem hochdramatischen Match Wimbledon-Geschichte. 2:49 Stunden standen sich die beiden 27-Jährigen auf dem Centre Court gegenüber und lieferten sich damit das längste Frauenhalbfinale aller Zeiten.

"Es war sehr hart"

"Es war sehr, sehr hart. Jelena hat so gut gespielt und mich zuletzt ja auch in einigen Matches geschlagen", sagte die erleichtete Siegerin nach dem Spiel, "ich habe während des Matches immer wieder zu meiner Familie rübergeschaut. Sie haben mich sehr unterstützt. Das hat mir geholfen, weil ich heute nicht so gut war."

Anschließend demontierte Venus die andere russische Halbfinalisten in nur 51 Minuten und fachte damit die Diskussion über die Berechtigung von Safinas Top-Platzierung in der Weltrangliste wieder an. "Dinara ist so talentiert und sie hat im letzten Jahr sehr konstant gespielt", meinte Venus Williams höflich, "aber ich habe einfach mehr Erfahrung auf diesem Platz." Safina hat noch keinen Grand-Slam-Titel gewonnen und die Tendenz, in wichtigen Matches komplett ihre Linie zu verlieren.

Serena Williams hat zum fünften Mal in ihrer Karriere das Endspiel der All England Championships in Wimbledon erreicht und damit die Chance, ihren elften Grand-Slam-Titel zu gewinnen, in Wimbledon war sie 2002 und 2003 gegen Venus erfolgreich. Insgesamt standen sich die beiden Schwestern 20 Mal gegenüber und es steht dabei ausgeglichen 10:10. In Grand-Slam-Finals führt Serena mit 5:2.

Die 27-Jährige bewies auch gegen Dementjewa wieder ihre mentale Stärke und extremen Kampfgeist. Die 27-Jährige Russin, die außer den Olympischen Spielen 2008 noch keinen großen Titel gewonnnen hat, war lange Zeit die bessere Spielerin. Sie diktierte die Partie von der Grundlinie mit cleveren Schlägen, während Williams sich vor allem auf ihren Aufschlag verlassen musste.

Die Russin, die ihr 43. Grand-Slam-Turnier hintereinander bestritt, ließ sich erst spät im zweiten Satz von der Siegesstraße abbringen. Williams gelang ein Break zur 6:5-Führung, anschließend wehrte sie zwei Breakbälle ab.

Dabei schlug sie in dem Aufschlagspiel zum 7:5-Satzgewinn allein drei Asse. Auch im dritten Satz kam Williams dank ihrer Kampfkraft und Moral aus einer schwierigen Situation zurück. Beim Stand von 4:5 wehrte sie einen Matchball ab, breakte zum 7:6 und verwandelte schließlich selbst ihren ersten Matchball, etwas glücklich mit einem Netzroller.


123. All England Championships in Wimbledon (14,1 Mio. Euro), 11. Spieltag:

Dameneinzel, Halbfinale:
Venus Williams (USA/Nr. 3/TV) - Dinara Safina (Russland/Nr. 1) 6:1, 6:0
Serena Williams (USA/Nr. 2) - Jelena Dementjewa (Russland/Nr. 4) 6:7 (4:7), 7:5, 8:6

Damit im Finale:
Venus Williams - Serena Williams

Quelle: SID

 
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