NHL: Wildwest in New York: 346 Strafminuten
zuletzt aktualisiert: 12.02.2011 - 11:11Köln (RPO). Eishockey-Wildwest in New York: 346 Strafminuten und 21 Spielausschlüsse lautete die traurige Bilanz nach dem 9:3-Kantersieg der gastgebenden Islanders gegen die Pittsburgh Penguins.
"So etwas habe ich noch nie erlebt. Es wollte einfach nicht enden", sagte John Tavares von den New York Islanders, der ein Tor und drei Vorlagen zum Sieg beisteuerte. Teamkollege Matt Moulson sagte: "Das war ein sehr emotionales Spiel. "
Die arg von Verletzungen gebeutelten Penguins mussten die letzten sieben Spielminuten mit lediglich sieben Feldspielern bestreiten, New York mit acht. Nach europäischer Strafenzählweise, die einen Spielverweis automatisch mit 20 Minuten und nicht bis zur Schlusssirene ahndet, kämen beide Mannschaften insgesamt sogar auf 556 Strafminuten.
Bereits beim 3:0-Sieg der Penguins gegen die Islanders vor neun Tagen waren beide Teams 17 Sekunden vor Spielende aneinandergeraten und hatten sich eine wüste Schlägerei geliefert. Dabei schickte Pittsburghs Goalie Brent Johnson New Yorks Startorwart Rick di Pietro für vier bis sechs Wochen in den Krankenstand.
Klatsche für Seidenbergs Bruins
Für den deutschen Nationalspieler Dennis Seidenberg und die Boston Bruins verlief der Tag zwar friedlicher, endete aber dennoch mit einer herben Pleite. Die Bruins kassierten vor heimischer Kulisse ein 1:6 gegen die Detroit Red Wings. Das Team aus dem US-Bundesstaat Massachussetts liegt in der Eastern Conference mit 69 Punkten auf Rang drei und hat trotz der Pleite weiterhin gute Chancen auf das Erreichen der Play-offs.
Zittern um einen der ersten acht Plätze, die zur Teilnahme an den Play-offs berechtigen, müssen die Chicago Blackhawks. Der Titelverteidiger verlor bei den Dallas Stars mit 3:4 nach Penaltyschießen und liegt nur auf Platz elf der Western Division.
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