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Formel 4 in Oschersleben
Mick Schumacher dreht seine ersten Runden

Fotos: Mick Schumacher testet in Oschersleben
Fotos: Mick Schumacher testet in Oschersleben FOTO: afp, ej
Oschersleben. Michael Schumachers Sohn fährt die ersten Runden in Oschersleben.

"M.Schumacher" steht auf dem Chassis des schwarz-grauen Formel-Autos, daneben eine kleine Deutschlandflagge. Im Cockpit leuchtet ein neongelber Helm, das Visier ist geöffnet, daraus schauen zwei große blaue Augen aus einem schmalen Jungengesicht. Alle Kameras sind auf Mick Schumacher gerichtet. Er will sich auf das konzentrieren, was sein berühmter Vater Michael beherrschte wie kaum ein anderer vor oder nach ihm: Formel-Autos so schnell wie möglich um eine Rennstrecke zu jagen.

Ein eiskalter Wind bläst durchs Motodrom in Oschersleben, hier fuhr Michael Schumacher 2008 sein erstes offizielles Motorradrennen. "Der Hype damals war groß", erinnert sich Dieter Junge, Sportleiter des veranstaltenden ADAC: "Es ist schön, dass sein Sohn jetzt hier ist." Die neue ADAC-Nachwuchsserie Formel 4 hat in Oschersleben vor den Toren Magdeburgs ihren ersten offiziellen Testtag, und das Interesse an Mick Schumacher, dem prominentesten Namen im 42-köpfigen Fahrerfeld, ist riesig.

Zu riesig, findet Sabine Kehm, seit 15 Jahren engste Mitarbeiterin und Vertraute von Michael Schumacher. Sie ist an Micks Seite und versucht, alles ein bisschen abzuschwächen. "Ich möchte gerne dafür werben, die Erwartungen an Mick nicht allzu hoch zu schrauben", sagt sie: "Es ist sein Einstiegsjahr in den Formel-Sport, alles ist neu für ihn, er muss so viel lernen." Sie bittet deshalb darum, den blonden Jungen erst in Ruhe die Erfahrung sammeln zu lassen, "die er auf der Rennstrecke braucht, und die medialen Erfahrungen ein bisschen zurückzustellen". Der junge Rennfahrer schweigt, er fährt ein paar Runden, und dann verlässt er das Motodrom.

(sid)
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