Ex-NBA-Star: Magic Johnson: Eine Legende wird 50
zuletzt aktualisiert: 14.08.2009 - 10:05Los. Angeles (RP). Die 50 möchte man ihm nicht abnehmen. Wenn Earvin "Magic" Johnson im US-Fernsehen über Basketball doziert, will man den immer noch blendend aussehenden Superstar am liebsten gleich wieder auf das Feld schicken. "Die Liebe meiner Frau und die Liebe zum Sport", erklärt Johnson, bei dem auch 18 Jahre nach seiner HIV-Infizierung keine Anzeichen von AIDS aufgetreten sind.
Am Freitag macht der ehemalige Point Guard der Los Angeles Lakers das halbe Jahrhundert voll. 13 Jahre lang setzte Johnson in der National Basketball Association (NBA) Maßstäbe.
Unvergessen sind seine "blinden" Pässe, sein geniales Spielverständnis und seine elektrisierenden Showdowns mit seinem Kumpel Larry Bird (Boston Celtics). Am Ende einer schillernden Karriere standen Werte, mit denen bestenfalls ein anderer "M.J." – Michael Jordan – konkurrieren kann: 17 707 Punkte, fünf Meisterschaften, 12 Berufungen ins Allstar-Team, olympisches Gold in Barcelona und die folgerichtige Aufnahme in die "Hall of Fame" (2002).
Seinen berühmten Beinamen erhielt Johnson schon vor seinem Einstieg ins Profigeschäft. Als 15-Jähriger erzielte er in einem Spiel der Lansing's Everett High School (US-Bundesstaat Michigan) 36 Punkte, 16 Rebounds und 16 Assists, was einen Sportjournalisten der dortigen Tageszeitung zum heute weltweit bekannten Prädikat "Magic" inspirierte.
Finanziell hat der Mann mit dem Zahnpasta-Lächeln längst ausgesorgt. 105 Starbucks-Kaffeehäuser, zwölf Fitness-Zentren, zehn Kino-Paläste und 20 Burger-King-Restaurants tragen heute Johnsons Namenszug. Aufgrund seiner geschäftlichen Erfolge wurden ihm nach dem Basketball zahlreiche Auszeichnungen verliehen. Doch es ist das Thema AIDS, bei dem Johnson wahre Leidenschaft zeigt. "Wir sind noch nicht am Ziel. Die Medizin von heute hat zwar enorme Fortschritte gemacht, doch der letzte Durchbruch steht noch aus."
Am 7. November 1991 gab Johnson zum Schock der Welt-Öffentlichkeit seine Infizierung mit dem HIV-Virus bekannt und trat vom Basketball zurück. Heute ist der HIV-Virus laut Johnson, der täglich Medizin einnimmt, in seinem Körper nicht mehr nachweisbar.
Sein Vermögen will der dreifache Vater weiterhin in den Neubau von Krankenhäusern und in Selbsthilfegruppen investieren, die Stadtteile von Jugendkriminalität befreien sollen. "Aufgrund meiner und anderer Projekte sank die Kriminalität in oft zweistelligen Raten. Das ist mehr wert als jede Meisterschaft."
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