US-Cart-Serie auf dem EuroSpeedway Lausitz: Motorsport: Nach dem Regen kommen die Raser
zuletzt aktualisiert: 14.09.2001 - 19:04Klettwitz (sid) Nach dem Regen kamen die Raser: Die Europa-Premiere der US-Cart-Serie auf dem EuroSpeedway Lausitz am Samstag (13.30 Uhr/live in der ARD) hat am Freitag mit dem ersten freien Training offiziell begonnen. Um 15.26 Uhr ging der Kanadier Alex Tagliani vor 39.627 Zuschauern als erster Fahrer auf die 3,255 km lange Piste - fast 30 Stunden später als ursprünglich geplant.
"Ich bin wahnsinnig erleichtert, dass es endlich losgehen konnte. Mir standen Tränen in den Augen. Wenn das Wetter am Samstag mitmacht, läuft das Rennen wie geplant", sagte Hans-Jörg Fischer, Geschäftsführer des EuroSpeedway Lausitz, nach dem zweistündigen Test. Wegen Dauerregens hatten zunächst sämtliche Trainingseinheiten für die German 500 am Donnerstag und am Freitagmorgen abgesagt werden müssen.
Erst der Einsatz von drei speziellen Autos mit Turbinen-Gebläse und das Engagement vieler Helfer haben die Piste trocken gelegt. Dabei waren Freitagmittag zudem fünf Rettungswagen, vier Transporter und zehn weitere Safety Cars permanent auf dem Asphalt-Band unterwegs und sorgten somit für ein schnelleres Abtrocknen der Piste.
Die Bestzeit beim amerikanischen Pendant zur Formel 1 sicherte sich der Brasilianer Tony Kanaan (Mo Nunn Racing) in 34,624 Sekunden vor seinem Teamkollegen Alex Zanardi (Italien/34,991). Kanaans Durchschnittsgeschwindigkeit auf dem Tri-Oval betrug 210, 340 Meilen, also umgerechnet 338,437 km/h. Als Topspeed wurden 347, 980 km/h gemessen.
Die Startaufstellung für das 16. von 21 Saisonrennen wird aber anhand des Gesamtklassements ermittelt, ein Qualifikationstraining gibt es nicht mehr. Von der Pole Position startet somit der in der Gesamtwertung führende Titelverteidiger Gil de Ferran aus Brasilien vor seinem Penske-Teamkollegen Helio Castroneves (Brasilien). Auf Rang vier steht Michael Andretti (USA), der nach dem Flugverbot in den USA als letzter Fahrer am Freitag gerade noch rechtzeitig angereist war.
Die US-Cart-Serie kann auf nasser Fahrbahn wegen der enormen Fliehkräfte in den Kurven auf Oval-Kursen wie dem EuroSpeedway Lausitz nicht fahren. Wenn es am Samstag regnet, wird das Rennen auf Sonntag verschoben. Sollte es auch Sonntag regnen, fällt die Veranstaltung buchstäblich ins Wasser - und die erwarteten 100.000 Zuschauer bekommen ihr Geld zurück. Für 400.000 Euro hat sich der Veranstalter gegen einen Ausfall wegen Regens versichert.
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