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Charlotte
Michael Jordan ruft zur Versöhnung auf

Charlotte. Der Basketball-Superstar ist beunruhigt über die Spannungen zwischen Afroamerikanern und Polizei.

Der frühere Basketball-Superstar Michael Jordan will zur Versöhnung zwischen Afroamerikanern und der Polizei in den USA beitragen. "Ich kann nicht länger schweigen", schrieb er in einem Beitrag, den das Sport- und Kultur-Portal "The Undefeated" und der "Guardian" veröffentlichten. Der ehemalige Spieler der Chicago Bulls und heutige Mehrheitseigentümer der Charlotte Hornets in der US-Profiliga NBA will demnach zwei Millionen Dollar spenden. Je eine Million gehe an ein neues Institut des Verbands der Polizeichefs IACP für die Beziehungen zwischen Polizei und Gemeinden sowie einen Rechtsbeihilfe-Fond der Bürgerrechtsorganisation NAACP.

"Als stolzer Amerikaner, als Vater, der seinen eigenen Vater bei einer sinnlosen Gewalttat verloren hat, und als schwarzer Mann bin ich zutiefst beunruhigt über die Tode von Afroamerikanern durch Gesetzeshüter und wütend über das feige und hasserfüllte gezielte Töten von Polizeibeamten", schreibt Jordan.

"Ich wurde von Eltern erzogen, die mir beibrachten, Menschen egal welcher Farbe oder Herkunft zu lieben und zu respektieren. Darum bedrücken und frustrieren mich die spalterische Rhetorik und die ethnischen Spannungen, die jüngst schlimmer zu werden scheinen", schreibt Jordan. "Ich weiß, dieses Land ist besser als das. Und ich kann nicht länger schweigen."

In den vergangenen Wochen hatten die tödlichen Schüsse durch Polizisten auf zwei unbewaffnete Schwarze in den USA Proteste ausgelöst. In der Folge wurden in den Städten Dallas und Baton Rouge insgesamt acht Polizisten erschossen. Jordan, der sich sonst zu politischen Themen bedeckt hält, sieht wie viele seiner Landsleute Handlungsbedarf.

(dpa/RP)
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