Dallas verliert gegen Indiana: Nowitzkis beste Saisonleistung reicht nicht zum Sieg
zuletzt aktualisiert: 04.02.2012 - 11:42Dallas (RPO). "Dirkules" mühte sich nach Kräften, ja er gab alles, wie sein Trainer Rick Carlisle ausdrücklich lobte. Gereicht hats trotzdem nicht. Auch Dirk Nowitzkis Saisonbestleistung von 30 Punkten bewahrte NBA-Champion Dallas Mavericks nicht vor der 87:98-Heimniederlage gegen die Indiana Pacers.
Trotz der zweiten Niederlage in Serie nach dem 86:95 gegen die Oklahoma City Thunder zwei Tage zuvor atmeten aber bei den Mavs alle auf. Weil "Big D" Fahrt aufnahm. Das Problem bei der Sache: Der Rest der Mannschaft trat erneut auf die Bremse.
"Sehr positiv"
"Dirk bewegt sich jeden Tag besser. Es war gut anzusehen, weil er alles gegeben hat. Er war sehr aktiv. Sehr positiv", lobte Mavs-Coach Carlisle, der Nowitzki im Januar noch Extra-Training und vier Spiele Pause verordnet hatte. "Ich habe endlich einen guten Rhythmus gefunden. Die Kraft kommt in meine Beine zurück. Harte Arbeit zahlt sich immer aus", sagte Nowitzki: "In den letzten Wochen konnte ich ihn (Carlisle, d. Red.) nicht widerlegen."
Nowitzkis gute Leistung kam wohl gerade rechtzeitig. Denn nach zusammen nur 28 Punkten in den drei Spielen seit seiner Rückkehr hatten die ersten Experten bereits den Abgesang auf den wertvollsten Spieler (MVP) der Finalserie des Vorjahres angestimmt.
"Zu alt und zu langsam"
"Dirk wird alt, die Zeit holt ihn ein", attestierte NBA-Legende Charles Barkley dem 33 Jahre alten Würzburger in einem Radiointerview mit ESPN Dallas. Im Vergleich zum Rest des Teams ließ "Sir Charles" bei Nowitzki allerdings noch Gnade walten. "Zu alt und zu langsam" sei die Meistermannschaft, nörgelte Barkley und prophezeite: "Die Mavericks werden den Titel nicht gewinnen, es ist vorbei."
Von der Meisterform, das dürfte wohl auch den größten Optimisten im Lager der Mavs klar sein, sind Nowitzki und Co. nach wie vor meilenweit entfernt. So richtig kommen die Texaner in dieser Saison einfach nicht auf Touren. Mit einer Bilanz von 14 Siegen bei zehn Niederlagen liegt Dallas in der Western Conference nur auf Rang sechs.
Gegen die auswärtsstarken Pacers brach den Dallas-Oldies ausgerechnet ein Youngster das Genick. Den sieben Dreiern von Indianas Paul George hatte der Meister nichts entgegenzusetzen. Der 21-Jährige verpasste damit den Klubrekord von Pacers-Ikone Reggie Miller aus dem Jahr 1997 nur um einen Treffer, sicherte Indiana mit seiner Karrierebestmarke von 30 Punkten aber den ersten Sieg in Dallas seit 2004. "Yeah, er schwitzt Selbstvertrauen", sagte Pacers-Trainer Frank Vogel über seinen Youngster, "wie unser ganzes Team."
Kevin Garnett trat derweil einem exklusiven Klub bei. Der Forward des Rekordmeisters Boston Celtics durchbrach beim 91:89-Sieg über die New York Knicks als erst dritter Spieler seit Einführung der Statistik im Jahre 1973 die Schallmauer von 10.000 Defensiv-Rebounds. Garnett (10.004) liegt nun in der Wertung hinter "Mailman" Karl Malone (11.406) und Robert Parish (10.117).
Im Topspiel des Abends stoppten die Miami Heat die in den vergangenen Wochen groß aufspielenden Philadelphia 76ers. Miami siegte 99:79 in fremder Halle. Im letzte Viertel drehte der Vorjahresfinalist auf und entschied den Durchgang mit 32:16 für sich. Dank eines 15:0-Laufs stellte Miami die Weichen auf Sieg. Dwyane Wade erzielte 26 Punkte, LeBron James kam auf 19 Zähler und 12 Rebounds. Für die Sixers war es erst die dritte Heimniederlage der Saison und die erste nach zuvor vier Siegen in Serie.
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