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Basketball-Play-offs: Nowitzkis Traum vom NBA-Titel geplatzt

zuletzt aktualisiert: 14.05.2009 - 07:10

Denver (RPO). Dirk Nowitzki ist mit den Dallas Mavericks in den Play-offs der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA an den Denver Nuggets gescheitert. Im fünften Spiel setzte sich Denver um Superstar Carmelo Anthony 124:110 durch und entschied damit die "best-of-seven"-Serie mit 4:1 für sich.

Die Nuggets treffen nun im Finale der Western Conference auf den Sieger des Duells zwischen den Los Angeles Lakers und den Houston Rockets. Die Lakers führen in der Serie mit 3:2-Siegen.

Dirk Nowitzki blickte immer wieder zu Boden, seine Stimme klang kraftlos - der Stachel der Enttäuschung saß tief. "Ich bin jetzt fast 31, und wieder ist ein Jahr vergangen, in dem ich meine Ziele nicht erreicht habe. Eine weitere Chance ist durch die Lappen gegangen", sagte der sichtlich mitgenommene deutsche Basketball-Star.

Nach der Inhaftierung seiner Lebensgefährtin Crystal Taylor bedeutete das Aus im Play-off-Viertelfinale einen weiteren herben Rückschlag im Leben des Würzburgers. "Wenn man die Meisterschaft nicht gewinnt, ist es eigentlich egal, ob ich in der ersten, zweiten oder sogar dritten Runde ausgeschieden bin", meinte Nowitzki, für den es mit den Mavericks bereits das neunte Play-off-Aus in Folge war.

"110 Punkte müssen reichen"

"Wenn man 124 Punkte in einem Entscheidungsspiel kassiert, ist es schwierig zu gewinnen. Normalerweise sollten 110 erzielte Punkte reichen, um das Spiel zu gewinnen", erklärte der Nationalspieler die Niederlage mit Schwächen in der Defensive. "Da waren wir die ganze Saison über nicht gut", sagte der 30-Jährige, den es auch nicht trösten konnte, dass er zum vierten Mal ins All-NBA-Team gewählt wurde.

"Für einen Klub wie die Mavericks ist alles, was schlechter als die Meisterschaft ist, nicht gut genug. Aber am Ende war Denver das bessere Team", meinte Mavericks-Coach Rick Carlisle. Dennoch war der Trainer stolz auf seine Mannschaft. "Auch wenn wir die Serie nicht gewonnen haben, unser Kampfgeist hat immer gestimmt", sagte Carlisle, für den es die erste Saison als Coach in Dallas war.

Zwar mangelte es nicht am Einsatz, dafür fehlt bei den Texaner aber offenbar die Qualität. Um sich gegen die starke Konkurrenz in der Western Conference in Zukunft durchzusetzen, muss Dallas personell aufrüsten und Nowitzki als Top-Star entlasten. In Denver, das erstmals seit 1985 wieder im NBA-Halbfinale steht, waren die "Mavs" nach einer schwachen ersten Halbzeit (55:69) schließlich fast chancenlos und kassierten gegen die Nuggets mit dem überragenden Carmelo Anthony (30 Punkte) im neunten Duell bereits die achte Niederlage.

"Wir werden zurückkommen"

Mit Blick auf die kommende Saison gab sich Nowitzki dennoch kämpferisch. "Wir werden hungrig bleiben und versuchen, im nächsten Jahr zurückzukommen. Und wer auch immer dann neben mir stehen wird, ich werde es zum Laufen bringen", sagte der 2,13 m große Flügelspieler.

Vor der nächsten Spielzeit muss Nowitzki aber noch seine private Lebenskrise meistern: Seine vermeintliche Verlobte Taylor war vor rund einer Woche von FBI-Beamten wegen diverser Vergehen in Nowitzkis Haus verhaftet worden. Mittlerweile soll der "Mavs"-Star sogar aus seiner Villa im noblen Vorort Preston Hollow ausgezogen sein. Zu seiner persönlichen Situation nimmt Nowitzki auf Rat seines Anwaltes derzeit keine Stellung. Eine "Flucht" auf das Basketball-Parkett ist nach dem sportlichen Aus aber auch nicht mehr möglich.


 
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