World Team Cup in Düsseldorf: Entscheidung gegen Gauchos fällt im Doppel
zuletzt aktualisiert: 19.05.2010 - 15:50Düsseldorf (RPO). Andreas Beck hat beim Arag World Team Cup in Düsseldorf die Entscheidung im zweiten Gruppenspiel zwischen Deutschland und Argentinien durch eine 6:7 (3:7), 6:2, 3:6-Niederlage gegen Eduardo Schwank erneut dem Doppel überlassen. Der 24-jährige Stuttgarter konnte die Vorgabe von Philipp Kohlschreiber, der am Vortag gegen Horacio Zeballos das 1:0 geholt hatte, nicht nutzen und vergab unter anderem im ersten Satz bei eigener 5:2-Führung zwei Satzbälle.
"Da müssen wir nicht drüber reden, das war geschenkt", sagte Beck. Es ist die Konstanz, das unbedingte Vertrauen in sein Spiel, das ihm nach seiner langen Verletzungspause von November 2009 bis ins Frühjahr 2010 noch fehlt: "Ich arbeite mich langsam Schritt für Schritt heran. Manchmal habe ich so ein geiles Match wie das gegen Mathieu und manchmal halt so ein durchwachsenes wie das gegen Schwank."
"Ich spüre keinen Druck"
Monatelang hatte Beck wegen anhaltender Schmerzen im linken Arm pausieren müssen, der Wiedereinstieg nach einer so langen Auszeit dauert lange: "Aber ich spüre keinen Druck, ich weiß, was ich kann, und ich spüre, dass es von Tag zu Tag besser wird." Gegen Frankreich, sagt Beck, habe er durch seinen Sieg die deutsche Mannschaft im Spiel gehalten: "Jetzt müssen es halt die Doppel-Jungs richten."
Nach der Niederlage gegen Frankreich, als Kohlschreiber und Christopher Kas (Trostberg) gegen Jeremy Chardy und Nicolas Mahut verloren hatten, muss Vorjahresfinalist Deutschland gegen Argentinien unbedingt gewinnen, um die Chance auf die erneute Endspiel-Teilnahme zu wahren. Letzter Gruppengegner ist am Donnerstag und Freitag Titelverteidiger Serbien.
"Ein blödes Break"
Beck, der sein erstes Match gegen den Franzosen Paul-Henri Mathieu gewonnen hatte, startete gegen Schwank mit Vollgas und servierte nach einer halben Stunde zum Satz. Dann verlor der gebürtige Ravensburger komplett den Faden, ließ sich in den Tiebreak drängen und verlor den Durchgang noch mit 6:7. Scheinbar unbeeindruckt gewann Beck dann den zweiten Satz mit 6:2, ehe ihn ein frühes Break im dritten am Ende das Match kostete. "Das war halt ein blödes Spiel, ein blödes Break", sagte Beck. Nach 2:15 Stunden verwandelte Schwank seinen Matchball zum 1:1.
Schwank stand am Mittwoch als Ersatz für den argentinischen Spitzenspieler Juan Monaco auf dem Platz, der sich dann allerdings für das Doppel an der Seite von Horacio Zeballos gegen Kohlschreiber und Kas wieder fit meldete. Anders als der Australier Lleyton Hewitt, der auf seinen Einsatz im Spiel der roten Gruppe gegen Tschechien am Dienstag komplett verzichtete. Sein Ersatzmann Carsten Ball besiegelte mit dem 3:6, 6:7 (4:7) gegen Tomas Berdych das vorzeitige Aus der Australier, die nach zwei Niederlagen gegen die USA und Tschechien keine Chance mehr auf die Final-Teilnahme haqben.
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