Eishockey / DEL: Metro Stars gegen Torfabrik
VON GIANNI COSTA - zuletzt aktualisiert: 06.10.2006 - 10:14Düsseldorf (RP). Don Jackson redet in diesen Tagen viel. Sätze fängt er ganz gerne mit „ja, aber“ an. Ja, es sind Fortschritte erkennbar. Aber, es gibt immer noch viel zu tun. Der Trainer der DEG Metro Stars ist um die Vermittlung seiner Eishockey-Philosophie bemüht. Einzelgespräche. Team-Sitzungen.
Stundenlang hockt er mit seinem Assistenten Christian Brittig zusammen. Der Amerikaner schätzt einen offensiven, aggressiven Stil. „Wenn wir den Puck haben, greifen wir an“, sagt der 50-Jährige, „wenn nicht, stehen wir defensiv. Ganz einfach.“
Theoretisch auf jeden Fall. Doch in der Praxis hatten seine Spieler mit der Umsetzung bislang so ihre Probleme. Nach neun Spieltagen in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) hat die DEG ein Torverhältnis von 23:24. Nur Duisburg (22) und Straubing (16) hatten bisher weniger Grund zum Jubeln.
„Das muss besser werden“, mahnt Jackson. „Wir müssen deutlich öfter aufs Tor schießen, für die Treffer arbeiten.“ Die Angreifer sollen sich mehr bewegen, vor dem gegnerischen Schlussmann für Wirbel sorgen. Das alles und noch viel mehr beherzigt zurzeit Spitzenreiter Mannheim in einer beeindruckend konstanten Weise. Die Adler haben es auf die imposante Trefferzahl von 49 gebracht, im Gegenzug allerdings auch 33 Tore kassiert. Heute (19.30 Uhr, ISS Dome) stellt sich das Team von Ex-Bundestrainer Greg Poss in Düsseldorf vor.
„Das wird eine wichtige Standortbestimmung für uns“, sagt DEG-Angreifer Klaus Kathan, der selbst zwei Jahre in der Kurpfalz spielte. „Da werden wir sehen, was für uns nach oben noch drin ist. Klar, wir müssen in der Offensive etwas mehr Durchschlagskraft entwickeln, sonst haben wir gegen Mannheim ein echtes Problem.“ Damit dieses Problem auf dem Eis gelöst werden kann, bastelt Übungsleiter Jackson noch eifrig an der Zusammensetzung der Angriffsreihen herum. Der KVK-Sturm mit Kapitän Daniel Kreutzer, Tore Vikingstad und Kathan bleibt unangetastet.
Doch dahinter wird sich einiges ändern. Jackson führt die Rotation ein („Ich bin noch auf der Suche nach der richtigen Chemie.“) Vermutlich wird Schneider als Mittelstürmer mit Stephens und Thomas Jörg spielen, Collins wechselt in eine Reihe mit Craig Johnson und Patrick Reimer. Die vierte Angriffsreihe bilden Nils Antons, Jeff Panzer und Benjamin Barz. „Es geht gegen die Nummer eins“, sagt Jackson. „Da wird jeder mehr als 100 Prozent Leistung abrufen.“
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