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London
Missbrauchsskandal im englischen Fußball

London. Der britische Fußball ist laut einem Bericht des Senders BBC von einem Missbrauchsskandal betroffen. Mehrere ehemalige Fußballer sagten in der BBC, dass sie als Kinder oder Jugendliche in Vereinen Opfer sexueller Übergriffe geworden seien. Die Auftritte der ehemaligen Spieler waren zum Teil sehr emotional. Einige der Männer kämpften mit den Tränen.

Einer von ihnen war Andy Woodward. Der ehemalige Profi von Sheffield United hat den Skandal vor einer Woche losgetreten. Der 43-Jährige berichtete, im Alter von elf bis 15 Jahren von einem Trainer sexuell missbraucht worden zu sein. Die Übergriffe seien beim Club Crewe Alexandra geschehen, der als Talentschmiede im englischen Fußball gilt und derzeit in der vierten Liga spielt.

Der Trainer wurde unter anderem bereits 1998 zu neun Jahren Haft verurteilt. Woodward, der in den 90er Jahren gegen ihn aussagte, blieb damals anonym und äußerte sich jetzt erstmals öffentlich. Er wolle anderen Ex-Spielern Mut machen, seinem Beispiel zu folgen.

Mittlerweile kündigte der derzeit vom ehemaligen Bayern-Coach Pep Guardiola betreute Champions-League-Teilnehmer Manchester City, einer der Topklubs in der Premier League, Untersuchungen an, nachdem zwei seiner ehemaligen Spieler von Missbrauchsfällen berichtet hatten. Bei den beiden handelte es sich um die späteren englischen Nationalspieler David White (50) und Paul Stewart (52).

Der Club hatte nach eigenen Angaben in den 1980er Jahren Verbindungen zu dem von Woodward belasteten Fußballtrainer. "Der Club wird genau untersuchen, welche Zusammenhänge es gibt", teilte ManCity mit.

(dpa)
 
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