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Barack Obama panorama rede 2010-1110
  Foto: EPA Pool, AP
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Super Bowl: Obama hat J-Lo, die NFL Probleme

zuletzt aktualisiert: 05.02.2011 - 09:35

Hamburg/Dallas (RPO). In der Nacht zum Montag stehen sich NFL-Rekordmeister Pittsburgh Steelers und die Green Bay Packers im 45. Super Bowl gegenüber. US-Präsident Barack Obama feiert mit Popstar J-Lo, und die Wirtschaft freut sich auf einen großen Zahltag. Doch die Partystimmung könnte schnell umschlagen: Ein Arbeitskampf bedroht die nächste Saison.

Präsident Barack Obama feiert mit Superstar Jennifer Lopez, die Wirtschaft freut sich über Milliarden-Umsätze und die Superlative reihen sich aneinander: Wenn in der Nacht zum Montag (0.30 ARD, Sport1+ und ESPN America) die Pittsburgh Steelers und die Green Bay Packers im 45. Super Bowl aufeinandertreffen, verfallen die gesamten USA ins Football-Fieber. Von New York bis Los Angeles werden Daumen gedrückt und tonnenweise Knabbereien vertilgt. Doch die Schlemmereien könnten schnell zum Leichenschmaus verkommen. Ein Arbeitskampf bedroht die Austragung der kommenden NFL-Saison.

Probleme bei Vertragsverhandlungen

Sollten sich die Liga und die Spielergewerkschaft NFLPA bis zum 3. März nicht auf einen neuen Vertrag einigen, könnte den Fans die Mischung aus Jubelschreien und Taco-Chips im Halse steckenbleiben. Neun Milliarden Dollar nimmt die NFL derzeit jährlich ein. Mehr als die Hälfte davon geht an die Profis. Die Spieler wollen, dass dies so bleibt. Die Klubeigentümer um Ligaboss Roger Goodell haben andere Pläne. Die Fronten sind verhärtet. Der Ausgang der anstehenden Verhandlungen ist ungewiss.

Dem Trubel um das Endspiel am kommenden Wochenende tut dies aber keinen Abbruch. Der Dollar will verdient werden, solange er noch greifbar ist. Folglich wird kräftig abkassiert. Allein ein Ticket für das Public Viewing vor dem Cowboys Stadium schlägt mit 200 Dollar zu Buche. Wer das lange ausverkaufte Spiel in der Arena sehen will, musste mindestens 1200 Dollar berappen. Auf dem Schwarzmarkt beträgt der durchschnittliche Kartenpreis mittlerweile 4400 Dollar. Auf die Anreise mit dem PKW sollte aus Kostengründen wohl verzichtet werden. Unter der Hand wechselt der Parkplatz für 1000 Dollar den Besitzer.

Drei Millionen Dollar für eine Werbung

Die meisten Amerikaner machen das größte Einzelsportereignis der Welt aber ohnehin vor dem heimischen Fernseher zum Event. Im vergangenen Jahr schalteten 106,5 Millionen US-Bürger ein. Dieses Mal wird dieser Wert vermutlich übertroffen. Zumal nicht das Spiel allein einen Blick wert scheint. Für 15 Prozent der Zuschauer sind die meist unterhaltsamen Werbespots der eigentliche Höhepunkt. Eine solche 30-sekündige Einblendung kostet die Firmen zwischen 2,8 und drei Millionen Dollar

Und auch sportlich verspricht der Super Bowl Hochspannung, immerhin ist es das Duell des Rekordchampions gegen den Altmeister. Bereits sechsmal triumphierten die Steelers, ihre bislang letzten Titel holten sie 2006 und 2009. Die Packers hingegen gewannen 1967 den ersten Super Bowl überhaupt. 1968 und 1997 ließen sie weitere Triumphe folgen. Selbst Obama, eigentlich Steelers-Fan, will sich angesichts der traditionsreichen Paarung nicht auf einen Favoriten festlegen. "In diesem Jahr muss ich neutral bleiben. Möge das bessere Team gewinnen", sagt der Präsident.

Quaterbacks entscheiden über Sieg und Niederlage

Viel wird dabei von den Quarterbacks abhängen. Bei den Steelers hofft das geläuterte "Enfant terrible" Ben Roethlisberger auf seinen dritten Super-Bowl-Sieg. Zu Saisonbeginn war der 28-Jährige von der NFL wegen eines unappetitlichen Vorfalls für vier Spiele suspendiert worden. Auf einer Kneipen-Toilette soll sich "Big Ben" an einer College-Studentin vergangen haben. Zumindest die Fans außerhalb von Pittsburgh haben ihm nicht verziehen. In einer Umfrage des Hollywood Reporter wurde Roethlisberger zum unbeliebtesten Spieler des Super Bowls gewählt.

Die Packers bauen derweil auf Aaron Rodgers. Der Spielmacher hatte 2008 Green-Bay-Ikone Brett Favre abgelöst und dürfte mit dem Einzug ins NFL-Finale nun endlich aus dessen Schatten getreten sein. Dennoch liebt Rodgers weiter eher die leisen Töne. Im Gegensatz zu Roethlisberger. "Big Ben" stimmte sich ganz speziell auf den Super Bowl ein. Am Dienstagabend gab er in einer Bar Billy Joels Klassiker "Piano Man" zum besten.

Quelle: SID/chk

 
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